<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274</id><updated>2012-02-16T22:21:31.782+01:00</updated><title type='text'>Wanderungen im Koran</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>53</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-2882361703067782861</id><published>2011-04-19T22:00:00.004+02:00</published><updated>2011-04-20T14:39:42.799+02:00</updated><title type='text'>Der Koran, europäisch gelesen</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;(I) Ein herausfordernder Text&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.geschkult.fu-berlin.de/e/semiarab/arabistik/mitarbeiter/professoren/neuwirth/index.html"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 175px; FLOAT: left; HEIGHT: 270px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5597384360535684818" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-m3iqtGzZGjc/Ta3na3EOdtI/AAAAAAAABzk/Ooxv8ZYOnag/s320/Neuwirth2.jpg" /&gt;Angelika Neuwirth&lt;/a&gt; hat sich das Ziel gesetzt, den Koran als das zu zeigen, was er von Beginn an für seine frühesten Leser war: &lt;em&gt;ein literarisch herausragender und intellektuell herausfordernder Text&lt;/em&gt; (Seite 21). Was sie dazu &lt;a href="http://www.amazon.de/Koran-Text-Sp%C3%A4tantike-europ%C3%A4ischer-Zugang/dp/3458710264/ref=sr_1_1?s=books&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;qid=1303303121&amp;amp;sr=1-1"&gt;auf 768 Buchseiten &lt;/a&gt;und weiteren fast 100 Seiten Anhang zusammenträgt, ist ein so vielfältiges und facettenreiches Werk, dass man die intellektuelle Herausforderung fast überall in ihm verspürt. Was Frau Neuwirth außerdem zu den speziellen literarischen Eigenschaften des Korans schreibt und durch schöne, lebendige Übersetzungen (meist begleitet von Transliterationen des arabischen Originals) belegt, erweckt auch bei dem Leser Bewunderung, der das Arabische nicht oder nur aus der Ferne kennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei bricht sie, wie sie allerdings erst auf der letzten Seite gesteht, ein Tabu: sie wendet die historisch-kritische Methode der modernen Wissenschaft auf den Koran an. Man sieht aber bald: sie macht ihn eigentlich erst dadurch für einen der Aufklärung verpflichteten Leser in weiten Teilen zugänglich. Die Autorin erzählt im Verlauf des Buches eine aus vielen Details zusammengesetzte Geschichte der Entstehung des Korans. Dabei greift sie, hier ist das Tabu teilweise aufgehoben, auch auf historische Erkenntnisse zurück, die in der innerislamischen Forschung anerkannt sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch der Islam kennt die historische Kritik oder zumindest den Teil daraus, der sich mit der Forschung nach dem &lt;em&gt;Sitz im Leben&lt;/em&gt; eines Abschnittes aus dem heiligen Buch der Muslime beschäftigt. Eine ganze Reihe von Suren bezieht sich auf historische Ereignisse, wie etwa den Schlacht bei Badr (Q 3:123), und sind ohne die in den erklärenden &lt;em&gt;Hadithen&lt;/em&gt; bewahrten Erläuterungen gar nicht zu verstehen. Auch die Aufteilung der Suren nach ihrer Entstehung in Mekka oder Medina, den Suren im Koran jeweils in ihrem Titel vorangestellt, gibt einen gewissen zeitlichen Rahmen vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frau Neuwirth erweitert diesen Rahmen und benennt eine Vielzahl von Themen, welche in der jeweiligen Entstehungsperiode der jungen muslimischen Gemeinde auf der Tagesordnung standen und im Koran &lt;em&gt;verhandelt&lt;/em&gt; wurden, wie sie das nennt. Auch gegen eine solche Betrachtungsweise wird es innerislamisch kaum Einwände geben, denn das Ringen des Propheten mit widerspenstigen Zuhörern, welche die meisten dieser Themen jeweils ganz anders &lt;em&gt;verhandelt&lt;/em&gt; haben wollten, ist im Koran immer wieder geschildert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine wichtige, und sicherlich kaum bestreitbare These von Frau Neuwirth ist, dass der Koran nicht aus einem ungeschichtlichen Nichts, sozusagen im leeren Raum der arabischen Wüste entstanden ist. Zwar haben die Muslime selbst den Begriff der &lt;em&gt;djahiliya&lt;/em&gt; (Seite 208), der &lt;em&gt;Unwissenheit&lt;/em&gt; vor dem Auftreten des Propheten, aber Frau Neuwirth legt recht überzeugend dar, dass vieles aus dieser Vorzeit, besonders das in Medina vorgefundene jüdische und christliche Erbe ein Vorwissen war, das nach entsprechenden &lt;em&gt;Verhandlungen&lt;/em&gt; in veränderter Form Eingang in den Koran gefunden hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch für dieses Ringen mit dem Erbe aus Altem und Neuem Testament gibt es Belege im Koran selbst, wie etwa dem Hinweis auf eine Periode in Medina, in der die neue Gemeinde angehalten wurde, in Richtung Jerusalem zu beten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Koran bewegt sich in sich selbst und hat bei Frau Neuwirth eine eigene Entstehungsgeschichte, an deren Ende erst das komplette, heilige Buch der Muslime steht als ein &lt;em&gt;fait accompli&lt;/em&gt;, Hauptwort der Autorin für das, was sie mit ihren Untersuchungen immer wieder aufbrechen will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(II) Göttliches Urwort, menschliche Rede&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Vorstellung eines im Himmel verwahrten ewigen Buches, aus dem für die Menschen Offenbarung gewonnen wird, hat in der Zeit vor Mohammed in einer in der spätantiken Welt wohl überall bekannten Form vorgelegen: dem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Buch_der_Jubil%C3%A4en"&gt;&lt;em&gt;Jubiläenbuch&lt;/em&gt; &lt;/a&gt;der jüdischen Tradition (aus dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert). Die muslimische Tradition nimmt den Gedanken dieses &lt;em&gt;ewigen&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Buches &lt;/em&gt;mit der Geschichte der Welt darin auf, hebt aber jetzt als Besonderheit hervor, dass diese jetzt neu durch den Koran erschlossene himmlische Schrift nun eine &lt;em&gt;bewahrte Tafel&lt;/em&gt; (Q 85:22) ist, die - anders als die zerstörten Tafeln mit den Zehn Geboten darauf - auf ewig unzerstörbar im Himmel aufbewahrt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dieser Stelle ist die christliche Vorstellung offenbar falsch, wonach der Koran beansprucht, eine vollkommen identische Kopie dieser Tafel zu sein. Auch der Koran macht sich Gedanken darüber, wie es zuging, dass &lt;em&gt;das Wort Fleisch ward&lt;/em&gt;, wie es im christlichen Verständnis heißt. Dass es im Koran mehrfach heißt, er sei in &lt;em&gt;klarer arabischer Rede&lt;/em&gt; verfasst, sieht Frau Neuwirth als einen Beleg für eine Transformation des heiligen Urtextes an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die Muslime haben eine Vorstellung davon, dass Gott in einer eigenen, überlegenen Welt wohnt, zu welcher der Mensch keinen Zugang hat. Entsprechend müssen auch für sie die Gedanken Gottes übersetzt werden, wenn der Mensch sie verstehen soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Gott nun in einem nicht ganz leicht verständlichen Prozess sein Wort als &lt;em&gt;Herabsendung&lt;/em&gt; (tanzil) zu den Menschen kommen lässt, dann reagiert er durchaus auf die menschlichen Eigenarten, baut dabei aber darauf auf, dass der Mensch durch seinen Verstand in der Lage ist, die &lt;em&gt;Zeichen&lt;/em&gt; (ayat) Gottes zu lesen. Eigenartigerweise werden die Verse der einzelnen Suren ebenfalls &lt;em&gt;ayat&lt;/em&gt; genannt, ein ganz eigenes Wort für einen Vers, welches sich (ebenso wie das Wort &lt;em&gt;Sure&lt;/em&gt;) nicht als Fachwort in der arabischen Dichtung findet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frau Neuwirth verwendet große Anstrengungen darauf, den Koran als eine Sammlung ganz eigener Wortschöpfungen zu verstehen. Das gelingt ihr besonders da immer sehr gut, wo sie ihn mit biblischen Texten vergleicht und über die Art und Weise spricht, wie eine Gemeinde, jüdisch, christlich oder muslimisch mit diesen Texten umgeht. Sehr weiterführend finde ich ihren Vergleich mit den &lt;em&gt;Perikopen&lt;/em&gt; der Kirche. Sie sind besonders ausgesuchte, für den Gottesdienstvortrag ausgesonderte Schwerpunktstellen der Bibel, Ausschnitte aus einem längeren Text. Für Frau Neuwirth ist der Koran durchgängig Perikope, also in seiner Gesamtheit gottesdienstlicher Text, damit konzentrierter als die erzählerisch viel freiere und auch entsprechend längere Bibel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu gehört, dass die Autorin ein besonderes Augenmerk auf den Gebrauch des Korans als Vorlage für die täglichen Gebete richtet. Der Zyklus von fünf vom frühen Morgen bis zum späten Abend über den Tag verteilten Gebeten (mit Vorbildern in den Mönchsregeln der alten Kirche) ist jeweils begleitet von Koranzitaten, die der Betende zuvor auswendig gelernt hat. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die Tradition des vollständigen Auswendiglernens des Korans (die den Gläubigen zum &lt;em&gt;Hafis&lt;/em&gt; macht) von Anfang an bezeugt ist, ja dass man wohl mit Fug und Recht sagen kann, der Koran sei lange Zeit ein von Mund zu Mund weiter gegebenes Vortragswerk, bevor er schriftlich kodifiziert wurde. Entsprechend wird das arabische Wort &lt;em&gt;quran&lt;/em&gt; meist als &lt;em&gt;Lesung&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;Vortrag&lt;/em&gt; übersetzt. Das Wort &lt;em&gt;Buch&lt;/em&gt; (kitab) beschreibt eher den im Himmel der Ideale vorliegenden Gottestext.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es berührt eigenartig, dass der still über seiner Bibel sitzende und lesende Christ sowohl von seinem jüdischen als auch von seinem muslimischen Zeitgenossen ein wenig kritisch gesehen wird. Für beide ist ein äußerlich unbeteiligtes Studieren der heilige Texte nicht denkbar, der Jude spricht sie beim Lesen zumindest leise aus und bewegt beständig seinen Oberkörper dabei, der Muslim kennt sie kaum anders als in der gesungenen Form, vielfach auswendig gesagt, meist begleitet von den vorgeschriebenen Gebetsbewegungen. Gottes Wort will nicht wie die Zeitung gelesen werden, es soll uns bewegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(III) Alte Vorlagen, neue Worte&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Frau Neuwirth besteht kein Zweifel daran, dass Mohammed und seine Zuhörer Texte aus dem Alten und dem Neuen Testament gekannt haben, vermutlich in vorwiegend mündlicher Tradition. An einer zentralen Stelle hört sie sogar heraus, dass die altarabische geprägte Hochsprache des Korans ein wenig aus den geraden Bahnen ihrer korrekten Grammatik heraustritt, um die beschworene Einheit oder Einsheit Gottes auch an das jüdische Zentralwort, das &lt;em&gt;Schma Jisrael&lt;/em&gt; (Höre Israel) anzubinden. Auch in diesem Wort (5. Mose 6,4) wird gesagt, dass Gott Einer und nur Einer ist - &lt;em&gt;adonai ahad&lt;/em&gt;. Im Arabischen müßte hier &lt;em&gt;allahu wahid&lt;/em&gt; stehen (S. 73) aber die entsprechende Stelle im Koran (Q 112:1) sagt ebenfalls &lt;em&gt;allahu ahad&lt;/em&gt; und stellt eine sprachliche Gleichheit her, die dann umso schärfer mit den anderen, abweichenden Aussagen kontrastiert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So wird aus dem Befehl zum Hören (&lt;em&gt;schma&lt;/em&gt;), der dem auserwählten Volk erteilt wird, ein Befehl an den Propheten zum Sprechen (&lt;em&gt;qul&lt;/em&gt;), und zwar zum Sprechen an die ganze Welt. Und natürlich ist die Botschaft geändert: &lt;em&gt;er zeugt nicht und wird nicht gezeugt&lt;/em&gt; (Q 112:3), eine Passage, die an das altkirchliche &lt;em&gt;gezeugt, nicht geschaffen&lt;/em&gt; des Glaubensbekenntnisses von Nicäa anklingt, aber natürlich das genaue Gegenteil sagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausführlich beschreibt Frau Neuwirth die Übernahme von Psalm 104 durch Sure 78. Auch hier hat nach ihrer Ansicht der Prophet einen seinen Zuhörern bekannten Text bewusst so verändert, dass ihnen die radikale Neuigkeit von Mohammeds Predigt unmittelbar vor Augen gestellt wird. Selbst aus der Sure 1, die als &lt;em&gt;Die Einleitende&lt;/em&gt; im Koran prominent verzeichnet ist und sowohl von ihrer Form als auch von ihrem Inhalt her eigentlich keine Sure ist (so dass der Koran erst mit der Sure 2 richtig beginnt), liest Frau Neuwirth unmittelbar eine Ähnlichkeit zu den liturgischen Formen der Kirche. Für sie wird aus &lt;em&gt;Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes&lt;/em&gt; die ebenfalls aus einem Dreiklang bestehende Eingangsformel der Sure 1 &lt;em&gt;Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muss nicht alle diese von Frau Neuwirth herausgearbeiteten Parallelen als richtig angesehen, um am Ende zusammen mit ihr den Gesamteindruck zu gewinnen, dass auch das letzte Buch der drei &lt;em&gt;Religionen des Buches&lt;/em&gt; mit einer neuen gestalterischen Kraft in Erscheinung tritt, die in ihrem Ausdruckswillen und in ihrem Bestreben, etwas Neues und Eigenes zu gestalten, mit den anderen Büchern auf gleicher Höhe steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frau Neuwirth schildert eine Reihe von Umdeutungen, die der Koran in zentralen theologischen Fragen vornimmt. Ich erwähne hier nur das neue Verständnis von Opfer. Es ist verwunderlich, dass trotz der zentralen Funktion des muslimischen Opferfestes, das an die in letzter Minute verhinderte Opferung Isaaks (oder Ismaels, der Koran lässt beide Lesarten zu) durch Abraham erinnert, das Opfer selbst von jeglichem Sühnegedanken entkleidet ist und lediglich zum Erweis des Gehorsams erbracht wird. Diese eher nüchternen Betrachtung eines Tieropfers setzt die große muslimische Freiheit von der Erbsünde voraus, welche sich aus dem im Islam als sehr viel weniger dramatisch angesehenen Weggang Adams aus dem Paradies begründen lässt. Es gibt für sie keine tragische Verstrickung in Sünde und Schuld, wie sie von den Juden und Christen gesehen wird. Entsprechend ist die Erinnerung an das Opfer Abrahams ein eher rationaler Vorgang, ein Vorbild für praktischen Gehorsam, mehr nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(IV) Alte Fragen, neue Antworten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen Ende des Buches lenkt Frau Neuwirth die Aufmerksamkeit auf die Poesie des Korans. Sie kann auf eine stark gewachsene Literatur zur Poesie der arabischen Welt vor Mohammed zurückgreifen, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten neu entstanden ist. Ein in dieser Dichtung häufig wiederkehrendes Motiv ist das Bild von der in Trümmern liegenden verlassenen Stadt und der damit verbundenen Melancholie. Wo sind sie hin, alle, die hier gelebt haben? Und wie überwindet der Betrachter dieser Vergänglichkeit seine Trauer, wie findet er zum Sinn des Lebens zurück?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die alte arabische Dichtung fordert zur tatkräftigen Überwindung der Melancholie auf. Der traurige Betrachter soll zur bewohnten Siedlung seines Stammes zurückkehren und sich in mannhafter Weise den Kämpfen seiner Leute anschließen. Eigenartigerweise ist der Koran dieser Mannhaftigkeit gegenüber nicht unkritisch. Er geißelt an einigen Stellen die Prahlerei der vermeintlichen Helden und legt großen Wert darauf, seine eigene Sprache auf Distanz zur Sprache der Dichter zu halten, die solche Mannhaftigkeit in übertreibender Weise besingt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Distanz bringt allerdings ein neues Problem mit sich: der Koran soll eigentlich durch seine sprachliche Schönheit glänzen und muss sich also an den Dichtern messen lassen. Wenn später in einem klassischen Kommentar zum Koran rühmend gesagt wird, dass &lt;em&gt;jeder Ausdruck an seinem Platz und im Einklang mit den anderen war&lt;/em&gt; (Seite 765), dann wird das Erlebnis einer nach dem Urteil der Zeitgenossen überwältigenden Rhetorik deutlich, welche in ihren Ohren den Koran ausgezeichnet hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im neuntem Jahrhundert hat ein muslimischer Schriftsteller die bekannte Denkfigur niedergeschrieben, wonach Moses in einem Zeitalter der Zauberei von Gott mit der Fähigkeit ausgestattet wurde, selbst zu zaubern, während Jesus in einem Zeitalter der Heilkunst besondere Fähigkeiten als Wunderheiler hatte. In der Zeit Mohammeds habe es dann eine Blütezeit der Rhetorik gegeben, weshalb Gott ihm ermöglicht habe, den Koran sprachlich besonders schön auszugestalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Koran soll schon durch seine äußere Form bestechen. Aber er soll auch neue Deutungen geben, damit am Ende die Sinnfrage des melancholisch die Trümmer der Vergangenheit betrachtenden Beduinen aufgelöst werden kann in eine Antwort im Glauben und in der Zugehörigkeit zur muslimischen Gemeinde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was die Schönheit des Korans betrifft, so verweist Frau Neuwirth unter Anderem auf die Form der so genannten &lt;em&gt;Klauseln&lt;/em&gt;. Sie sind Einschübe, Ausrufe, die in einen längeren Text eingefügt werden, um das Gewicht dieses Textes durch eine Dehnung für den Zuhörer noch deutlicher zu machen. Geprägt vom Koran gibt es auch in den Märchen von Tausendundeiner Nacht Passagen, welche diese koranische Technik der &lt;em&gt;Klausel&lt;/em&gt; aufgreifen und perfektionieren. Eine dieser Stellen hat er deutsche Dichter Hugo von Hoffmannsthal in seiner Einleitung zu &lt;em&gt;Tausendundeine Nacht&lt;/em&gt; wunderbar herausgehoben und damit indirekt auch der Poesie des Korans ein Denkmal gesetzt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Da ist, um von tausend Seiten eine aufzuschlagen, in der Geschichte von Ali Schar und der treuen Zumurrud ein Augenblick, den ich nicht für irgendeine erhabene Stelle unserer ehrwürdigsten Bücher austauschen möchte. Und es ist fast nichts. Der Liebende will seine Geliebte befreien, die ein böser alter Geist gestohlen hat. Er hat das Haus ausgekundschaftet, er ist um Mitternacht unter dem Fenster, ein Zeichen ist verabredet, er soll es nur geben. Doch muss er noch eine kurze Fristen warten. Da überfällt ihn, so ungelegen als unwiderstehlich, als hätte das Geschick aus dem Dunkeln in lähmend angehaucht, ein bleierner Schlaf. "&lt;/em&gt;Doch da überfiel ihn die Schläfrigkeit", &lt;em&gt;heißt es, "&lt;/em&gt;und er schlief ein - herrlich ist Er, der nimmer schläft!"&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-2882361703067782861?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/2882361703067782861/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=2882361703067782861' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/2882361703067782861'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/2882361703067782861'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2011/04/der-koran-europaisch-gelesen.html' title='Der Koran, europäisch gelesen'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-m3iqtGzZGjc/Ta3na3EOdtI/AAAAAAAABzk/Ooxv8ZYOnag/s72-c/Neuwirth2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-4844789722144446572</id><published>2008-10-14T06:45:00.002+02:00</published><updated>2008-10-14T07:17:10.338+02:00</updated><title type='text'>Zum Abschluß</title><content type='html'>Sure 110: Die Hilfe&lt;br /&gt;Sure 111: Verderben&lt;br /&gt;Sure 112: Die Reinigung&lt;br /&gt;Sure 113: Das Morgengrauen&lt;br /&gt;Sure 114: Die Menschen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende des Korans stehen zwei Segenswünsche und entlassen den Leser wie durch die Säulenpfosten eines großen Ausgangstores hinaus in die Welt. Sie sind parallel gestaltet und beginnen jeweils mit dem Anruf &lt;em&gt;Ich nehme meine Zuflucht.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich nehme meine Zuflucht zum Herrn des Morgengrauens.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Sure 113, Vers 1&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich nehme meine Zuflucht zum Herrn der Menschen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Sure 114, Vers 1&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Schutz, unter den diese Segenswünsche den Menschen stellen, bezieht sich in Sure 113 zunächst allgemein auf das &lt;em&gt;Übel dessen, das er erschaffen,&lt;/em&gt; dann auf das &lt;em&gt;Übel der Nacht, &lt;/em&gt;und das Übel eines finsteren Zaubers, symbolisiert durch die &lt;em&gt;Knotenbläserinnen. &lt;/em&gt;In der letzten Sure 114 wird Schutz vor dem &lt;em&gt;Einflüsterer &lt;/em&gt;gesucht, dem Teufel, der böse Gedanken in die Herzen der Menschen einfließen läßt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mohammed, dem alle Wahrsagerei und Zauberei gerade so verhaßt waren, wie den Propheten der Bibel, hat es gestattet, daß man die beiden letzten Suren unter Handauflegung rezitiert, um Krankheiten zu heilen. Möglicherweise sind sie das letzte, was er in seinem irdischen Leben gehört hat, denn auch Aischa hat nach der &lt;a href="http://www.searchtruth.com/tafsir/tafsir.php?chapter=114"&gt;Überlieferung &lt;/a&gt;die beiden Suren in ihre Hände hinein gesprochen und mit diesen Händen dann den sterbenden Leib des Propheten bestrichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Henning sagt, die beiden Suren würden auch als Amulette getragen, das ist gut vorstellbar. In jedem Fall bilden sie einen würdigen Abschluß dieses großen Buches und entlassen den Leser ähnlich einem Kirchenbesucher mit einer segnenden Schutzformel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Christ ist allerdings, wenn er nicht ganz geduldig war, bereits drei Suren vor Schluß gewissermaßen durch eine Seitentür an die frische Luft entlassen worden. In der Sure 112 wird noch einmal kurz und bündig klargestellt, was Islam und Christentum trennt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sprich: Er ist der eine Gott &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der ewige Gott; er zeugt nicht &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;und wird nicht gezeugt,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;und keiner ist ihm gleich.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Sure 112)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das macht den Unterschied deutlich, kurz und hart. Kein Sohn, kein Messias Jesus mit göttlichen Zügen. Die Kernaussage &lt;em&gt;er zeugt nicht und wird nicht gezeugt &lt;/em&gt;lautet in meiner &lt;a href="http://www.islamicity.com/MOSQUE/ARABICSCRIPT/AYAT/112/112_3.htm"&gt;arabischen Transkription&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;lam yalid wa lam yuladu&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Konsonantenstamm Y-L-D, aus dem die beiden Worte &lt;em&gt;yalid &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;yuladu &lt;/em&gt;gebildet sind,&lt;em&gt; &lt;/em&gt;steht auch im Hebräischen für &lt;em&gt;erzeugen &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;gebären. &lt;/em&gt;Und so klingt eines der Gegenstücke der Bibel, die in ihrer Aussage genau entgegengesetzte Messias-Prophezeiung des Propheten Jesaja in Kapitel 9, Vers 5. ganz ähnlich:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;ki yeled yuled l'anu&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wörtlich: &lt;em&gt;denn ein Erzeugter ist gezeugt für uns. &lt;/em&gt;Luther übersetzt: &lt;em&gt;ein Kind ist uns geboren. &lt;/em&gt;Der Vers fährt fort &lt;em&gt;ein Sohn ist uns gegeben, ... &lt;/em&gt;und sein Name wird sein &lt;em&gt;Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.&lt;/em&gt; Ein Menschensohn mit göttlichen Attributen. Daran halten wir als Christen fest, das trennt uns vielleicht am stärksten von den Moslems.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber vielleicht können die beiden Sätze am Ende so stehenbleiben, ohne Bitterkeit zu hinterlassen - ein eigenartiger Gleichklang der Worte bei widersprüchlicher Gedanken. Und wenn es also frische Luft ist, in die der Christ am Ende des Lesens entlassen wird, dann ist es eine Luft, die er mit dem moslemischen Leser teilt und gemeinsam mit ihm einatmet. Beide wissen sie ja um das &lt;em&gt;Übel dessen, was er erschaffen&lt;/em&gt;, beide kennen die Gefahren dieser Welt. Und beide wissen auch von einer &lt;em&gt;Zuflucht. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das könnte uns mehr zusammenbringen als daß es uns trennt. Und dann könnte es uns am Ende dazu anhalten, daß wir, wie es Sure 103 sagt, &lt;em&gt;einander zur Wahrheit mahnen und zur Geduld.&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-4844789722144446572?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/4844789722144446572/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=4844789722144446572' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/4844789722144446572'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/4844789722144446572'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/10/zum-abschlu.html' title='Zum Abschluß'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-2374132679521502944</id><published>2008-10-13T21:15:00.000+02:00</published><updated>2008-10-13T21:30:14.807+02:00</updated><title type='text'>Ein falsch Gebet</title><content type='html'>Sure 105: Der Elefant&lt;br /&gt;Sure 106: Quraisch&lt;br /&gt;Sure 107: Der Beistand&lt;br /&gt;Sure 108: Der Überfluß&lt;br /&gt;Sure 109: Die Ungläubigen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Betende Menschen müssen sich oft dagegen verteidigen, daß sie aus falschen Motiven heraus ihre Gebete sprechen. Gerade diejenigen, die für das Gebet wenig erübrigen können, halten mit der Kritik an "falschen Gebeten" nicht hinter dem Berg - wie etwa in Deutschland &lt;a href="http://www.rita-goebler.de/Gedichte.html"&gt;die Jäger&lt;/a&gt;, zwischen deren Jagdtrophäen unzählige Male der Spruch aufgehängt ist &lt;em&gt;Im stillen Wald ein Blick zum Himmel, ist besser als ein falsch Gebet.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Gegen das falsche Beten hat aber auch der Koran strenge Einwände.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wehe den Betenden,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;die nachlässig in ihren Gebeten sind, &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;die nur gesehen sein wollen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;und den Beistand&lt;/em&gt; (die Almosen) &lt;em&gt;versagen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Sure 107, Verse 4 bis 7)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Einwände klingen ganz ähnlich wie das, was auch Jesus über das vortäuschende Beten gesagt hat, das Beten der &lt;em&gt;Heuchler, &lt;/em&gt;die an den &lt;em&gt;Straßenecken stehen und beten, damit sie von den Leuten gesehen werden. &lt;/em&gt;(Matthäus-Evangelium, Kapitel 6, Vers 5). Wer beten will, soll in sein &lt;em&gt;innerstes Gemach &lt;/em&gt;gehen, hat Jesus gelehrt, was Luther volkstümlich mit &lt;em&gt;Kämmerlein&lt;/em&gt; übersetzt und damit die deutsche Eigenart begründet hat, das &lt;em&gt;stille Kämmerlein &lt;/em&gt;als sprichwörtlichen Ort des Nachdenkens in Ehren zu halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Koran hat einen anderen Weg, das rechte und das falsche Gebet zu unterscheiden: ohne die praktische Zuwendung zum Mitmenschen - hier zu den auf Almosen angewiesenen Nächsten - wird ein Gebet verworfen und unter ein großes &lt;em&gt;Wehe &lt;/em&gt;gestellt. Auch hierin ist der Koran der Bibel nahe, in der es heißt &lt;em&gt;wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot &lt;/em&gt;(Jakobus-Brief, Kapitel 2, Vers 26).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann hier lange darüber nachdenken, wie sehr dieser Jakobus-Vers die christlichen Kirchen getrennt hat - die Katholiken, die ihn lieben, und die Protestanten, die ihn nur zusammen mit anderen Versen über die &lt;em&gt;Gerechtigkeit aus Glauben&lt;/em&gt;  akzeptieren wollen. Man kann hier aber auch über alle Konfessions- und Relgionsgrenzen hinweg die Erwartung einer hilfsbedürftigen Welt sehen, daß die Frommen beten &lt;em&gt;und &lt;/em&gt;handeln. Wenn sie es nicht tun, haben sie Koran &lt;em&gt;und &lt;/em&gt;Bibel zum Zeugnis gegen sich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-2374132679521502944?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/2374132679521502944/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=2374132679521502944' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/2374132679521502944'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/2374132679521502944'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/10/ein-falsch-gebet.html' title='Ein falsch Gebet'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-8381223970038547250</id><published>2008-10-13T14:00:00.003+02:00</published><updated>2008-10-13T14:16:55.993+02:00</updated><title type='text'>Zur Wahrheit mahnen und zur Geduld</title><content type='html'>Sure 100: Die Renner&lt;br /&gt;Sure 101: Die Pochende&lt;br /&gt;Sure 102: Das Streben nach mehr&lt;br /&gt;Sure 103: Der Nachmittag&lt;br /&gt;Sure 104: Der Verleumder&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit ihren drei Versen ist die Sure 103 &lt;em&gt;Der Nachmittag&lt;/em&gt; die kürzeste Sure im Koran. Sie teilt diesen Rang zwar mit den ebenfalls dreiversigen Suren 108 und 110, nimmt aber trotzdem eine prominente Stelle ein, weil es unter den ersten Gefährten des Propheten wohl Sitte war, sich diese Sure beim Abschied zu sagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Bei dem Nachmittag!&lt;br /&gt;Siehe der Mensch ist wahrlich verloren,&lt;br /&gt;außer denen, welche glauben und das Rechte tun,&lt;br /&gt;und einander zur Wahrheit mahnen und zur Geduld.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andere Übersetzungen sagen &lt;em&gt;Bei der vergehenden Zeit&lt;/em&gt;, das würde die Szene der zwei voneinander Abschied nehmenden Menschen noch deutlicher hervortreten lassen. Sie gehen mit dem Blick auf die sinkende Sonne auseinander. Dabei erinnern sie sich gemeinsam an einen weiten Weg, den die Sure mit ganz wenigen Worten beschreibt. Dieser Weg führt sie aus der Dunkelheit zum Licht – von der Vergänglichkeit der Zeit und der Verlorenheit des Menschen zum Trost des Glaubens und am Ende schließlich hin zu der Aufforderung, sich gegenseitig auf diesem Weg zu bestärken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sich gegenseitig &lt;em&gt;zur Wahrheit &lt;/em&gt;zu ermahnen und &lt;em&gt;zur Geduld&lt;/em&gt;, das könnte man als Aufgabe jeder Freundschaft ansehen, unabhängig davon, an was man glaubt. Wer alles drei kennt, Wahrheit und Geduld und dazu einen Freund, der mit gutem Rat den Weg zu beidem finden hilft, der wird eine Mitte halten können zwischen einer kalten und unduldsamen Wahrheitsbesessenheit und einer passiven, gleichgültigen Duldermentalität.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin sicher, daß wir in allen Religionen Menschen finden und bewundern können, die ihren Lebensweg auf einer solchen geraden Linie zwischen Wahrheit und Geduld gehen. Vielleicht ist es eine Aufgabe der Zukunft, nach solchen Menschen bewußt zu suchen und ihr Beispiel vielen zu zeigen. Nur so kann die Erkenntnis wachsen, daß glaubende Menschen nicht nach Radikalität streben. Sie streben nach Weisheit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-8381223970038547250?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/8381223970038547250/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=8381223970038547250' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/8381223970038547250'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/8381223970038547250'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/10/zur-wahrheit-mahnen-und-zur-geduld.html' title='Zur Wahrheit mahnen und zur Geduld'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-1915804685471155410</id><published>2008-10-13T07:30:00.001+02:00</published><updated>2008-10-13T07:39:10.784+02:00</updated><title type='text'>Iqra!</title><content type='html'>Sure 95: Die Feige&lt;br /&gt;Sure 96: Das geronnene Blut&lt;br /&gt;Sure 97: Die Macht&lt;br /&gt;Sure 98: Der deutliche Beweis&lt;br /&gt;Sure 99: Das Erdbeben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das erste Wort der nach der Tradition ersten Sure des Korans, der Sure 96, lautet &lt;em&gt;Iqra!&lt;/em&gt;, Lies! Mohammed soll nach der Überlieferung durch seine Frau Aischa diesen Befehl vom Erzengel Gabriel erhalten habe. Aischa hat später weitergegeben, daß Mohammed darauf geantwortet haben soll: &lt;em&gt;ich kann nicht lesen&lt;/em&gt;. Mohammed war Analphabet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Internet finden sich zu dem Wort &lt;em&gt;iqra&lt;/em&gt; oder seinem Stamm &lt;em&gt;qara&lt;/em&gt; die Spuren uralter Auseinandersetzungen zwischen Christen und Moslems. Wenn man das Wort eher als „Rezitiere!“ übersetzt, oder gar als „Preise!“, wie einige meinen, dann entfällt die Brücke zum Analphabetismus des Propheten und der Weg ist frei, ihm die Kenntnis früherer christlicher und jüdischer Schriften nachzuweisen, und damit möglicherweise ein Plagiat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann mich an dieser Diskussion mangels solider Kenntnisse nicht beteiligen und will es auch nicht. Ich will statt dessen auf wörtliche Parallelen in der Bibel hinweisen, wo &lt;em&gt;qara&lt;/em&gt; ebenfalls an prominenter Stelle vorkommt. Im Hebräishen ist die Bedeutung „rufen“, was natürlich auch gleichbedeutend sein könnte mit „laut lesen“, und damit also die traditionelle Interpretation des Korans bestätigen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Propheten Jesaja erscheint im berühmten Kapitel 40 im Vers 6 gleich zweimal ein Wort mit dem Stamm &lt;em&gt;qara&lt;/em&gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;qol omer: &lt;/em&gt;qera&lt;em&gt;! &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;wa amar: mah &lt;/em&gt;äqra&lt;em&gt;?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stimme eines Sprechenden: rufe!&lt;br /&gt;Und einer sagt: was soll ich rufen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies ist der Anfang von 40, Vers 6, es folgen als Antwort die häufig in Musik gesetzten gleichermaßen poetischen wie dunklen Worte &lt;em&gt;Alles Fleisch ist wie Gras.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch ganz am Anfang der Bibel steht &lt;em&gt;qara&lt;/em&gt; – hier ist es ein benennendes Rufen, ähnlich wie in älteren deutschen Texten: „ich werde Wilhelm gerufen“, also Wilhelm genannt. Mit diesem Rufen gibt Gott dem Licht und der Finsternis Namen. Den folgenden Text dürfte auch ein Araber ohne Probleme verstehen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;wa &lt;/em&gt;jiqra&lt;em&gt; elohim la’ur yom,&lt;br /&gt;we la’choschäch &lt;/em&gt;qara &lt;em&gt;lailah&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;wörtlich:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;und es rief Gott zu dem Licht Tag,&lt;br /&gt;und zu der Finsternis rief er Nacht.&lt;br /&gt;(Genesis 1,5)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das prophetische Rufen des Jesaja und das einen Namen vergebende Rufen vom Anfang der Bibel haben mit dem das Prophetenamt Mohammeds einleitende &lt;em&gt;iqra!&lt;/em&gt; gemeinsam, daß über das Aussprechen neuer Worte etwas Neues in die Geschichte eintritt, das sich über die Kraft dieser Worte seinen Weg bahnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich würde Mohammed das nie streitig machen wollen, daß er mit einer großen Botschaft an die Welt versehen wurde, auch einer neuen Botschaft. Sie weicht in vielem von der Botschaft ab, die ich als Christ gehört habe, und die für mich die Botschaft meines Herzens ist. Aber es ist doch eine Macht darin, die mit einem &lt;em&gt;iqra!&lt;/em&gt; zu Beginn angemessen angekündigt wird. Diese Macht will ich in gleichermaßen angemessener Weise respektieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-1915804685471155410?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/1915804685471155410/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=1915804685471155410' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/1915804685471155410'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/1915804685471155410'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/10/iqra.html' title='Iqra!'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-9170060709485940905</id><published>2008-10-12T21:00:00.000+02:00</published><updated>2008-10-12T23:33:45.695+02:00</updated><title type='text'>Einreden</title><content type='html'>Sure 90: Das Land&lt;br /&gt;Sure 91: Die Sonne&lt;br /&gt;Sure 92: Die Nacht&lt;br /&gt;Sure 93: Der lichte Tag&lt;br /&gt;Sure 94: Dehnten wir nicht aus?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Benediktinerpater Anselm Grün hat ein schönes kleines Buch* über den Umgang mit negativen Gedanken geschrieben. Er wendet darin den Oberbegriff &lt;em&gt;Einreden&lt;/em&gt; an – sowohl auf die dunklen Gedanken selbst als auch auf ihre positiven Entgegnungen. Das Wort &lt;em&gt;Einreden&lt;/em&gt; hat ja in der juristischen Sprache eine ähnliche Bedeutung wie &lt;em&gt;Einspruch&lt;/em&gt; – etwa in dem Sinn, daß man eine uralte Rechnung nicht mehr bezahlen muß, weil man dagegen die &lt;em&gt;Einrede der Verjährung&lt;/em&gt; erheben kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Entsprechend kann man gegen das, was einen an niederdrückenden Gedanken quält, innerlich &lt;em&gt;Einrede &lt;/em&gt;erheben. Ja, man kann sich bewußt machen, daß eigentlich jedes Wort, das unsere Gemütslage in eine bestimmte Richtung verändert – zur Zuversicht oder zur Depression, zum Optimismus oder zum Pessimismus – eine &lt;em&gt;Einrede&lt;/em&gt; in einem allgemeineren, wörtlichen Sinn ist. Wir &lt;em&gt;reden&lt;/em&gt; uns etwas &lt;em&gt;ein&lt;/em&gt;, und das kann wahr oder falsch, passend oder unpassend sein, wir merken aber in jedem Fall, wenn wir aufmerksam sind, daß es eine Auswirkung auf unsere Grundstimmung hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einreden beginnen bei den einfachen Worten der Kindheit – „meine Mutter hat immer gesagt…“ – und enden bei hohen Worten aus dem Schatz des Glaubens. Sie kommen und gehen in unserem Kopf meistens nach ihren eigenen Gesetzen, auf die wir keinen Einfluß haben. Allerdings besteht unsere Möglichkeit, ihren Strom zu steuern, immerhin darin, gute Einreden zu kennen, mit denen man den schlechten begegnen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich ein Koranwort für besonders geeignet halte, in diesem Sinn eine gute Einrede zu bilden, dann das folgende Wort aus Sure 94, Vers 5:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Denn siehe mit dem Schweren kommt das Leichte.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erwarte deshalb mit Zuversicht die Bestätigung von Herrn Öztaş, daß die &lt;a href="http://www.islamicity.com/MOSQUE/ARABICSCRIPT/AYAT/94/94_5.htm"&gt;Übersetzung&lt;/a&gt;, die mir IslamiCity auch für die türkische Sprache liefert&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Zorlukla beraber kolaylιk vardir.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;zu seinem nationalen Schatz guter Einreden gehört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens gibt es eine ganz ähnlich lautende Stelle in Sure 65, es heißt dort in Vers 7:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Nach Schwierigkeit gibt Gott Leichtigkeit.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Unterschied zu Sure 94 besteht in der Einbeziehung Gottes in das Naturgesetz des Wechsels von Schwer und Leicht. Man könnte fragen: ist das Wort nur &lt;em&gt;mit Gott&lt;/em&gt; denkbar oder darf auch der Ungläubige sich an solchen und ähnlichen Worten trösten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ähnliche Parallelworte, die man im Wechsel mit oder ohne Gott denken kann, gibt es auch in der Bibel. So wollen etwa einige Verhaltensforscher herausgefunden haben, daß es auch ohne Einbeziehung Gottes vernünftig ist, sich an das Jesus-Wort zu halten &lt;em&gt;wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar &lt;/em&gt;(Matthäus-Evangelium Kapitel 5, Vers 39) Angeblich soll das Anbieten eines schutzlosen Körperteils selbst im Reich der Raubtiere den „Beißreflex“ unterdrücken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ähnlich halten andere die Predigt, die Jesus über die falschen Sorgen hält, ebenfalls für allgemeingültig: &lt;em&gt;Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. &lt;/em&gt;(Matthäus 6, 28 – 29)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In meiner Jugend haben wir darüber gestritten, ob solche und ähnliche Verse „mit Gott“ oder „ohne Gott“ zu interpretieren sind. Heute meine ich im Sinne der &lt;em&gt;Einreden&lt;/em&gt;, daß es darauf gar nicht ankommt. Wenn die innere Stimme sich Gehör verschaffen will, muß ein bestimmter Glaube hinzutreten und der Stimme helfen. Vielleicht liegt hier der Anfang eines Weg zu Gott.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* Anselm Grün, &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Einreden-Umgang-mit-den-Gedanken/dp/3878681666"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Einreden&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;, 2001 im Verlag der Abtei Münsterschwarzach bei Würzburg&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-9170060709485940905?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/9170060709485940905/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=9170060709485940905' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/9170060709485940905'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/9170060709485940905'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/10/einreden.html' title='Einreden'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-254990181313092904</id><published>2008-10-12T08:00:00.002+02:00</published><updated>2008-10-12T08:33:25.415+02:00</updated><title type='text'>Zeichen am Himmel</title><content type='html'>Sure 85: Die Türme&lt;br /&gt;Sure 86: Der Nachtstern&lt;br /&gt;Sure 87: Der Höchste&lt;br /&gt;Sure 88: Die Bedeckende&lt;br /&gt;Sure 89: Die Morgenröte&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es stimmt, daß die großen Religionen aus der Wüste kommen, dann geben uns drei der oben genannten fünf Suren (&lt;em&gt;Die Türme&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Der Nachtstern &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;Die Morgenröte) &lt;/em&gt;mit ihrem an den nächtlichen Wüstenhimmel gerichteten Blick sicherlich einen sinnlichen Eindruck aus der Zeit der Entstehung des Korans. Reisende berichten uns ja immer wieder von den zum Greifen nahen Sternen am klaren Himmel der Wüste. Dies ist die Welt, aus der die ersten Suren kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Die Türme&lt;/em&gt; sind nach einer anderen Übersetzung die &lt;em&gt;Konstellationen&lt;/em&gt; der zwölf Sternbilder des Tierkreises, zwölf Burgen, zwölf Forts. &lt;em&gt;Der Nachtstern&lt;/em&gt; (Sure 86) ist ein Bild für alle Sterne, die mit ihrem Licht den Weg zur Erde &lt;em&gt;durchbohren&lt;/em&gt; und daran erinnern, daß wir im Universum nicht allein sind. &lt;em&gt;Jede Seele hat über sich einen Hüter &lt;/em&gt;(Sure 86, Vers 3), das will das Zeichen des Nachtsterns bedeuten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Tierkreiszeichen, der Stern und auch die Morgenröte (Sure 89) sind hier alle jeweils Teil einer Schwurformel, auf die dann immer eine Wahrheit folgt, die offenbar von den Gegnern Mohammeds zuvor bestritten wurde. In der Sure &lt;em&gt;Morgenröte&lt;/em&gt; folgt auf den Schwur die Frage: &lt;em&gt;Ist hierin ein Schwur für die Einsichtsvollen? &lt;/em&gt;(Vers 4)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zeichen am Himmel werden als sichtbare Beweise, als ewige Wahrheitsschwüre für die Existenz Gottes angesehen. Deshalb führt die Betrachtung des Himmels zur Ehrfurcht. Das hat eine lange Tradition, die so lange wirkt, wie es Menschen gibt, die den Nachthimmel betrachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst der rationale Philosoph Kant hat innerlich bewegt zum Himmel geschaut und die berühmten Worte geprägt: &lt;em&gt;Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je älter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der gestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nirgendwo ist der Himmel klarer und näher als über einer Einöde von Sand oder Wasser. Deshalb ist es gut vorstellbar, daß Mohammeds lange nächtliche Gebete in der Einsamkeit, in der Zeit vor seiner Berufung, immer wieder um die Bilder gekreist sind, die ihm der zum Greifen nahe Himmel über der Wüste geliefert hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sind die Bilder, die auch Mose in seiner Zeit als Schafhirte in Midian gesehen hat, ebenso wie Jesus bei seinem 40tägigen Fasten in der Wüste, Sternzeichen, &lt;em&gt;Türme&lt;/em&gt; am  Himmel, funkelnde Planeten, der rote Horizont des heraufziehenden Morgens. Ob die Bilder, die heute noch in vollkommen gleicher Weise am Himmel zu sehen sind, neue Generationen ebenso inspirieren können wie damals?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-254990181313092904?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/254990181313092904/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=254990181313092904' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/254990181313092904'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/254990181313092904'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/10/zeichen-am-himmel.html' title='Zeichen am Himmel'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-1236346593668917999</id><published>2008-10-11T18:00:00.004+02:00</published><updated>2008-10-11T18:19:07.441+02:00</updated><title type='text'>An jenem Tag</title><content type='html'>Sure 80: Er runzelte die Stirn&lt;br /&gt;Sure 81: Das Zusammenfalten&lt;br /&gt;Sure 82: Das Zerspalten&lt;br /&gt;Sure 83: Die das Maß verkürzenden&lt;br /&gt;Sure 84: Das Zerreißen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;An jenem Tag werden strahlende Gesichter sein,&lt;br /&gt;lachende und fröhliche.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Sure 80, Verse 38 und 39)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So fröhlich wie hier findet man den Koran nicht oft, auch wenn man die Wonnen des Paradieses &lt;em&gt;durcheilt von Bächen&lt;/em&gt; natürlich als mit ewiger Fröhlichkeit erfüllt immer vor Augen haben kann. Aber die andere Seite will ja ebenfalls gesehen sein, und sie soll als ernste Warnung wieder und wieder gepredigt werden:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und an jenem Tag werden staubbedeckte Gesichter sein,&lt;br /&gt;bedeckt von Schwärze.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Sure 80, die unmittelbar folgenden Verse 40 und 41)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist die ernste Kehrseite der Fröhlichkeit des Paradieses. Über den Tag, an dem sich die Wege der Menschen in eine der beiden Richtungen trennen sagt Sure 81:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dann wird jede Seele wissen, was sie getan hat.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Sure 81, Vers 14 )&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider hat mein Searchtruth gerade zu diesem Vers keinen Kommentar, einem Vers, der fast wie eine Sterbeglocke ehern und düster über diesem letzten Tag erklingt (in Sure 82, Vers 5 wird er fast wörtlich wiederholt). Man würde gerne mehr erfahren, denn der an feste Gebote und Regeln gewohnte Christ fragt beim Lesen des Korans in zunehmendem Maße, was denn am Ende das Gute und Schlechte sein wird, das &lt;em&gt;an jenem Tag&lt;/em&gt; gewogen wird und vor allem: wie es gewogen und bewertet wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Koran hat nach meinem Eindruck ein großes erzieherisches Ziel und entläßt den Gläubigen deshalb nicht aus der Unsicherheit, daß selbst ein ausreichendes Maß an guten Taten und selbst die Erwartung eines barmherzigen Gottes (wie er beginnend mit den ersten Worten von Sure 1 angerufen wird) ihn sicher sein lassen kann, eines Tages den Weg ins Paradies antreten zu dürfen. Er soll bis zum letzten Atemzug darum bemüht sein, sich dieses Paradieses würdig zu erweisen und genügend Abstand zu denen zu halten, denen &lt;em&gt;Dschehenna &lt;/em&gt;beschieden sein wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerne würde man auch im Koran eindeutig die Erlösung garantierende Worte lesen wie &lt;em&gt;alle, die an ihn glauben, gehen nicht verloren, sondern haben ewiges Leben&lt;/em&gt; (Johannes-Evangelium Kapitel 3, Vers 16). Aber diesen einfachen Weg lehnt der Koran ab. Es ist nicht auszuschließen, daß er dabei das Bild der Christen vor sich hat, die 600 Jahre nach dem Hören dieser Worte in gleichgültiger Erwartung eines garantierten Paradieses leben und aufgehört haben, ihrer Umgebung ein Licht zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist natürlich Spekulation, aber über das Wissen, &lt;em&gt;was jede Seele getan hat&lt;/em&gt; und was daraus folgt, könnten Moslems und Christen fruchtbar miteinander ins Gespräch kommen und sich gegenseitig fragen und sagen, was denn in Zukunft auf dieser Welt zu tun sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende von Sure 82 heißt es:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Was lehrt dich wissen, was der Tag des Gerichts ist?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Vers 17)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Frage hat eine gewissermaßen rhetorische Form, die am Ende des Korans häufiger vorkommt, bezogen auf verschiedene Inhalte. Sie ist rhetorisch, weil sie in der Regel nicht in ihrem direkten Sinn beantwortet wird. Am Ende von Sure 82 steht sie gleich zweimal .&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, möchte man sagen, wie kommen wir hier zu einem sicheren Wissen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-1236346593668917999?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/1236346593668917999/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=1236346593668917999' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/1236346593668917999'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/1236346593668917999'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/10/jenem-tag.html' title='An jenem Tag'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-1414804778584928845</id><published>2008-10-10T18:45:00.004+02:00</published><updated>2008-10-11T18:02:39.425+02:00</updated><title type='text'>Kismet</title><content type='html'>Sure 75: Die Auferstehung&lt;br /&gt;Sure 76: Der Mensch&lt;br /&gt;Sure 77: Die Entsandten&lt;br /&gt;Sure 78: Die Kunde&lt;br /&gt;Sure 79: Die Entreißenden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wer da will, der nimmt zu seinem Herrn einen Weg.&lt;br /&gt;Doch könnt ihr ihn nicht wollen, es sei denn, daß Gott will.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;(Sure 76, Verse 29 und 30)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesen beiden Versen begegnet dem Leser ein Anklang an das, was ein schicksalhafter, gottergebener, ja vielleicht sogar „fatalistischer“ Zug im Glauben der Moslems sein könnte – &lt;em&gt;Kismet&lt;/em&gt; eben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor man sich sein ererbtes christliches Wissen über angeblich irrationale moslemische Charakterzüge an dieser Stelle vorschnell bestätigen läßt, sollte man daran denken, daß die obigen Koranworte – 34 Seiten vor Ende des fast 600 Seiten starken Buchs – nur wenige Parallelstellen im Koran haben, im Gegensatz zu vielen anderen Versen. Mir ist zumindest keine Stelle in Erinnerung, in der ich vorher etwas Einprägsames darüber gelesen habe, was geschieht, wenn der Wille eines Menschen mit dem Willen Gottes konkurriert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich vermute deshalb nicht, daß wir hier vor einer sehr zentralen Aussage des Korans stehen. Gewiß, Gott ist allmächtig und kann auch unseren Willen bezwingen, aber die endlosen Ermahnungen an den Menschen, seine Macht doch nun endlich anzuerkennen, gehen alle ganz augenscheinlich davon aus, daß es eine Anerkennung unter Zwang nicht gibt. Der Mensch ist gerade gegenüber Gott in höchstem Maße frei und deshalb auch in höchstem Maße verantwortlich. Die &lt;em&gt;Dschehenna&lt;/em&gt; wartet regelmäßig am Ende der Kette von menschlichen Fehlentscheidungen, &lt;em&gt;und schlimm ist die Fahrt dorthin&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Entsprechend interpretiert auch mein kluger &lt;a href="http://www.searchtruth.com/tafsir/tafsir.php?chapter=76"&gt;Kommentator in Searchtruth&lt;/a&gt; den Vers 30 so, daß Gott in die Entscheidungen des Menschen nur sozusagen eingrenzend eingreift. Der Mörder wird einen Mord begehen, vielleicht auch mehrere, aber Gott begrenzt seine Macht so, daß er am Ende nicht alle Menschen ums Leben bringt. Der Dieb kann stehlen, aber unter Gottes Oberaufsicht kann er sein übles Wirken nicht auf die ganze Welt ausdehnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gott kann den Willen des Menschen begrenzen, kann wollen, daß der Mensch nicht will. Aber das stellt den Menschen nicht auf ein Schachbrett, auf dem nur Gott allein die Figuren bewegt. Für die meisten Spielzüge trägt der Mensch die ausschließliche Verantwortung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Kismet&lt;/em&gt; ist deshalb vermutlich eher ein arabisches Wort, an dem sich volkstümliche Ängste und Hoffnungen festmachen lassen - so wie &lt;em&gt;Schicksal&lt;/em&gt; ein ähnliches, vielleicht sogar typisches deutsches Wort ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine englische &lt;a href="http://www.searchtruth.com/search.php?keyword=fate&amp;amp;translator=5&amp;amp;search=1"&gt;Koran-Konkordanz&lt;/a&gt; zeigt für &lt;em&gt;fate&lt;/em&gt; nur insgesamt vier Einträge, alle vier meinen ein bestimmtes historisches &lt;em&gt;Geschick&lt;/em&gt;, das einem Volk konkret widerfahren ist (wie etwa dem Volk Noahs in Sure 11, Vers 89). Die &lt;a href="http://www.islamicity.com/MOSQUE/ARABICSCRIPT/AYAT/11/11_89.htm"&gt;Transkription von IslamiCity&lt;/a&gt; legt nahe, daß hier im Arabischen auch nicht &lt;em&gt;Kismet&lt;/em&gt; steht sondern ein anderes Wort. Entsprechend erscheint auch in der &lt;a href="http://www.searchtruth.com/showWords.php?translator=6&amp;amp;data_char=K&amp;amp;start=400"&gt;Transliteration&lt;/a&gt; der bereits erwähnten Konkordanz &lt;em&gt;Kismet &lt;/em&gt;kein einziges mal&lt;em&gt;.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in der Lutherbibel findet sich das Wort &lt;em&gt;Schicksal &lt;/em&gt;nicht. Nach meinem Eindruck ist der „Fatalismus“, der den Moslems (aber sicherlich auch manchen Christen) angedichtet wird, eher eine Erfindung von religionsfremden Menschen, denen es undenkbar erscheint, daß man unter Gottes Himmel frei leben kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann es aber, und man sollte – das legt der Koran von der ersten bis zur letzten Seite nahe – dabei in gleichem Maße verantwortlich leben, wie man die Freiheit des eigenen Willens gegen Eingriffe von außen schützt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-1414804778584928845?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/1414804778584928845/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=1414804778584928845' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/1414804778584928845'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/1414804778584928845'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/10/kismet.html' title='Kismet'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-7995544319425647308</id><published>2008-10-09T22:15:00.004+02:00</published><updated>2008-10-09T22:57:37.028+02:00</updated><title type='text'>Nicht so die Betenden</title><content type='html'>Sure 70: Die Stufen&lt;br /&gt;Sure 71: Noah&lt;br /&gt;Sure 72: Die Dschinn&lt;br /&gt;Sure 73: Der Verhüllte&lt;br /&gt;Sure 74: Der Bedeckte&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sure 74 ist nach der Tradition zusammen mit Sure 96 die älteste Sure, die Mohammed offenbart wurde. Dies geschah um das Jahr 610 herum, Mohammed war damals etwa 40 Jahre alt. Folgt man der Tradition, daß Sure 96 am Anfang steht, dann wäre Sure 74 als zweite erst nach einer monatelangen Pause gefolgt, einer Pause, in der Mohammed offenbar in tiefer Ungewißheit über sein Prophetenamt gelebt hat. Als ihm dann eines Tages der Engel Gabriel erneut erschien, ist Mohammed nach Haus geflüchtet, hat sich ins Bett gelegt und seinen Angehörigen befohlen „Deckt mich zu! Deckt mich zu!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus dieser Situation ruft ihn Sure 74 heraus:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;O du Bedeckter,&lt;br /&gt;steh’ auf und warne.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Vers 1 und 2)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Leser des Korans macht bei seinem Lesen einen zeitlichen Weg über etwa 30 Jahre zurück. Die ersten Suren beginnen in Medina, wo Mohammed zwischen 622 und 630 lebt, die letzten enden wie gesagt in dem Mekka der Jahre um und nach 610. Der Vorteil dieses Rückwärtslesens besteht darin, daß sozusagen die ausführliche und deshalb leichter verständliche Botschaft zuerst kommt und erst später eine Art Konzentrat folgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man gegen Ende des Korans zu den frühen Suren gelangt, dann kennt man also bereits viele Gedanken vom Beginn des Korans und lernt jetzt ihre ursprüngliche, oft in eher knappen Worten dargestellte Bedeutung kennen. So gibt es in Sure 70 ein Bild des jüngsten Tages, das in seiner Kraft und Prägnanz das meiste, was vorher gesagt wurde, noch übertrifft:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;An jenem Tage wird der Himmel sein wie geschmolzenes Erz&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;(Vers 8)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesem Urereignis werden in Sure 70 die Menschen in ihrer grauen Beschränktheit gegenübergestellt. Sie haben nichts vorzuweisen, was ihnen an diesem Tag Schutz bieten könnte. Im Gegenteil, sie sind schon hier auf der Erde kleinlichen Gefühlsschwankungen unterworfen, mutlos bei Schwierigkeiten, &lt;em&gt;knauserig&lt;/em&gt; im Glück. So ist der Mensch! sagt Sure 70 in den Versen 19 – 21, fügt dann aber in einer plötzlichen Wendung an:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Nicht so die Betenden.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Vers 22)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man wird hier erneut daran erinnert, daß Mohammed den Gläubigen eigentlich neben der Furcht vor Gott und vor dem Gericht am Ende der Zeiten nur zwei Dinge unmittelbar ans Herz legt: das Gebet und die Armenspende. Dem wird wenig hinzugefügt, klare Gebote und Verbote im Sinne des mosaischen Gesetzes oder des &lt;em&gt;Liebe deinen Nächsten wie dich selbst&lt;/em&gt; sind offenkundig nicht der Stil des Korans.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mohammeds Lehre ist dafür aber eine Renaissance des Gebetes. Die Christen übersehen das oft, weil sie sich an den formalisierten Gebeten stören und die komplizierte Abfolge von unterschiedlichen Gebetshaltungen nicht verstehen. Sie vermuten dahinter eine weitestgehend von eigenen Gedanken und Wünschen befreite Haltung, die eher einem Untertanen ansteht, nicht aber einem freien Gegenüber Gottes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herr Öztaş sieht das ganz anders. Er betet, wie er mir sagt, für sehr konkrete Anliegen, er betet sogar – es rührt mich sehr – auch für mich und meine Familie. Sein Leben ist von Gebet durchdrungen, und ich glaube ihm, daß er nicht nur mit seinem Körper betet, sondern auch mit seinem hellwachen Geist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine alte jüdische Tradition verlangt von den innerlich Betenden eine sichtbare äußere Beteiligung. Zumindest die Lippen sollen sich bewegen, am besten der ganze Mensch, und so beten die frommen Juden in Jerusalem an der alten Westmauer des Tempels oft in wiegenden, manchmal ruckartigen Bewegungen, gerade so, als wollte ihr Körper den Geist wach halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß ein solches Wachhalten notwendig ist, weiß niemand besser als ein Christ, der – gewohnt an stille, reglose Gebete – immer wieder den roten Faden seines stummen Gebets verliert und ihn dann wieder neu finden und aufnehmen muß. Nichts läßt den Geist unruhiger schweifen als der Vorsatz, eine bestimmte Zeit im Gebet zu verbringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch ich bete gelegentlich (laut, am Frühstückstisch bei der Morgenandacht mit meiner Frau) für Herrn Öztaş und seine Familie, bete auch für seine besondere säkulare Aufgabe in seiner Heimatstadt, über die an einem anderen Ort noch zu berichten wäre. Alle drei Religionen des Buches rufen zum Beten auf. Ich fühle mich denen, die diesem Ruf folgen, in meinem Herzen verbunden – egal ob sie es im Stehen, Sitzen, Knien oder Liegen tun, in Jerusalem in Rom oder Mekka, still oder bewegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer ernsthaft betet, sucht Gott, wer Gott sucht, von dem läßt er sich finden. So sagt es der biblische Prophet Jeremia in seinem Buch, &lt;a href="http://www.biblegateway.com/passage/?search=jeremia%2029&amp;amp;version=10"&gt;Kapitel 29, Vers 13 und 14.&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-7995544319425647308?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/7995544319425647308/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=7995544319425647308' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/7995544319425647308'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/7995544319425647308'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/10/nicht-so-die-betenden.html' title='Nicht so die Betenden'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-4869202311627435367</id><published>2008-10-08T20:30:00.004+02:00</published><updated>2008-10-08T20:57:09.552+02:00</updated><title type='text'>Der menschliche Prophet</title><content type='html'>Sure 65: Die Scheidung&lt;br /&gt;Sure 66: Das Verbot&lt;br /&gt;Sure 67: Das Reich&lt;br /&gt;Sure 68: Die Feder&lt;br /&gt;Sure 69: Die Unvermeidliche&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von den letzten 50 der insgesamt 114 Suren werden nur noch fünf (65, 66, 76, 98 und 99) der Zeit in Medina zugerechnet, alle anderen sind aus der frühen Mekka-Periode, also aus den anfechtungsreichen, ja gefährlichen „Gründerjahren“ des Propheten. Diese Jahre beginnen etwa 609 und enden 13 Jahre später mit der Auswanderung nach Medina im Jahre 622, dem Jahr 1 der islamischen Zeitrechnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Suren aus der Zeit in Mekka sind meist kürzer und enthalten in der Regel keine ausführlich ausgearbeiteten Lebens- und Verhaltensregeln, wie sie später für eine sich ständig vergrößernde Gemeinde in Medina notwendig waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als eine typische frühe Mekka-Sure sieht mein, in seinen Fußnoten oft auch kräftig kommentierender Übersetzer von 1901, Max Henning, die Sure 68 an. Sie beginnt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Bei der Feder und was sie schreiben,&lt;br /&gt;du bist nicht, bei der Gnade deines Herrn, besessen!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Vers 1 und 2)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mohammed muß zu Beginn seines Wirkens also offenbar auf eine grundsätzliche Weise getröstet und bestärkt werden. Wenn er das alles an sich heranläßt, was seine Gegner an Bösem über ihn verbreiten, ist er mit seiner Kraft bald am Ende. Deshalb bestärkt ihn die Sure:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Du bist wahrlich von edler Natur,&lt;br /&gt;und du sollst schauen und sie sollen schauen,&lt;br /&gt;wer von euch der Verrückte ist.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Verse 4 bis 6)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier ist der Prophet als ein ganzer Mensch sichtbar, dessen Anfechtungen durch üble Nachrede genauso wenig verschwiegen werden wie die Kritik der jüdischen Zeitgenossen am &lt;em&gt;Fresser und Weinsäufer&lt;/em&gt; Jesus (Matthäus 11,19). Bibel und Koran sind sich hier in ihrer schnörkellosen Aufrichtigkeit durchaus ähnlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anders als bei Jesus muß allerdings bei Mohammed die Kritik nicht bis zum Ende widerlegt werden. Mohammed behauptet ja nicht, von göttlichem Ursprung zu sein, deshalb kann er eigentlich auch Fehler machen. Das geschieht etwa in Sure 66. Dort hat er aufgrund von Vorwürfen seiner Frauen von sich aus den Trennungsstrich zu einer schönen Sklavin gezogen, mit der er ehelich verkehrte. Aber die Sure korrigiert ihn:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;O Prophet, warum verbietest du, was Gott dir erlaubt hat?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Vers 1)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein irrender, ein über das Ziel hinausschießender Prophet ist also vom Koran her durchaus denkbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor diesem Hintergrund ist mir weiterhin nicht klar, warum die Moslems trotzdem an einer fast göttlichen Unfehlbarkeit und Makellosigkeit Mohammeds festhalten. Er wird ja doch einerseits immer wieder ganz fest in eine irdische Geschichte eingebunden, die historische Situation jeder Sure wird von den Kommentatoren genauestens abgeklopft. Aber andererseits entsteht am Ende dann doch das Bild eines Mannes, den man wie einen mittelalterlichen christlichen Heiligen im milchigen Lichtschein seiner Heiligkeit ohne Einschränkungen und Makel verehrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heilige haben eine sie verklärende „Legende“, so war es früher. Aber damit hat zunächst die Evangelische Kirche ab 1500 und dann die Aufklärung ab 1750 gründlich aufgeräumt und historische Fakten an den Stellen gefordert, wo man früher Sagenbilder hatte. Ich will nicht sagen, daß auch die Geschichten von Mohammed ins „legendäre“ abdriften, dafür arbeiten die Kommentatoren wie gesagt zu kritisch an den historischen Details. Aber mir erscheint am Ende ein Glaube zu stehen, der sich von den eben noch erarbeiteten historischen Details dann doch wieder vollkommen löst. Er wird zu einem reinen Glauben, einem bewußt unhistorischen Glauben, der Mohammed in einem so hellen Licht sieht, daß ihn kein anderes menschliches Wesen auch nur annähernd erreicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sehe darin ein Paradox, für das es allerdings eine christliche Parallele gibt. Vielleicht gehen in dieser Frage das Dogma und der Glaube ganz ähnlich überkreuz wie bei einer wichtigen, die beiden großen Kirchen trennenden Frage: die Katholischen behaupten, daß man nur durch gute Werke in den Himmel kommt, die Evangelischen dagegen sagen &lt;em&gt;allein durch den Glauben&lt;/em&gt;. Aber - platt gesagt -  die Katholiken tun dann gar nichts (und glauben an Gottes Gnade), während die Evangelischen &lt;em&gt;rastlos werkgerecht&lt;/em&gt; sind*.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Behaupten also entsprechend auch die Christen einen &lt;em&gt;Gott &lt;/em&gt;Jesus und lassen ihn in der Praxis so sehr Mensch sein, daß er gegen jede Art von kritischer Herabsetzung hier auf Erden völlig ungeschützt und ohen Hilfe ist? Und glauben die Moslems an den &lt;em&gt;Menschen &lt;/em&gt;Mohammed, aber machen ihn dann doch so über alles Menschliche erhaben, daß selbst die kleinste Beleidigung seiner Person eine weltweite Empörung auslöst?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann nicht beweisen, daß es so ist. Aber ich sehe hier doch andeutungsweise einen Ansatz für zukünftige Strategien, mit denen man Streit vermeiden und gegenseitiges Vertrauen erneuern kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* den Gedanken zitiert Carl Friedrich von Weizsäcker in seinem Buch &lt;em&gt;Der Garten des Menschlichen" (1978) &lt;/em&gt;als Aussage von Wilhelm Kütemeyer&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-4869202311627435367?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/4869202311627435367/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=4869202311627435367' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/4869202311627435367'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/4869202311627435367'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/10/der-menschliche-prophet.html' title='Der menschliche Prophet'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-8005629897584453497</id><published>2008-10-07T20:00:00.000+02:00</published><updated>2008-10-08T20:50:19.779+02:00</updated><title type='text'>In fremden Gärten</title><content type='html'>Sure 62: Die Versammlung&lt;br /&gt;Sure 63: Die Heuchler&lt;br /&gt;Sure 64: Der gegenseitige Betrug&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Titel der Sure 64 &lt;em&gt;At Taghabun &lt;/em&gt;ist offenbar schwer ins Deutsche zu übertragen. Der Übersetzer Rassoul hat "Die wechselseitige Ab- und Zunahme" gewählt, Henning mit seiner Vorliebe für farbige Formulierungen schreibt "Der gegenseitige Betrug". Richtig ist an beiden Versionen, daß der Tag des jüngsten Gerichts als ein Tag des Ausgleichs zwischen Guten und Bösen angesehen wird, in dem tatsächlich den einen das weggenommen wird, was den anderen zusteht, und umgekehrt. Vielleicht sollte man modern "Die Transaktion" übersetzen und damit die negative Assoziation verhindern, die das Wort Betrug mit sich bringt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings legt auch der wie immer ausführliche und einleuchtende &lt;a href="http://www.searchtruth.com/tafsir/tafsir.php?chapter=64"&gt;Kommentar von &lt;em&gt;Searchtruth&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; an dieser Stelle nahe, daß es zumindest einige Lesarten gibt, welche den für viele überraschend kommenden Tausch der Plätze in Himmel und Hölle wie ein falsches Geschäft erscheinen lassen, eben wie einen Betrug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich halte mich hier nur aus einer gewissen Beharrlichkeit weiter an der Henning-Übersetzung, es ist bei Wanderungen wie dieser besser, wenn man nicht ständig springt. Was allerdings mein Urteil über die Korrektheit der Überlieferungen und meine Kritik an einzelnen Auslassungen und Zufügungen des Korans betrifft, so will ich in Zukunft vorsichtiger sein als bisher. Ich befinde mich da, wie ich mehr und mehr verstehen lerne, in einem fremden Garten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So hat meine voreilige Erwähnung der angeblich &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_satanischen_Verse"&gt;weggelassenen Verse in Sure 53&lt;/a&gt; Herrn Öztaş nicht gefallen, ich habe mich bei ihm dafür entschuldigt und tue es hier nochmals. Er empfindet sie als Diffamierung seines Glaubens und ich folge ihm darin. Daran ändert auch die Tatsache nichts, daß sowohl Searchtruth in einem &lt;a href="http://www.searchtruth.com/tafsir/tafsir.php?chapter=22"&gt;Kommentar zu Sure 22&lt;/a&gt; als auch Wikipedia in einem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_satanischen_Verse"&gt;Artikel über die Frage dieser Verse&lt;/a&gt; seriöse islamische Quellen zitiert, welche zumindest das Gerücht in die Welt gebracht haben, Mohammed habe sich - möglicherweise sogar aus Versehen - an einer bestimmten Stelle einmal zu gunsten dreier polytheistischer Gottheiten geäußert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne in den Streit darüber eingreifen zu wollen, kann klar gesagt werden, daß es sich um einen Gedanken handelt, der im krassen Gegensatz zu allem steht, was Mohammed sonst gepredigt hat. Nun ergreife ich hier allerdings auch im eigenen Interesse die Partei der in ihren Gefühlen gekränkten Moslems*, denn auch manches an meinen Gefühlen wird angegriffen, wenn es umgekehrt die moslemischen Gelehrten allzu bunt mit der Bibel treiben. Auch sie sollen, wenn sie in meinem Garten arbeiten, den nötigen Respekt erkennen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um es konkret zu sagen werbe ich dafür, die Prophezeiungen über &lt;em&gt;den Propheten &lt;/em&gt;aus Deuteronomium (5. Mose) 18, Vers 15 und folgende - &lt;em&gt;Einen Propheten wie mich (Mose) wird dir JHWH, dein Gott aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, erstehen lassen - &lt;/em&gt;nicht vorschnell den Juden und Christen streitig zu machen und auf Mohammed zu übertragen. So tut es der von mir sehr geschätzte moslemische Theologe und Philosoph &lt;a href="http://de.fgulen.com/"&gt;Fethulla Gülen&lt;/a&gt; (siehe Herrn Öztaş &lt;a href="https://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;amp;postID=2902386239541933955"&gt;Kommentar zu Suren 58 - 61&lt;/a&gt;, der Gülen zitiert).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lade ein, das einleitende Kapitel zum &lt;a href="http://www.amazon.de/Jesus-von-Nazareth-Jordan-Verkl%C3%A4rung/dp/3451298619/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;amp;s=books&amp;amp;qid=1223323322&amp;amp;sr=1-1"&gt;Buch des Papstes über Jesus&lt;/a&gt;, das im vergangenen Jahr erschienen ist, in seiner schönen, anschaulichen Sprache zu lesen**. Hier wird auf wenigen Seiten entfaltet, warum man Jesus nur versteht, wenn er als der Moses-Nachfolger und -Vollender begriffen wird. Vielleicht wird man es eines Tages als das Geschenk der Christen an alle Welt ansehen, daß sie es gewagt haben, zu glauben, Gott könne die unendliche Distanz zwischen ihm und den Menschen dadurch aufheben, daß er erneut einen &lt;em&gt;Freund &lt;/em&gt;erstehen lassen würde wie es Mose einer war***.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Freund sollte allerdings von den Beschränkungen des Mose frei sein und deshalb Gott &lt;em&gt;von Angesicht zu Angesicht &lt;/em&gt;sehen und einen neuen und höheren Bund zwischen Gott und Menschen vermitteln können (Hebräerbrief 9, Vers 15 im Neuen Testament). Dies war nur in der Wesensgleichheit mit Gott möglich. Für diese Gleichheit steht Jesus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das also ist "mein" Garten. Wer ihn betrachten will, soll die Pflanzen darin leben lassen. Aber das gilt auch für den Garten, den meine moslemischen Nächsten kultivieren. Auch ihre Pflanzen will ich achten, ja mich dafür einsetzen, daß sie geschützt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* natürlich nicht die Partei der &lt;em&gt;Fatwa,&lt;/em&gt; die 1989 als eine Art Todesurteil von Teheran gegen Salman Rushdie verhängt wurde, der aus der ganzen Sache bekanntlich &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Die-satanischen-Verse-Salman-Rushdie/dp/3499242575/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;amp;s=books&amp;amp;qid=1223321817&amp;amp;sr=8-1"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;einen kompletten Roman&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; gemacht hatte. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;** gerne verschicke ich eine pdf-Datei der acht Seiten, der Herder-Verlag möge mir verzeihen (Anfragen an runkel at runkel.de). Ich habe seinerzeit auch zu diesem Buch &lt;a href="http://benedikt-jesus.blogspot.com/2007_04_26_archive.html"&gt;einen eigenen Blog&lt;/a&gt; geschrieben, der einiges verkürzt zusammenfaßt, der aber das Leseerlebnis in keiner Weise ersetzt. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*** Exodus (2.Mose) 33, Vers 11 sagt &lt;em&gt;Und JHWH redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, so wie ein Mann mit seinem Freund redet, &lt;/em&gt;allerdings muß es eine verhüllte Nähe gewesen sein, wie Vers 23 im selben Kapitel nahelegt.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-8005629897584453497?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/8005629897584453497/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=8005629897584453497' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/8005629897584453497'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/8005629897584453497'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/10/in-fremden-grten.html' title='In fremden Gärten'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-2902386239541933955</id><published>2008-10-06T07:30:00.001+02:00</published><updated>2008-10-06T10:35:50.810+02:00</updated><title type='text'>Missing Link</title><content type='html'>Sure 58: Die Streitende&lt;br /&gt;Sure 59: Die Auswanderung&lt;br /&gt;Sure 60: Die Schlachtordnung&lt;br /&gt;Sure 61: Die Versammlung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Welt der drei "Religionen des Buches" ist es selbstverständlich, daß die ältesten Mitglieder, die Juden, nur eins der drei Bücher als gültig anerkennen, die Christen zwei und die Moslems drei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebenso selbstverständlich ist es, daß die Christen Hinweise im ersten Buch, dem Alten Testament, finden, die das zweite Buch, das Neue Testament, mit seinem Vorläufer verbinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für einen Moslem ist dann konsequenterweise auch der nächste Schritt logisch: Altes und Neues Testament enthalten nach seiner Vorstellung auch Hinweise auf das dritte und letzte Buch, den Koran. An dieser Stelle reiben sich allerdings Juden und Christen ausnahmsweise einmal gemeinsam ungläubig die Augen. Wo, fragen sie, sollen solche Hinweise zu finden sein?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß die Christen im Alten Testament wörtliche Hinweise auf den Messias, den Christus, wie er griechisch heißt, in reichem Maße finden, bestreiten die Juden nicht. Sie deuten die entsprechenden Stellen nur fundamental anders, indem sie Jesus die Messias-Würde absprechen. Aber wo, so fragt man sich sozusagen in Jerusalem und Rom gleichzeitig, wo findet sich ein Hinweis auf einen Propheten namens Mohammed in einem der beiden Bibelbücher?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte vor einigen Jahren schon einmal gehört, daß ein Prophetenwort des Alten Testamentes als Prophezeihung auf Mohammed gedeutet worden war, und zwar las ich es bei einem zum Islam bekehrten christlichen Priester. Er wies im Propheten Haggai auf eine Stelle hin (Kapitel 2, Vers 7), in der es heißt, daß Gott die Welt erschüttern wird und daß dann aus allen Enden der Erde &lt;em&gt;die Kostbarkeiten aller Nationen &lt;/em&gt;kommen und den Tempel in Jerusalem füllen werden. Hebräisch liest sich die Stelle von den Kostbarkeiten aller Nationen als &lt;em&gt;chemdat kol ha-gojim&lt;/em&gt;, und tatsächlich erinnert der Konsonantenstamm CH-M-D* von &lt;em&gt;chemdat &lt;/em&gt;an den gleichen Stamm von &lt;em&gt;achmad, &lt;/em&gt;von Mohammed. Der wäre also als Person die kostbare Erfüllung des heiligen Ortes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Koran enthält in Sure 61 diese Verbindung nun noch sehr viel expliziter, er baut sie verglichen mit der biblischen Verbindung aber nur "rückwärts", indem er eine in der Bibel nicht vorhandene Prophezeiung erstmals im Koran berichtet. Die Kommentatoren wiederum setzen alle Kräfte daran, um auch "vorwärts" den &lt;em&gt;missing link &lt;/em&gt;nachzuweisen. Hier zunächst der Koran&lt;em&gt;: &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und da Jesus der Sohn der Maria sprach: "O ihr Kinder Israel, siehe ich bin Gottes Gesandter an euch, bestätigend die Thora, die vor mir da war, und einen Gesandten verkündigend, der nach mir kommen soll, des Name Ahmed." &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Vers 6 in der Henning-Übersetzung)&lt;em&gt; &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Was die Kommentatoren hierzu ergänzend erarbeitet haben, ist die folgende Theorie: auch nach dem Zeugnis der Bibel, und zwar dem des Johannes-Evangeliums, hat Jesus einen prophetischen Nachfolger verheißen. Er wird im griechischen Originaltext &lt;em&gt;Paraklet &lt;/em&gt;genannt, &lt;em&gt;Tröster&lt;/em&gt;, wie Luther in Johannes 14 und an weiteren Stellen in den beiden Folgekapiteln übersetzt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern Tröster geben, daß er bei euch sei in Ewigkeit. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Johannes 14, Vers 16 in der Luther-Übersetzung)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Paraklet ist nach dem Selbstzeugnis von Johannes 14,26 der Heilige Geist:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der Tröster, der heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Johannes 14, Vers 26)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Deutung widerspricht &lt;a href="http://www.searchtruth.com/tafsir/tafsir.php?chapter=61"&gt;&lt;em&gt;Searchtruth&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt; &lt;/em&gt;und mit ihr wohl auch anderen moslemische Kommentatoren, die bereits zu Zeiten der Henning-Übersetzung 1901 bekannt waren. Sie behaupten, daß das schwer übersetzbare Wort &lt;em&gt;Paraklet &lt;/em&gt;falsch überliefert wurde und in Wirklichkeit &lt;em&gt;Periklyt&lt;/em&gt;, heißt, "der Gepriesene", was die gleiche Bedeutung wie &lt;em&gt;Ahmed &lt;/em&gt;hat&lt;em&gt;.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Unterstützung findet diese These, die also eine Parallele zwischen der in Sure 61 überlieferten Prophezeiung des &lt;em&gt;Ahmed &lt;/em&gt;und der Verheißung aus Johannes 14 herstellen würde, in einem Evangelium &lt;em&gt;Barnabas&lt;/em&gt;, das sich in der islamischen Welt großer Beliebtheit erfreut. Es liefert eine in vielen Punkten andere, dem Islam nahestehende Version des Lebens Jesu. Wikipedia hat hierzu einen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Barnabasevangelium"&gt;ausführlichen Artikel&lt;/a&gt;, in dem allerdings erhebliche Zweifel an der Echtheit dieses Evangeliums erhoben werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Umgekehrt kennt &lt;em&gt;Searchtruth &lt;/em&gt;eine Reihe von Gründen für die Zweifel an der Echtheit der vier biblischen Evangelien und bedient sich dabei moderner Ergebnisse der historisch-kritischen Methode westlicher Theologen**. Diese Theologen, die den gegenwärtigen &lt;em&gt;mainstream &lt;/em&gt;zumindest der protestantischen Theologie bilden, datieren die Entstehung aller Evangelien sehr spät, und zwar auf die Zeit nach dem Jahre 70. In diesem Jahr fand die in den Evangelien vorausgesagte Zerstörung des Tempels in Jerusalem durch die Römer statt, ein Ereignis, das man historisch-kritisch betrachtet gar nicht voraussagen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Niemand wird mir verübeln, daß ich als Christ an der Glaubwürdigkeit meiner verehrten vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes festhalte und deshalb weiterhin ein &lt;em&gt;missing link &lt;/em&gt;zwischen Koran und Bibel sehe. Da, wo die Moslems eine Verbindung von Jesus zu Mohammed nachweisen wollen, steht für mich die Einzigartigkeit des Retters und Erlösers Jesus Christus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sehe aber auch, daß der Wunsch nach einer Brücke zwischen den beiden Büchern im Grunde genommen ein Baustein für den Frieden zwischen Moslems und Christen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* in den semitischen Sprachen, zu denen Hebräisch und Arabisch gemeinsam gehören, definiert sich eine Vielzahl von Bedeutungen über Dreiergruppen von Konsonanten, zu denen sich die Vokale dann nur noch zur Nuancierung des Wortsinnes hinzugesellen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;** ob die Leute von Searchtruth wissen, auf was sie sich da einlassen? Wenn historische Kritik erlaubt ist, dann muß man sie auch auf den Koran anwenden dürfen - mit allerdings vorhersehbar verheerenden Folgen!&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-2902386239541933955?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/2902386239541933955/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=2902386239541933955' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/2902386239541933955'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/2902386239541933955'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/10/missink-link.html' title='Missing Link'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-6278506507995624471</id><published>2008-10-05T08:45:00.000+02:00</published><updated>2008-10-05T08:51:07.453+02:00</updated><title type='text'>Der poetische Koran</title><content type='html'>Sure 55: Der Erbarmer&lt;br /&gt;Sure 56: Die Eintreffende&lt;br /&gt;Sure 57: Das Eisen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letzten 100 Seiten von insgesamt 575 liegen vor mir, die Suren werden kürzer, es beginnen vom optischen Eindruck her jetzt mehr und mehr die in Gedichtform gedruckten, eher rhythmischen Abschnitte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So wird in Sure 55 in den 78 Versen insgesamt 29 mal wiederholt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr wohl leugnen? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das erinnert entfernt an die Psalmen 118 und 136, in denen das Volk aufgefordert wird, nach jeder Erwähnung der Größe Gottes zu sagen: &lt;em&gt;denn seine Güte währet ewiglich.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Die Tradition der Auslegungen legt nahe, daß hier - als einzige Stelle im Koran - mit dem Wort &lt;em&gt;ihr&lt;/em&gt; die Menschen und die Dämonen gleichzeitig angesprochen werden. Letztere sind die &lt;em&gt;Dschinn&lt;/em&gt;, gute und böse Mächte im unsichtbaren Bereich, die als Personen gedacht werden und ebenso Gottes Schöpfung sind wie die Menschen. Ihre Anwesenheit durchzieht den ganzen Koran, ihre Geschöpflichkeit wird in Sure 55 Vers 14 noch einmal hervorgehoben, zusammen mit der Geschöpflichkeit des Menschen, und dann wird in Vers 15 Menschen und Dämonen gesagt: &lt;em&gt;Und welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr (beide) wohl leugnen?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Mohammed hat später - so berichten es die &lt;em&gt;Hadithe&lt;/em&gt;, die apokryphen Schriften - davon erzählt, daß er die Sure 55 tatsächlich den D&lt;em&gt;schinn &lt;/em&gt;gepredigt habe, und daß diese sogleich und viel freudiger als die Menschen geantwortet hätten: &lt;em&gt;Wir leugnen keine der Wohltaten unseres Herrn!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Die Predigt, die von der rhythmischen Wiederholung der besagten Frage unterbrochen wird, enthält die bekannten Wunder der Schöpfung, die Schrecken der Hölle und (ausführlich) die Schönheit des Paradieses. Durch die ständige Widerholung des Verses &lt;em&gt;und welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr wohl leugnen? &lt;/em&gt;werden die Aussagen dichter und drängender, das ist die poetische Wirkung dieser Sure.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bemerkenswert fand ich ein kleines Detail über das Paradies in der ebenfalls in kurzen Versen gedichteten Sure 56. Dort werden &lt;em&gt;unsterbliche Jünglinge &lt;/em&gt;den Gästen aufwarten und einen Trank kredenzen, von dem es heißt&lt;em&gt;: nicht sollen sie Kopfweh von ihm haben und nicht das Bewußtsein verlieren&lt;/em&gt;. Ich schließe zwei Dinge daraus: das Alkoholverbot gilt nicht im Himmel, und die manchmal üble Wirkung des Alkohols hier unten auf der Erde ist offenbar auch in den frommen Welten bekannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über die Christen finden sich schöne Worte in Sure 57&lt;em&gt;. Wir legten&lt;/em&gt;, heißt es in Vers 27&lt;em&gt;, in die Herzen derer, die ihm (Jesus) folgten, Güte und Barmherzigkeit. &lt;/em&gt;Einschränkend folgt dann allerdings eine milde Kritik&lt;em&gt;: das Mönchtum jedoch erfanden sie selber&lt;/em&gt;. Das hat Martin Luther vermutlich ähnlich gesehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-6278506507995624471?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/6278506507995624471/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=6278506507995624471' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/6278506507995624471'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/6278506507995624471'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/10/der-poetische-koran.html' title='Der poetische Koran'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-5002644259882763364</id><published>2008-10-04T17:00:00.001+02:00</published><updated>2008-10-04T18:12:30.686+02:00</updated><title type='text'>Kompromisse</title><content type='html'>Sure 53: Der Stern&lt;br /&gt;Sure 54: Der Mond&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mohammed hat in seinem Leben viele Höhen und Tiefen erlebt, das läßt ihn bei aller Verehrung, welche die Muslime seinem untadeligen Wesen entgegenbringen, trotzdem menschlich und erdverbunden erscheinen. Bitter für ihn war die Kritik seiner Anhänger nach dem Friedensschluß von Hudaibiya (628), einem Vorort von Mekka, wo Mohammed und seine Schar aus Medina kommend an einer friedlichen Pilgerfahrt zur Kaaba gehindert wurden. Zu kläglich erschienen den Mitstreitern damals die Vorteile des Vertrages im Vergleich zu seinen Nachteilen. Später erwies sich die Vereinbarung dann als klug und nützlich, die Erinnerung an den Mißmut der Nachfolger blieb aber offenbar tief in allen haften, die dabei gewesen waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die "satanischen Verse", die in Sure 53 Vers 19 ursprünglich gestanden und eine freundliche, allerdings vom Satan eingeflüsterte Wertschätzung für arabische Stammesgöttinnen enthalten haben sollen (&lt;em&gt;Das sind die erhabenen Kraniche. Auf ihre Fürbitte darf man hoffen.), &lt;/em&gt;gehören zu den Geschichten, in denen Mohammed als jemand dargestellt wird, der in seiner Mission auch gelegentlich Umwege gehen mußte, um zum Ziel zu gelangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Christen ist dies alles eher sympathisch, auch ihre Helden - Mose, David, Petrus, Paulus - sind Menschen mit bisweilen sehr krummen Lebenswegen. Einzig Jesus ist von dieser Betrachtung ausgeschlossen. Ihm z.B. eine Frau anzudichten oder ihm (wie es zu Lebzeiten offenbar geschehen ist) ein lockeres Verhältnis zum Alkohol nachzusagen, ist für einen Christen schwer zu ertragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Christen und Moslems sollten sich deshalb nicht gegenseitig damit quälen, den jeweils größten Vertreter ihres Glaubens auf der Erde klein zu machen. Diese Aufgabe kann man den Atheisten überlassen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-5002644259882763364?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/5002644259882763364/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=5002644259882763364' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/5002644259882763364'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/5002644259882763364'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/10/kompromisse.html' title='Kompromisse'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-4596566784775587477</id><published>2008-10-03T16:15:00.008+02:00</published><updated>2008-10-04T17:39:40.258+02:00</updated><title type='text'>Die Nähe Gottes</title><content type='html'>Sure 50: K.&lt;br /&gt;Sure 51: Die Zerstreuenden&lt;br /&gt;Sure 52: Der Berg&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach wie vor empfinde ich es als einen der größten Unterschiede zwischen Bibel und Koran, daß der Gott des Korans mir distanziert und fern erscheint, während der Gott der Bibel seine Nähe zu den Menschen dadurch erwiesen hat, daß er in der Gestalt Jesu Christi selbst Mensch geworden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe Herrn Öztaş natürlich nach dieser Differenz gefragt. Er hat sie verneint, und zwar mit dem Hinweis auf einen Vers, der mir in Erinnerung geblieben ist. Heute fand ich ihn wieder, er steht in dieser Form wohl nur einmal im Koran, in Sure 50, Vers 15*, wo über den Menschen gesagt wird&lt;em&gt;: wir (Gott) sind ihm näher als die Halsader. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Herr Öztaş liebt dieses Wort und liest es als eine starke Aufforderung, sein tägliches Leben in die Nähe Gottes zu bringen, es im Bewußtsein von Gottes beständiger Gegenwart zu leben und mit Gottes Interesse an seinem Leben zu rechnen. Für mich hat von daher manches, was Herr Öztaş sagt und schreibt, Ähnlichkeit mit den pietistischen Gedanken der frommen Menschen, unter denen ich aufgewachsen bin. Auch ihre Frömmigkeit basierte auf einem Glauben, der jederzeit mit der Nähe Gottes rechnete und diese Frömmigkeit, diese &lt;em&gt;pietas, &lt;/em&gt;nicht nur sonntags in der Kirche sondern im praktischen Alltag als &lt;em&gt;praxis pietatis** &lt;/em&gt;leben wollte&lt;em&gt;. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Auch in den Begriffen und Bildern des Korans ist etwas enthalten, das die physische Nähe Gottes hier unten bei den Menschen auf der Erde nahelegt. Es ist dabei für den Koran nicht notwendig, daß Gott sich auf dem Weg, den die Bibel beschreibt, ein sozusagen intimes Wissen von den Menschen verschafft, also auf ihre Ebene herabsteigt und Mensch wird wie sie. Solche Gedanken werden im Koran zugunsten der Größe Gottes ausgeschlossen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und trotzdem wird Gott auch von Moslems als nah empfunden. Das Bild von der Halsader legt sogar nahe, daß es eine warme, lebendige Nähe ist und nicht das Wissen eines allgegenwärtigen Kontrolleurs, sozusagen mit der Überwachungskamera aufgezeichnet. Ich empfinde diese Nähe als etwas, das meinem Denken und Glauben verwandt ist und mich deshalb in meiner Sehnsucht nach einer solchen gelebten Nähe mit den Moslems verbindet. Daß ihre Art von Nähe sie auf einen Gott verweist, der in vielen Aussagen über sich selbst etwas grundlegend Anderes sagt als der Gott der Bibel, soll mich nicht davon abhalten, ihre Suche und meine Suche als verwandt anzusehen.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;em&gt;* &lt;/em&gt;als Kinder lernten wir in einer Art Eselsbrücke 5015 als die &lt;em&gt;Telefonnummer Gottes -&lt;/em&gt; in Psalm 50, Vers 15 heißt es &lt;em&gt;Rufe mich an in der Not. &lt;/em&gt;Diese Eselsbrücke wäre also auch für Moslems gangbar. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;** der erste "Pietist", war der Frankfurter Pastor &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Jacob_Spener"&gt;Philipp Jacob Spener&lt;/a&gt;, dessen grundlegendes Buch &lt;em&gt;Pia Desideria&lt;/em&gt; 1675 erschien, ein Buch mit dem Titel &lt;em&gt;Praxis Pietatis&lt;/em&gt; kam wenige Jahre zuvor als Übersetzung aus dem Englischen heraus (Autor: Lewis Bayly).&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-4596566784775587477?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/4596566784775587477/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=4596566784775587477' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/4596566784775587477'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/4596566784775587477'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/10/die-nhe-gottes.html' title='Die Nähe Gottes'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-6723763362649974024</id><published>2008-10-02T21:15:00.005+02:00</published><updated>2008-10-04T19:11:28.271+02:00</updated><title type='text'>Regeln für den Kampf</title><content type='html'>Sure 46: El-Akhaf&lt;br /&gt;Sure 47: Mohammed&lt;br /&gt;Sure 48: Der Sieg&lt;br /&gt;Sure 49: Die Gemächer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sure 47 enthält die unter Christen häufig zitierten Drohworte: &lt;em&gt;wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt&lt;/em&gt;. (Vers 4) Andere Übersetzungen sagen: &lt;em&gt;schlagt ihren Nacken&lt;/em&gt;, zerschlagt ihn. Es ist deutlich, daß es sich hier um eine kriegerische Haltung handelt, um Aggression.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gilt diese blutige Anweisung auch in Friedenszeiten? Ruft sie die Moslems auf, sich sozusagen kollektiv als &lt;em&gt;sleeper&lt;/em&gt; unter die Ungläubigen zu mischen und auf die Gelegenheit zu warten, den Befehl aus Sure 47, Vers 4 auszuführen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drei Dinge sprechen gegen diese Auslegung. Zunächst die Ausleger: sie sagen, daß diese Sure für den historischen Kampf gegeben wurde, den Kampf der Moslems in Medina gegen ihre Feinde in Mekka, in den Jahren zwischen 622 (Auswanderung nach Medina) und 630 (siegreiche Rückkehr nach Mekka). Für das friedliche Zusammenleben verschiedener Religionen in anderen Phasen der Geschichte haben die Nachfolger Mohammeds ganz andere Regeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der zweite Grund ergibt sich beim Lesen des Korans eigentlich von selbst. Etwa 460 Seiten (von insgesamt 575) hat man gelesen, wenn man zu Sure 47 Vers 4 gelangt, das sind vier Fünftel. Bis auf ganz wenige von ihnen enthält jede einzelne Seite davon die immerwährende Klage gegen den starren Widerstand der Ungläubigen. Dieser Widerstand soll durch die Predigt des Propheten überwunden werden, durch sein Ringen um geistige und geistliche Anerkennung, durch seine Bilder von Himmel und Hölle und letztlich - durch die &lt;em&gt;Herabsendung &lt;/em&gt;des Korans.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wäre die Ausbreitung des Glaubens unter Anwendung von Gewalt eine Alternative zu dieser mühseligen Missionarsarbeit, so hätte man sich - platt gesprochen - diese 460 ersten Seiten sparen können. &lt;em&gt;Herunter mit dem Haupt -&lt;/em&gt; die Ungläubigen werden dezimiert und der eingeschüchterte Rest von ihnen wird Moslem unter Zwang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber so denkt der Koran nicht. Er will den Menschen der &lt;em&gt;rechtschaffen &lt;/em&gt;handelt (Sure 46, Vers 14), und das heißt, sagt mein &lt;em&gt;Searchtruth&lt;/em&gt;-Kommentar, daß er in Übereinstimmung von guten Taten und lauteren Motoven lebt. Dazu kann man niemanden zwingen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Drittes und Wichtigstes sehe ich das Zeugnis der Moslems selbst. Sie sagen uns immer wieder, das der Glaubenskampf sich nicht gegen die Un- oder Andersgläubigen richtet. Ich glauben vor allen Dingen denjenigen gerne, die es mir als meine langjährigen Nachbarn und Mitbürger meiner Stadt sagen und bin davon überzeugt, daß ein in friedlicher Absicht gelesener Koran ebenso wie eine in friedlicher Absicht gelesene Bibel helfen können, das aggressive Potential, das in einzelnen Menschen und in ganzen Gesellschaften steckt, in Grenzen zu halten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-6723763362649974024?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/6723763362649974024/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=6723763362649974024' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/6723763362649974024'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/6723763362649974024'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/10/regeln-fr-den-kampf.html' title='Regeln für den Kampf'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-4515406065935431831</id><published>2008-10-01T22:15:00.005+02:00</published><updated>2008-10-01T23:21:35.250+02:00</updated><title type='text'>Monotheismus vs. Sektierertum</title><content type='html'>Sure 43: Der Goldputz&lt;br /&gt;Sure 44: Der Rauch&lt;br /&gt;Sure 45: Das Knien&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wird im Koran erst nach und nach deutlich, was die Kritik Mohammeds an den Juden ist. Im Gegensatz zu den arabischen Polytheisten, deren Sünde darin besteht, Gott &lt;em&gt;Gefährten&lt;/em&gt; zu geben, und zu den griechischen Christen, die Gott einen &lt;em&gt;Sohn &lt;/em&gt;zuschreiben, wird den Juden eigentlich keine klar erkennbare Verfehlung vorgeworfen. Ihnen wird lediglich nachgesagt: &lt;em&gt;sie wurden uneins.&lt;/em&gt; So sagt es Sure 45, Vers 16, ähnlich steht es aber auch schon in Sure 2, Vers 213 und in andren Suren. Die Juden &lt;em&gt;wurden zu Sekten&lt;/em&gt;, sagt etwa Sure 6, Vers 160.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muß folgern: auch Sektierer sind auf ihre Weise Gegner des Monotheismus. Was auf der Welt unten auseinanderfällt, arbeitet gegen den Einen oben im Himmel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist die Sünde der Sektierer? Zunächst ist es ihre Überheblichkeit. Sie halten sich für ebenso weise wie Gott selbst, indem sie die klaren Regeln, die Gott den Menschen zu Beginn der Welt gegeben hat, abändern und zur Diskussion stellen. Der Koran denkt hier übrigens genau umgekehrt wie die Darwinisten: am Anfang war nicht dunkler Animismus und diffuses Gottesdenken sondern helle Offenbarung. Wer diese Offenbarung später durch zusätzliche Theorien verdunkelt, arbeitet gegen den Monotheismus, selbst wenn er in gutem Willen und um des Glaubens willen eifert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sektiererum verhindert aber außerdem noch etwas Anderes, und das ist noch schwerwiegender. Es betrifft nach meinem Eindruck die Spiegelung Gottes in seinen Geschöpfen hier unten auf der Welt. So wie Jack Miles es sieht (ich habe über ihn &lt;a href="http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/der-eine-einzige-gott.html"&gt;bei Sure 19 etwas geschrieben&lt;/a&gt;), fordert der in sich spannungsreiche Gott der Bibel den in sich ebenso spannungsreichen Menschen auf, daß er sich trotz mancher Widersprüche als eine einzige Person versteht und dadurch selbst annimmt. Der Gott des Koran tut etwas Ähnliches aber mehr nach außen Gerichtetes: er hält den Menschen dazu an, sich zu einer einzigen großen Gemeinschaft, der Einheit der Gläubigen zusammenzufinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beide Aufforderungen sind jeweils von einem großen geschichtlichen Erfolg gekrönt worden - die jüdisch-christliche durch ein weit verbreitetes Menschenbild, das in verschiedenen Ausprägungen über viele Jahrhunderte in großen Teilen der Welt Gültigkeit hatte, die muslimische Aufforderung in der großen wundersamen Einigung aller arabischen Stämme zu einer einzigen, ebenfalls über viele Jahrhunderte dominanten Weltmacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über letzteres will ich noch mehr lesen und dann berichten. Diese Einigung gehört offenbar zu den Mysterien der islamischen Frühgeschichte wie das Mysterium der unendlich tapferen Urchristen angesichts der Verfolgung in Rom. Über beidem steht erhaben das Bild eines Gottes, der mit sich selbst eins ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-4515406065935431831?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/4515406065935431831/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=4515406065935431831' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/4515406065935431831'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/4515406065935431831'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/10/monotheismus-vs-sektierertum.html' title='Monotheismus vs. Sektierertum'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-9136197195487991671</id><published>2008-09-30T20:30:00.004+02:00</published><updated>2008-10-03T18:49:14.984+02:00</updated><title type='text'>Sich beraten und sich standhaft wehren</title><content type='html'>Sure 39: Die Scharen&lt;br /&gt;Sure 40: Der Gläubige&lt;br /&gt;Sure 41: Erklärt&lt;br /&gt;Sure 42: Die Beratung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sure 42 fügt in das islamische Glaubensbekenntnis ein bemerkenswertes neues Element ein: die Gläubigen verrichten nicht nur das regelmäßige Gebet und geben die Armenspende, sie sind außerdem dadurch charakterisiert, daß sie &lt;em&gt;ihre Angelegenheiten in Beratung&lt;/em&gt; &lt;em&gt;untereinander erledigen &lt;/em&gt;(Sure 42, Vers 36).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das versteht mein frommer &lt;a href="http://www.searchtruth.com/tafsir/tafsir.php?chapter=42"&gt;Kommentar von Searchtruth&lt;/a&gt; durchaus in einem partizipatorischen, demokratischen Sinn: Männer und Frauen, Eltern und Kinder sind ebenso zu einer offenen Beratung ihrer Angelegenheiten untereinander aufgefordert wie Könige und Fürsten, die weise genug sind, ihre Berater frei und ohne Einschränkungen für das Volk reden zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man diese Sure mit den Augen von &lt;em&gt;Searchtruth&lt;/em&gt; liest, dann stehen von hier aus alle Türen für ein Leben in einer modernen, auf Gleichberechtigung und freiem Wahlrecht fußenden Gesellschaft offen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Einschränkung könnte sich allerdings durch den unmittelbar folgenden 37. Vers ergeben. Dort werden die Gläubigen außerdem als solche bezeichnet, &lt;em&gt;die, wenn sie eine Unbill trifft, sich rächen &lt;/em&gt;(Übersetzung Henning)&lt;em&gt;. &lt;/em&gt;Das hört sich weniger demokratisch an, wird aber durch zweierlei Überlegungen eingegrenzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum einen schreiben viele andere Übersetzer &lt;em&gt;sich verteidigen&lt;/em&gt; statt &lt;em&gt;sich rächen&lt;/em&gt;, zum anderen schränkt gleich der nächste folgende Vers die Möglichkeiten der Verteidigung oder Rache stark ein: &lt;em&gt;Die Vergeltung für eine Schädigung soll nur eine Schädigung in gleichem Ausmaß sein; wer aber vergibt und Besserung bewirkt, dessen Lohn ist sicher bei Gott. &lt;/em&gt;(Vers 38) Vergeltung ist erlaubt, aber wenn man es Gott recht machen will, dann geht man besser den Weg der Vergebung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Searchtruth &lt;/em&gt;sagt, daß hier eine Standhaftigkeit gelehrt wird, die jederzeit vergeben kann, aber im Bewußtsein der eigenen Rechte und der eigenen Festigkeit niemals gezwungen werden kann, kleinlaut und feige aufzugeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch das ist also eine Haltung, welche in einer modernen Gesellschaft jederzeit willkommen sein dürfte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lese aus diesen Versen, daß man seinem moslemischen Nachbarn ein Grundvertrauen in Bezug auf seinen guten Willen entgegenbringen darf, in einer offenen, demokratischen Gesellschaft zu leben. Sein Koran enthält - wie meine Bibel - offene Türen für ein Leben in &lt;em&gt;Freiheit, Gleichheit &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;Brüderlichkeit.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß sich in beiden Büchern auch Türen für eine enge Haltung öffnen können, sollte man wissen und nicht aus den Augen verlieren. Man muß sich aber nicht bei jedem Frommen, der einem begegnet, gleich davor fürchten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-9136197195487991671?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/9136197195487991671/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=9136197195487991671' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/9136197195487991671'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/9136197195487991671'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/beraten-und-sich-standhaft-wehren.html' title='Sich beraten und sich standhaft wehren'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-3476592228964032697</id><published>2008-09-29T22:15:00.000+02:00</published><updated>2008-09-29T22:32:17.781+02:00</updated><title type='text'>Ismael oder Isaak?</title><content type='html'>Sure 37: Die sich Reihenden&lt;br /&gt;Sure 38: S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Gott allein weiß es&lt;/em&gt;, sagte der weise &lt;a href="http://www.searchtruth.com/tafsir/tafsir.php?chapter=37"&gt;Koran-Kommentator Allama Ibn Kathir&lt;/a&gt; zu der Frage, ob der in Sure 37 zur Opferung ausgewählte und dann doch gerettete Sohn Abrahams nun &lt;em&gt;Ismael &lt;/em&gt;war oder &lt;em&gt;Isaak. &lt;/em&gt;Ismael war der älteste, aber er war doch "nur" der von der Magd Hagar geborene Sohn, dagegen war Isaak, der zweite, der von der Hauptfrau Sara stammende. Die Bibel berichtet von &lt;em&gt;Isaaks&lt;/em&gt;, des Juden, Beinah-Opferung, der Koran legt dagegen &lt;em&gt;Ismael&lt;/em&gt;, den Araber, nahe, auch wenn viele namhafte moslemische Ausleger der biblischen Version folgen. In ihren Augen ermöglicht der Koran beide Lesarten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An vielen Stellen ist der Koran tatsächlich für unterschiedliche Auslegung offen, das ist angesichts der Vorurteile, die vielfach gegen eine monolithisch erscheinende Religion von &lt;em&gt;Feuer und Schwert&lt;/em&gt; bestehen, für manche Christen sicher überraschend. Ich denke mittlerweile anders. Nach 415 von 575 Seiten Koran verfestigt sich in mir das Bild von einem in poetische Worte verfaßten Buch, das genauso wenig zur Herbeiführung eines mit dem Schwert erzwungenen Glaubens taugt wie die Psalmen oder die Evangelien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, der Koran ist wie jedes alte Menschheitsbuch und wie überhaupt jedes für ein großes Publikum geschriebene Buch offen für verschiedene Rezeptionen, für verschiedene Umsetzungen in vielgestaltiges, menschliches Leben. Man greift nach dem Lesen weder automatisch zum Pilgerstab und wandert nach Mekka noch greift man automatisch zur Waffe und kämpt gegen die Ungläubigen. Die häufigste Reaktion ist und bleibt - folgt man dem eigenen Zeugnis des Koran - der Unglaube.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach 415 von 575 Seiten ist aber vielleicht auch ein Wort über das angebracht, was der Koran n i c h t enthält und was ich als Christ mehr und mehr vermisse. Das sind vor allen Dingen die vielen grundlegenden Berichte der Bibel über das Handeln Gottes an den Menschen, die der Koran nicht erwähnt oder bewußt anders erzählt als ich sie aus der Bibel kenne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Beispiel habe ich schon erwähnt - in Sure 28 diskriminiert der Pharao eine "Gruppe" seines Volkes, die er zuvor herausgeteilt und mit einer schlechteren Rolle versehen hat. Es handelt sich um Moses Leute, aber es ist keine Rede von einem besonderen jüdischen Volk, ganz zu schweigen von einem Volk, daß sich Gott erwählt haben könnte. Entsprechend kommt es zu keinem Bundesschluß am Sinai, zu keiner spannungsreichen Geschichte zwischen einem allmächtigen, aber in seinem Erdenhandeln auf ein kleines Nomadenvolk beschränkten Gott, zu keinem Auf und Ab in den teilweise emotionalen Reaktionen Gottes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Koran gibt es die Zehn Gebote nicht. Zwar sagt Herr Öztaş mir, daß der Koran vieles Biblische unausgesprochen enthält und daß der Hinweis auf die &lt;em&gt;neun deutlichen Zeichen&lt;/em&gt;, die Gott dem Mose gibt (Sure 17, Vers 103) die Verpflichtung auf alle zehn Gebote mit Ausnahme des Sabbat-Gebotes enthält. Aber gerade das würde ich gerne mit Herrn Öztaş einmal länger besprechen. Ich würde ihn etwa fragen: was ist das Verständnis Gottes ohne einen Anklang an den Rhythmus seiner Schöpferarbeit, diese sechs Tage und dann die Ruhe am siebten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder: was geht nicht alles verloren, wenn man das Gebot unerwähnt läßt, daß der Name Gottes heilig ist? Ich lese mit Ehrfurcht eMails eines israelischen Bekannten, der in Englisch G-d schreibt statt God, leise, still, fast flüsternd. Ich will keinem Moslem vorwerfen, daß er &lt;em&gt;bei Gott &lt;/em&gt;schwört. Allah, Wallah, Tallah klingt es durch die orientalischen Abenteuergeschichten meiner Kindheit, aber das Ogottogott meiner eigenen Leute ist auch nicht besser. Da ist etwas verloren gegangen, was man besser bewahrt hätte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe versprochen, den Koran mit Ehrfurcht zu lesen, dabei will ich bleiben. Aber nachdem ich drei Viertel gelesen habe, will ich doch auch vorsichtig sagen dürfen, was mir fehlt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-3476592228964032697?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/3476592228964032697/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=3476592228964032697' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/3476592228964032697'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/3476592228964032697'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/ismael-oder-isaak.html' title='Ismael oder Isaak?'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-4065717689665598426</id><published>2008-09-28T17:00:00.004+02:00</published><updated>2008-09-29T17:24:53.905+02:00</updated><title type='text'>Das Herz des Korans</title><content type='html'>Sure 34: Saba&lt;br /&gt;Sure 35: Die Engel&lt;br /&gt;Sure 36: Ya-Sin&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mohammed hat die 36. Sure &lt;em&gt;Das Herz des Korans &lt;/em&gt;genannt. So geht es aus einem der unzähligen &lt;em&gt;Hadithe&lt;/em&gt; des Korans hervor, das sind zusätzliche Überlieferungen und spätere Auslegungen, die alle zusammen die Sammlung der &lt;em&gt;Sunna &lt;/em&gt;ergeben. Ein weiteres &lt;em&gt;Hadith&lt;/em&gt; empfiehlt es, diese Sure Sterbenden vorzulesen. Hinter beiden Aussagen steckt offenbar der Gedanke, daß diese Sure eine stärkende Wirkung hat, daß sie in besonderer Weise geeignet ist, bei Lebenden die träge Unentschlossenheit zu überwinden und Sterbenden die Kraft zum Weg ins Jenseits zu geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sure wiederholt dann auch entsprechend alle Aussagen über das Wesen des Glaubens, die dem Leser bereits in ähnlicher Form, aber verstreut über unterschiedliche Passagen, in den 35 Suren zuvor vertraut gemacht worden sind. Es sind, in meinen eigenen Worten:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- die Menschen sind von Natur aus nicht geneigt, dem Wort Gottes Folge zu leisten,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- ihnen werden die Worte des Propheten als Warnung gegeben; sie reagieren aber aggressiv und bedrohen immer wieder die zu ihnen gesandten Propheten,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- der Gläubige dagegen sagt: Gott hat mich geschaffen, zu ihm kehre ich zurück, niemand außer ihm, dem Erbarmer, kann mir wirksam helfen, deshalb glaube ich; diesem Gläubigen wird Vergebung zuteil,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Gott hat allen Menschen Zeichen gegeben, die auf sein Wirken hinweisen: er läßt Pflanzen aus der Erde sprießen, führt Sonne und Monde geordnet herauf, ermöglicht den Schiffen einen Weg über das Meer und erschafft die Tiere zum Nutzen des Menschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der zweiten Hälfte der Sure wird das Weltgericht am Ende der Zeiten in Worten beschrieben, die den Worten der Bibel ähnlich sind - der Posaunenstoß, das Öffnen der Gräber, der Lohn guter und böser Taten, Paradies für die einen, ewiges Feuer für die anderen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Prophet soll alles dies immer wieder in nüchternen, verständlichen Worten sagen, deshalb heißt es: &lt;em&gt;und nicht lehrten wir ihn Posie (&lt;/em&gt;Sure 36, Vers 69). Die Moslems erfreuen sich vor dem Hintergrund dieser Worte vielleicht besonders daran, daß der Koran am Ende trotzdem ein Werk von großer poetischer Kraft geworden ist, wie die Kenner seiner Sprache immer wieder hervorheben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Prophet soll sich - auch das ein wiederholt im Koran vorkommendes Anliegen - nach allem nicht betrüben, wenn er Widerstand erfährt (Vers 76). Er soll sich an dem Gott freuen, der groß und strahlend über dem Ende der Sure steht: der Schöpfer des Himmels und der Erde, der ins Sein rufende, und der, über den es mit den letzten Worten der Sure heißt: &lt;em&gt;Zu ihm kehrt ihr zurück.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Wer einen Eindruck vom Klang der Sure 36 haben will, kann die ersten Verse in &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=v6gKA1nm9qE"&gt;YouTube&lt;/a&gt; von einer bezaubernden Kinderstimme rezitiert hören. &lt;em&gt;Bismi Allahi &lt;/em&gt;kann man zu Beginn verstehen, im Namen Gottes, und &lt;em&gt;Ya-Sin&lt;/em&gt;, den Titel der Sure, der aus den beiden der Sure vorangestellten Buchstaben I und S besteht, über deren Bedeutung die &lt;em&gt;Hadithe&lt;/em&gt; unterschiedliche Erklärungen haben. Ich danke Herrn Öztaş herzlich für den Hinweis auf dieses Video.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine kleine Beobachtung am Rande: die Sure 36 enthält, anders als die meisten Suren vor ihr, nur eine einzige kurze Erwähnung einer älteren Prophetenhandlung. Diese spielt sich in &lt;em&gt;der Stadt&lt;/em&gt; ab (Vers 12), deren Name nicht genannt wird. Die traditionelle Annahme, die heute aber wohl wieder verworfen wird, sagte, gemeint sei Antiochien*, die Hauptstadt der Römischen Provinz Syrien, beherrschende Stadt des östlichen Mittelmeers im Altertum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In die Stadt kommen zwei Prediger, die - wenn es tatsächlich Antiochien ist - nur christliche Prediger sein können, sie werden abgelehnt und mit dem Tode bedroht. Überraschend kommt aber dann ein Mann &lt;em&gt;vom Ende der Stadt&lt;/em&gt; &lt;em&gt;gelaufen &lt;/em&gt;(Vers 19), der die Botschaft der Prediger bestätigt und in einfachen, klassischen Worten das sagt, was ein Glaubender zum Ausweis seines Glaubens sagen muß. Ihm wird sogleich gesagt, &lt;em&gt;geh ein ins Paradies &lt;/em&gt;(Vers 25). Er ist der Held dieser Sure, und sein klares Bekenntnis ist sicherlich das Herzstück des &lt;em&gt;Herzens des Koran.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Auslegung mit Antiochien gefällt mir aus einem persönlichen Grund: Antiochien ist nach biblischer Überlieferung (Apostelgeschichte 11,26) die Stadt, in welcher die junge Bewegung der Jesus-Nachfolger einen neuen griechischen Namen bekommen hat. Dieser Name bedeutet wörtlich "Die Salber", weil die Jesus-Leute von Jesus als dem "Gesalbten" sprachen. Die Salber bekamen einen Namen, der vielleicht spöttisch klingen sollte, der aber wenig später als Markennamen um die Welt ging und nebenbei auch Grundlage für meinen Vornamen wurde: &lt;em&gt;Χριστιανούς&lt;/em&gt;, Christianous, Christen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* heute Antakya in der Türkei&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-4065717689665598426?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/4065717689665598426/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=4065717689665598426' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/4065717689665598426'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/4065717689665598426'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/das-herz-des-korans.html' title='Das Herz des Korans'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-904822347008145489</id><published>2008-09-25T21:00:00.004+02:00</published><updated>2008-09-25T21:33:09.752+02:00</updated><title type='text'>Häusliche Querelen</title><content type='html'>Sure 33: Die Verbündeten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieser Sure besteht offenbar Klärungsbedarf, nach einigen Querelen im Hause des Propheten . Erneut wird er für etwas angegriffen, gegen das er sich verteidigen muss, diesmal im Zusammenhang mit seinen vielfältigen Ehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er hat die geschiedene Frau seines adoptierten Sklaven Seid geheiratet, das war nach altem Recht nicht gestattet, so daß die Sure hier neues Recht schaffen muß. Sie tut das, indem sie gleichzeitig eine Reihe von neuen Regeln aufstellt, die ab jetzt für den Hausstaat des Propheten gelten sollen – etwa das Gebot, nicht einfach ohne Einladung sein Haus zu betreten, und das Gebot, nach dem Besuch dort still und ruhig auseinanderzugehen. Es ist nach allem ein Haus eines Fürsten, in welchem man sich dezenter verhält als in den Häusern von Bürgern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mohammed darf bis zu einer bestimmten Grenze weitere Ehen eingehen, und darf aus bestehenden Ehen auch wieder Frauen entlassen. Seine Frauen gelten allerdings, auch wenn sie entlassen worden sind, als Mütter der Gläubigen (Vers 6) und sind als solche nicht mehr berechtigt, erneut zu heiraten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das alles kann man mit etwas Fantasie für ältere Kulturen, in denen es die Polygamie gab, sicherlich verstehen und einordnen. Was allerdings als Frage übrig bleibt, ist, ob ein &lt;em&gt;realistisches&lt;/em&gt; Bild vom menschlichen Auf und Ab im Leben des Propheten nicht angemessener wäre als das ewig schöne und ewig tugendhafte Bild, an dem die Moslems festhalten. Friede sei allezeit mit dem Propheten! Aber war er nicht am Ende doch - ein Mensch?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Sure 27 gab es ja die Stelle, wo ein etwas unfreundliches Auftreten des Propheten Salomon gegenüber einer kleinen Ameise ganz offenbar aus der Geschichte „geschnitten“ wurde. Propheten sind zur Kreatur nicht unfreundlich, das soll dieser Schnitt verdeutlichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Propheten sind auch zu ihren Gattinnen nicht unfreundlich, selbst wenn es viele sind und die Liebe zu der einen oder anderen erkaltet sein mag. Das will ich gerne akzeptieren und insofern in Frieden mit meinen moslemischen Nächsten leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke aber, daß ich mein Verständnis meiner eigenen christlichen Propheten ebenfalls offenlege sollte. Auch das dient ja dem Frieden. Bei uns haben die Propheten häufig ein wenig Dreck am Stecken, und unsere Verehrung baut eher darauf, daß sie mitten in ihrer eigenen Unvollkommenheit eine göttliche Wahrheit über ihrem Leben gefunden haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Es gibt im Koran&lt;/em&gt;, sagt Herr Öztaş in seinem &lt;a href="http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/was-ist-wirklich-geschehen.html#comments"&gt;Kommentar zu Sure 28&lt;/a&gt;, &lt;em&gt;keine Widersprüche zur Geschichte oder Wissenschaft&lt;/em&gt;. Aber es gibt Stellen, die ausgelassen werden, damit ein Bild eindeutiger und sozusagen runder wird – wie das Bild des Salomo / Suleiman in Sure 27.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens hat Herr Öztaş einen wunderbaren &lt;a href="http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/wer-ist-es-samiri.html#comments"&gt;Kommentar zu Sure 18 &lt;/a&gt;geschrieben, in dem er das mystische Sehen von &lt;em&gt;geheimnisvollen Lichtgestalten&lt;/em&gt; beschreibt. &lt;em&gt;Sie werden uns nicht direkt präsentiert, sondern wie hinter einem Vorhang&lt;/em&gt;. Hier bin ich wieder ganz bei Nureddin Öztaş (sein Vorname ist ein Programm, mir &lt;em&gt;nur&lt;/em&gt;, dem Licht, und &lt;em&gt;din&lt;/em&gt;, der Religion) – aber zwischendrin, da wo man noch nicht so weit ist, den mystischen Blick zu entwickeln, zwischendrin – mit welchen Augen liest man da?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-904822347008145489?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/904822347008145489/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=904822347008145489' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/904822347008145489'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/904822347008145489'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/husliche-querelen.html' title='Häusliche Querelen'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-2276943905524779377</id><published>2008-09-23T21:15:00.003+02:00</published><updated>2008-09-24T07:31:22.192+02:00</updated><title type='text'>Volksweisheiten</title><content type='html'>Sure 30: Die Römer&lt;br /&gt;Sure 31: Luqman&lt;br /&gt;Sure 32: Die Anbetung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter den vielen Zeugen, die schon vor der Zeit Mohammeds den richtigen Glauben erkannt und angenommen hatten, ist &lt;em&gt;Luqman&lt;/em&gt;, der weise Spruchdichter, vielleicht der redegewandteste von allen. Später, im Mittelalter, wuchs sein Ruhm noch weiter, und es wurden ihm Fabeln zugeschrieben, die auf den Griechen Äsop (um 600 v. Chr.) zurückgehen, weshalb ihn mein Koran in der Fußnote mit Äsop gleichsetzt. Das dürfte ein wenig weit hergeholt sein, aber er war auf jeden Fall bereits eine bekannte historische Person, als der Koran entstand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es könnte also eine Lebensweisheit aus vorkoranischer Zeit sein, die Luqman in einem Gespräch mit seinem kleinen Sohn weitergibt, von dem Sure 31 erzählt. Es ist eine Weisheit, die im Islam (&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Luqman"&gt;sagt Wikipedia&lt;/a&gt;) als allgemeine Ermahnung und als guter Rat für junge Leute weit verbreitet ist. Sicherlich dürfen Luqmans Worte auch in anderen Kulturen und anderen Religionen beherzigt werden: &lt;em&gt;Halte das rechte Maß in deinem Gang und sänftige deine Stimme. Siehe, die unangenehmste Stimme ist die der Esel. (&lt;/em&gt;Sure 31, 18)&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Angesichts vieler lärmender Hoffärtigkeit in der heutigen Welt möchte man diesen &lt;em&gt;Ayat &lt;/em&gt;nachts heimlich mit der Sprayflasche auf viele Häuserwände schreiben.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Auch Goethe, der sich im Alter dem Islam angenähert hat, kannte Luqman (als Lokman) und hat im &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/West-%C3%B6stlicher_Diwan"&gt;West-östlichen Divan&lt;/a&gt; über ihn gedichet. Ich schweife etwas ab, wenn ich die Begeisterung manche Moslems dämpfe, die Goethe zu einem Glaubensgenossen machen wollen. So wie man den alten Meisterdichter kennt, hat er außer an sich selbst kaum von ganzem Herzen an ein anderes höheres Wesen geglaubt. Außerdem ist der "Divan" ein vertracktes Spiel, mit dem der damals 70jährige sich die Zuneigung der Marianne von Willemer erobern wollte, das macht ihn als Glaubensbekenntnis zusätzlich fragwürdig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Zitate aus dem Divan, das erste zu Luqman / Lokman:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Was brachte Lokman nicht hervor,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;den man den Garst'gen hieß!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Die Süßigkeit liegt nicht im Rohr,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;der Zucker, der ist süß.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Und ein berühmtes Wort, das auch im "Divan" steht, der eine Sammlung ist:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Getretner Quark&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;wird breit, nicht stark.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Ich lese letzteres als eine an mich ergehende Mahnung, mich nächstens kürzer zu fassen.&lt;em&gt; &lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-2276943905524779377?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/2276943905524779377/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=2276943905524779377' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/2276943905524779377'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/2276943905524779377'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/volksweisheiten.html' title='Volksweisheiten'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-3787275195518798011</id><published>2008-09-22T19:30:00.002+02:00</published><updated>2008-09-22T19:58:55.687+02:00</updated><title type='text'>Was ist wirklich geschehen?</title><content type='html'>Sure 28: Die Geschichte&lt;br /&gt;Sure 29: Die Spinne&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wir verlesen dir etwas von der Geschichte Moses und Pharaos der Wahrbeit gemäß für ein gläubig Volk. &lt;/em&gt;So steht es am Anfang der Sure 28 in Vers 2.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wem die häufige Nennung des Mose im Koran auffällt, der kann in der &lt;a href="http://www.searchtruth.com/search.php?keyword=moses&amp;amp;chapter=&amp;amp;translator=2&amp;amp;search=1&amp;amp;start=0&amp;amp;records_display=10&amp;amp;search_word=exact"&gt;Suchmaschine von Serchtruth&lt;/a&gt; bestätigt finden, daß er tatsächlich in 134 Versen des Korans vorkommt, überwiegend in den ersten 40 Suren. Abraham folgt mit 80 Versen, Noah mit 56, dann Maria und Jesus. Die Geschichten von Mose haben meistens einerseits einen festen, immer gleichen Kern - die Gegenüberstellung mit dem Pharao, die beiden Wunder mit Stock und Schlange und der plötzlich aussätzigen Hand - und andererseits eine Fülle von Varianten in Bezug auf den Blickwinkel, aus dem die Geschichte erzählt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Sure 28 wird ausführlich die Geburt und Kindheit des Mose erzählt, seine Aussetzung im Nil, seine Erziehung am Hof des Pharao. Ich kann mir vorstellen, daß hier Passagen vorkommen, denen man in der Moschee sitzend gerne zuhört, es wird teilweise sehr lebendig erzählt. Der Koran verfügt, wenn man es rein historisch betrachtet, offenbar über andere Quellen als das Alte Testament und bringt neue Farben in die alten Bilder, erzählt bekannte Geschichten anders.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine der einschneidensten Änderungen findet sich gleich zu Beginn der Sure, wo in Vers 3 gesagt wird: &lt;em&gt;Siehe, Pharao war hoffärtig im Land und machte sein Volk zu Parteien; einen Teil davon schwächte er, indem er ihre Söhne schlachtete und nur die Mädchen leben ließ.&lt;/em&gt; Andere Übersetzungen sagen "Gruppen" oder "Sektionen", es ist jedenfalls klar, daß hier kein jüdisches Fremdvolk unter den Ägyptern lebt, gar nicht zu reden von einem auserwählten Volk mit einer besonderen Gottesoffenbarung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das wäre also die Wahrheit des Koran, eine andere Wahrheit als die der Bibel. Dort bemüht sich ein mit Namen genannter Stammesgott JA oder JHWH darum, seinem kleinen Volk beizustehen, es aus Ägypten zu führen, ihm eine ethische Grundordnung zu geben und ihm später einmal das Leben in einem Land zu ermöglichen, in dem &lt;em&gt;Milch und Honig fließt &lt;/em&gt;(2. Mose 3,8). Auch er nennt sich mit vollem Recht &lt;em&gt;Allah, Elohim, Gott&lt;/em&gt;, denn er hat die Welt erschaffen. Er hat sich aber zu seinem Dienst und zu seiner Ehre nur ein einziges, mit ansonsten keinen Vorzügen gesegnetes Volk erwählt und den anderen Völkern seine Barmherzigkeit dadurch unzugänglich gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Propheten des JHWH verkünden allerdings eine Ahnung davon, daß Gott sich eines Tages auch so offenbaren wird, daß alle Menschen ihn anbeten können. Als dann in Jesus diese Öffnung real möglich wird, spaltet sich das Judentum auf - in einen messianischen Flügel (die Christen) und einen Flügel, der die sozusagen internationale Ausweitung des JHWH-Glaubens erst in der Zukunft erwartet und "exklusiv" jüdisch bleibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Koran erzählt die Geschichte anders. Der Gott, der schon den Stammvater Abraham, viele Generationen vor Mose, zu einem gläubigen Moslem gemacht hat, unterscheidet nicht nach Juden und anderen Völkern. Er wählt sich Propheten aus, die allen Menschen sagen, daß Gott nur einer ist, daß man das Gebet verrichten, die Armenspende geben und im Bewußtsein leben soll, daß es eines Tages eine Heimkehr zu Gott geben wird - unterschiedslos für alle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Reden des moslemischen Propheten Mose mit dem skeptischen, ungläubigen Pharao wird wieder - ähnlich wie im Beispiel der Ameise aus Sure 27 - eine komplizierte menschliche Geschichte durch eine Auslassung vereinfacht. Ein Prophet (wie Salomo) hat keine menschlichen Schwächen, die ihn verächtlich mit einer Kreatur sprechen lassen würden. Ein Gott (wie der Gott des Koran) hat keine wechselvolle Geschichte mit einem zweit- oder drittklassigen Volk, in dem immer wieder seine eigene Ehre (Gottes Ehre!) auf dem Spiel steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollte man diese Gegensätze so stehen lassen und dem einen Teil der Menschen erlauben, an einen sozusagen dialektischen, ja widersprüchlichen Gott zu glauben und dem anderen Teil seinen in sich geschlossenen, undialektischen Gott lassen? Ich fürchte, daß das zu einfach ist und möchte die Frage deshalb zunächst so nicht stellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber was macht der Koran, wenn sich seine Darstellung als falsch erweist? Schon das Beispiel der Ameisen-Geschichte enthält eine offenkundige Kürzung und Schönung. Das Beispiel des Mose-Volkes enthält ebenfalls Korrekturen, die nicht stimmen können - etwa die Erwähnung des Haman (Vers 5), der in die Geschichte der Königin Esther gehört, Jahrhunderte später spielend. Wie lebt man damit und glaubt, wenn die "äußere" Wahrheit, der wirkliche Verlauf der Geschichte so offenkundig gegen den eigenen Glauben steht?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-3787275195518798011?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/3787275195518798011/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=3787275195518798011' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/3787275195518798011'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/3787275195518798011'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/was-ist-wirklich-geschehen.html' title='Was ist wirklich geschehen?'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-8784989397563422059</id><published>2008-09-21T19:00:00.009+02:00</published><updated>2008-09-25T07:47:05.558+02:00</updated><title type='text'>Lücken, offen und gefüllt</title><content type='html'>Sure 27: Die Ameise&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Erzählungen des Koran gibt es immer wieder rätselhafte Lücken, so auch in der Geschichte der Ameise aus dieser Sure. Es wird zunnächst die Klugheit eines dieser kleinen Tiere vorgestellt, das beim Anrücken der Armee des Königs Salomo seine Genossen warnt: &lt;em&gt;O ihr Ameisen, geht hinein in eure Wohnungen, auf daß euch nicht Salomo und seine Heerscharen zermalmen! &lt;/em&gt;(Vers 18)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Worte hört - eigenartige Wendung der Geschichte - der König Salomo, und er lächelt. Daß er die Rede der Ameisen verstehen kann, ist einer der vielen bewunderungswürdigen Kenntnisse des weisen Königs. Zuvor war bereits berichtet worden (Vers 16), daß er auch die Sprache der Vögel beherrscht. Nun hört er die Worte der Ameise, lächelt - und spricht Gott an und bittet ihn um den göttlichen Antrieb &lt;em&gt;deiner Gnade zu danken &lt;/em&gt;(Vers 19) und einiges Demütige mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nichts davon steht im Zusammenhang mit der Rede der Ameise. Mein &lt;a href="http://www.searchtruth.com/tafsir/tafsir.php?chapter=27"&gt;Kommentar von Searchtruth&lt;/a&gt; berichtet allerdings von einer jüdischen Legende, die das fehlende Stück enthält: Salomo habe nämlich, so erzählen es sich die Juden untereinander, verächtlich zu der Ameise heruntergeredet, aber die habe ihm ebenso verachtungsvoll erwidert: was bist du schon? Das Ergebnis eines Samentropfens! Dieses Stück fehlt im Koran, es macht aber klar, warum Salomo lächelt und warum er im Anschluß ein demütiges Gebet spricht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Pointe der Searchtruth-Interpretation ist nun, daß der Koran es demnach besser als die Juden macht, indem er die "schmutzigen Flecken" auf dem Bild reinigt, das sich die Juden von einem ihrer Propheten gemacht haben. Propheten sprechen nicht verachtungsvoll mit Kreaturen Gottes! Und Salomo ist ein Prophet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für mich und meinen Dialog mit Herrn Öztaş, der im Moment sehr intensiv parallel zu diesem Blog weitergeht, wird hier etwas deutlich, was wir schon früher gemeinsam festgestellt haben: mein dialektisches Bild der Bibel ist auf den Koran nicht anwendbar. Die Bibel will die menschliche, manchmal unangenehme Wahrheit über die Bannerträger der großen Versprechungen Gottes zeigen, wie etwa bei David und Salomo, also auch die Kehrseite ihrer Charaktere. Sie will sogar in Extremsituationen (wie bei Hiob und beim Kreuzestod Jesu) offen auch von der Kehrseite der Gnade Gottes reden dürfen. Nichts davon darf man im Koran erwarten, hier regiert der reine Glaube.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Reine Schönheit regiert manchmal auch - wie in Vers 44. Da kommt die legendäre Königin von Saba zu Besuch in den Palast des Königs Salomo, auch die &lt;a href="http://www.biblegateway.com/passage/?search=1%20king%2010,1;&amp;amp;version=10;"&gt;Bibel berichtet &lt;/a&gt;davon. Sie ist durch einige Ereignisse im Vorfeld schon weitestgehend davon überzeugt, daß Salomo den richtigen Glauben besitzt (sie selbst und ihr Volk haben bislang nicht den wahren Gott sondern die Sonne angebetet), und ergibt sich endgültig dem neuen Glauben beim Anblick des prächtigen Palastes von Salomo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Palast ist, für die Königin nicht sogleich erkennbar, über und über mit Glas und Spiegeln versehen, so daß die Königin für einen Moment annimmt, sie müsse durch Wasser gehen, um hineinzugelangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier läßt der Koran keine Lücke in der Erzählung. Im Gegenteil, er schmückt die Augentäuschung mit einer kleinen Geste aus, die davon zeugt, daß der Koran nicht als leibfeindlich angesehen werden kann: die Königin hebt in Erwartung des Fußbades ihren Rock hoch und &lt;em&gt;entblößte ihre Schenkel&lt;/em&gt; (Vers 44). Die sagenumwobene Königin des Südreiches mit geschürztem Rock! Auch das ist ein Bild, das man aus einer Wanderung durch den Koran mitnehmen kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-8784989397563422059?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/8784989397563422059/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=8784989397563422059' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/8784989397563422059'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/8784989397563422059'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/lcken-offen-und-gefllt.html' title='Lücken, offen und gefüllt'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-1450264039479304759</id><published>2008-09-19T12:30:00.000+02:00</published><updated>2008-09-19T12:58:12.212+02:00</updated><title type='text'>Ein Gesang</title><content type='html'>Sure 26: Die Dichter&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor ich dazu komme, die Poesie dieser Sure zu loben, möchte ich den Eindruck wiedergeben, der mich überkam, als auch in dieser Sure gleich wieder die alten, bekannten Propheten vor ihren bekannt ungläubigen Zuhörern auftraten. Das alles war mir so vertraut, daß ich meinte, es langsam schon singen zu können, wie man im Volksmund sagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das bedeute natürlich zunächst eine innere Ablehnung, aber dann war es mir, als ob die Sure sagen wollte: genau das will ich bei meinen Zuhörern erreichen, daß sie die Geschichten von Mose und Abraham, Noah und Ad, Salih und Lot und ihren bereits mehrfach im Koran genannten Prophetenkollegen wie in einem rituellen Gesang zu wiederholen lernen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sure verfällt deshalb wohl auch von Anfang an in einer Art Litanei, die durch auffallend kurze und in vielerlei Hinsicht gleichförmige Verse auch im Deutschen rhythmisch strukturiert wird. Siebenmal beginnt die Geschichte des jeweiligen Propheten mit &lt;em&gt;Und siehe dein Herr – wahrlich er ist der Barmherzige&lt;/em&gt;, danach wird immer eine ähnliche Geschichte erzählt, oft mit gleichen Motiven (der Prophet verlangt keinen Lohn, er wird von seinem Volk als Lügner dargestellt), sie endet immer mit &lt;em&gt;Siehe hierin ist wahrlich ein Zeichen, und dennoch glaubten die meisten nicht.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies alles macht den Eindruck eines Liedes, eines Gesangs, der durch ständige Wiederholung seinen Leitgedanken vertiefen will. Am Ende soll man wohl fast automatisch mitsingen &lt;em&gt;Siehe hierin ist wahrlich ein Zeichen…&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schwanke weiterhin in der Antwort auf die Frage, warum im Koran bislang erheblich mehr vom Unglauben als vom Glauben die Rede ist. Der Trost für den Propheten steht in dieser Sure noch einmal als Hauptgrund vorneweg: &lt;em&gt;Vielleicht härmst du deine Seele zu Tode, daß sie nicht gläubig werden&lt;/em&gt; (Vers 2). Aber die Wirkung des Gesangs zielt nach meinem Eindruck eher auf die späteren Hörer und sagt ihnen: werdet nur nicht so verstockt wie der Pharao!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Dichter, nach denen die Sure benannt ist, kommen am Ende schlecht weg. &lt;em&gt;Und die Dichter, es folgen ihnen die Irrenden.&lt;/em&gt; (Vers 234). Der Koran dagegen wird erneut nicht als Dichtung, sondern als Prosa dargestellt, obwohl er gerade in dieser Sure besonders dichterisch durchgestaltet erscheint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er kam, wie er von sich selbst sagt, klar und deutlich herab &lt;em&gt;in offenkundiger arabischer Zunge&lt;/em&gt; (Vers 195). Es wird ergänzt &lt;em&gt;und wahrlich, verkündet ist er in den Schriften der Früheren&lt;/em&gt; (Vers 196), was ich so verstehe, daß auch die prophetischen Worte der Bibel als eine Art von Koran, was ja "Lesung" oder "Vortrag" bedeutet, verstanden werden können.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-1450264039479304759?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/1450264039479304759/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=1450264039479304759' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/1450264039479304759'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/1450264039479304759'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/ein-gesang.html' title='Ein Gesang'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-8874231439618359845</id><published>2008-09-18T11:00:00.001+02:00</published><updated>2008-09-19T14:18:52.866+02:00</updated><title type='text'>Gute Absicht, böse Aufnahme</title><content type='html'>Sure 25: Die Unterscheidung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Gesegnet sei der, welcher die Unterscheidung hinabsandte auf seinen Diener&lt;/em&gt;. So beginnt die Sure 25 – und unterbricht sogleich den hellen Gedanken wieder, was da alles an Weisheit möglich wäre, wenn man zu unterscheiden lernt zwischen Gut und Böse, Recht und Unrecht, wahren und falschen Wegen. &lt;em&gt;Al-Furqa &lt;/em&gt;heißt die Unterscheidung in Arabisch, ein ehrfurchtgebietendes Wort. Aber nichts von ihr – es beginnt sogleich in Vers 2 die erneute Klage über die Menschen, die Gott &lt;em&gt;Gefährten&lt;/em&gt; an die Seite stellen und ihm nachsagen wollen, er habe ein Kind gezeugt. Die Schilderung der Gedanken und Taten der Ungläubigen durchzieht die ganze Sure, die &lt;em&gt;Unterscheidung &lt;/em&gt;dagegen wird nicht mehr erwähnt. Was in guter, klärender Absicht herabgesandt wurde, findet bei den Menschen eine böse Aufnahme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man sollte nicht vorschnell über das ewige Lamentieren des Korans über die Ungläubigen urteilen. Auch die Evangelien der Bibel haben ja ihre Aufmerksamkeit dem Stand der Pharisäer und Schriftgelehrten gegenüber so sehr ausgeweitet, daß man sich oft fragt, was deren ständiges Auftreten eigentlich bewirken soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Christen haben sich darauf geeinigt, daß die Pharisäer eine beständige Mahnung auch an zukünftige Generationen von Gläubigen sein sollen, ihr Leben nicht in kalter Gesetzlichkeit und Menschenferne zu führen. Vielleicht steckt etwas Ähnliches im Negativmuster der Ungläubigen des Korans.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie werfen Mohammed vor, er lebe ein natürlich Leben, mit Essen und Trinken und &lt;em&gt;Wandeln auf den Bazaren&lt;/em&gt; (Vers 8). Kräftige Erweise seiner Gottgesandtheit will man sehen, einen Klumpen Gold vom Himmel gefallen, einen von Gott herabgeworfenen Garten, um davon zu essen. Ja, wenn es ein Engel wäre, der einem den Koran vorliest, dann würde man glauben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles das kann Mohammed nicht bieten, will es auch nicht. Er verkündet weiter unbeirrt den Gerichtstag Gottes – da wird das Reich &lt;em&gt;des Erbarmers&lt;/em&gt; sein (Vers 28), ihm gehören, was aber im gleichen Atemzug bedeutet, daß es dies Erbarmen nur für die Gläubigen gibt, denn derselbe Vers sagt, &lt;em&gt;und es soll ein Tag für die Ungläubigen sein, ein harter.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob es die Ungläubigen hören? Als selbst unter dem Vorwurf des Unglaubens stehend sage ich: mich würde es eher umstimmen, von der segensreichen Wirkung zu hören, die von der ins praktische Leben eingebrachten Unterscheidung ausgeht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-8874231439618359845?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/8874231439618359845/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=8874231439618359845' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/8874231439618359845'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/8874231439618359845'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/gute-absicht-bse-aufnahme.html' title='Gute Absicht, böse Aufnahme'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-3923198676082098482</id><published>2008-09-17T13:30:00.001+02:00</published><updated>2008-09-17T13:52:44.293+02:00</updated><title type='text'>Der Schutz der Privatsphäre</title><content type='html'>Sure 24: Das Licht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieser Sure wird erstmals ein echtes Gesetz verkündet. Wer seine Vorstellungen von heiligen Dokumenten an der Bibel orientiert, hat lange darauf gewartet. &lt;em&gt;Du sollst nicht&lt;/em&gt; ist normalerweise nicht die Sprache des Koran. Hier wird nach meinem Eindruck eine Ausnahme gemacht, und es wird auch bald deutlich, warum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Gesetz (&lt;em&gt;Eine Sure, die wir herabsandten und zum Gesetz erhoben.&lt;/em&gt; Vers 1) lautet im ersten Satz: außerehelicher Geschlechtsverkehr ist strafrechtlich verboten. Aber es läuft sehr bald auf ein zweites Thema hinaus: die üble Nachrede, es habe außerehelicher Verkehr stattgefunden, ist ebenfalls strafrechtlich verboten, und dann, als drittes, bricht es aus dem Propheten ganz konkret heraus: &lt;em&gt;Warum seid ihr der Lüge nicht entgegengetreten? &lt;/em&gt;(Vers 12)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist eine allbekannte üble Nachrede gemeint, die dem Propheten bis heute schadet: er halte es mit der Kontrolle seiner sexuellen Begierden nicht so genau und sein Hausstand sei ihm darin gleich. Zwei konkrete Verfehlungen nennen meine Kommentare: die Ehe Mohammeds mit der geschiedenen Frau seines Stiefsohnes Said bin Haritah und das nächtliche Alleinsein seiner Lieblingsfrau Ayscha mit einem fremden Mann. Für beides wurden dem Propheten offenbar Vorhaltungen gemacht, deren Zielsetzung klar war, es sollte seine moralische Integrität in Frage gestellt und damit sein Führungsanspruch in Zweifel gezogen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine Antwort ist menschlich gesprochen eine donnernde Gesetzesverschärfung. Auf außerehelichen Geschlechtsverkehr steht ab sofort eine öffentliche Strafe, Peitschenhiebe! Das betrifft ihn natürlich auch selbst: wenn je bei ihm und in seinem Haushalt etwas Ähnliches vorfiele, gäbe es keine Gnade. Aber sofort heißt es dann aber auch: wehe denen, die in dieser Beziehung Gerüchte streuen, ihnen wird es nicht besser gehen. Peitschenhiebe auch für sie!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im späteren Verlauf bleibt die Sure beim Problem der sexuellen Beziehung von Mann und Frau und nimmt sich deren Kern vor: der Austausch von körperlichen Reizen. Hier wird die Sure sozusagen präventiv und schränkt die Möglichkeiten ein, daß Männer und Frauen Reize austauschen oder sich in verfänglichen Situationen begegnen. Die &lt;em&gt;gläubigen Frauen&lt;/em&gt; sollen &lt;em&gt;ihre Reize nicht zur Schau tragen&lt;/em&gt; (Vers 31), sie sollen einen Schleier &lt;em&gt;über ihren Busen&lt;/em&gt; schlagen und ihre Reize nur einem begrenzten Teil von Menschen zeigen – einem Kreis, der in westlichen Gesellschaften in etwa unter das Inzestverbot fallen würde. Nichten und Neffen etwa dürfen eine gewisse Nacktheit der Tante sehen, das schadet nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu den Tageszeiten, in denen sich Menschen für gewöhnlich weitestgehend entkleiden, und die in Vers 57 genau bezeichnet werden, sollen selbst die eigenen Kinder und die Sklaven das Zimmer nicht ohne Anklopfen betreten, bzw. ohne eine vorherige Frage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Schleier wird hier eingeführt, allerdings zunächst wohl als Schleier über dem Busen (Vers 31), der in vorislamischen Zeiten laut meinem Kommentar nur durch ein dünnes Hemd bedeckt war. Wie auch immer, daß man &lt;em&gt;seine Reize nicht zur Schau tragen&lt;/em&gt; sollte, ist eine verständliche, wenn auch heute in westlichen Kulturen weitestgehend unbekannte Lebensregel. So, wie sie hier dargelegt wird, begründet sie nach meinem Verständnis keine drakonischen Vermummungsregeln für Frauen. Ein gute Portion Dezenz, wenn man es nüchtern sieht, nicht mehr und nicht weniger.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-3923198676082098482?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/3923198676082098482/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=3923198676082098482' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/3923198676082098482'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/3923198676082098482'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/der-schutz-der-privatsphre.html' title='Der Schutz der Privatsphäre'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-9036874200224203459</id><published>2008-09-16T12:00:00.002+02:00</published><updated>2008-09-16T12:29:03.640+02:00</updated><title type='text'>Der andere Teil</title><content type='html'>Sure 23: Die Gläubigen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wohl ergeht es den Gläubigen&lt;/em&gt;, so beginnt diese Sure und faßt zu Beginn noch einmal das zusammen, was die Gläubigen ausmacht: das Gebet (in dem man sich demütigt), die Armenspende, das Hüten der Zunge und der anvertrauten Dinge, und schließlich eine Keuschheit, die zunächst mönchisch wirkt – &lt;em&gt;sich der Frauen enthalten&lt;/em&gt; (Vers 5) – dann aber nach einer Schrecksekunde in Vers 6 doch diejenige Frau, ja diejenigen Frauen benennt, derer man sich glücklicherweise nicht enthalten muß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Versen 12 bis 14 wird die Erschaffung des Menschen &lt;em&gt;aus reinem Ton&lt;/em&gt; geschildert und Gottes Schöpfermacht gepriesen, es wird an das Sterben erinnert und, wie so oft im Koran, an die Auferstehung der Toten. Von Vers 17 an wird die gesamte äußere Schöpfung gepriesen, auch hier mit einem vielfältig im Koran vorkommenden Motiv, dem wundersamen und segensreichen Weg, den das Wasser geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings ist das Thema der Gläubigen mit Vers 22 abrupt zu Ende, und es erscheint Noah mit seinem Prophetenamt, das darin besteht, den &lt;em&gt;Un&lt;/em&gt;gläubigen zu predigen. Diese Ungläubigen beherrschen thematisch die kompletten restlichen Verse 23 bis 118. Sie, der andere Teil der Menschen im Blickfeld des Propheten, sind offenbar wieder einmal in der Überzahl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier und an vielen anderen Stellen beansprucht der Unglaube der Menschen offenbar das vollständige Interesse des Koran – nicht der Glaube. Wenn man hierfür eine vordergründige Absicht in der Themenwahl vermuten will, dann kann diese Absicht nur in der Tröstung des Propheten über den seine Kräfte verzehrenden Widerspruch bestehen – oder eine Botschaft für die Ungläubigen sein. Ich halte letzteres für weniger wahrscheinlich, weil es einem Ungläubigen nicht hilft, wenn man ihm etwa vom Unglauben der Zeitgenossen Noahs (Vers 24) berichtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Absicht ist wohl eher ein Wort an den Propheten, zu seiner Stärkung. Es macht den späteren Leser, der also einem Dialog zwischen Gott und dem Propheten zuhören darf, zu einem privilegierten Dritten, zu einer Art Lauscher, der Dinge hören darf, die eigentlich nicht für seine Ohren bestimmt sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über die Ungläubigen wird in dieser Sure dreierlei bekannt, das ich bemerkenswert finde: Sie leugnen einerseits die Auferstehung (Vers 37), sie zerstückeln außerdem die „eine“ Wahrheit und bilden Splittergruppen (&lt;em&gt;Zerrissen ihre Sache untereinander in Sekten&lt;/em&gt;; Vers 55) und reden schließlich viel achtloses Zeugs (&lt;em&gt;schwatztet Unsinn in nächtlichem Geplauder&lt;/em&gt;; Vers 69).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Thema der Sekten kommt auch in früheren Suren vor, als Vorwurf besonders für die Juden, die ansonsten ja eigentlich alles richtig gemacht haben mit ihrem strengen Monotheismus. Offenbar soll man auch das Hochhalten von Lehrmeinungen, das am Ende zu Spaltungen und zu neuen Glaubensgemeinschaften führt, als etwas ansehen, das dem einen Gott neue Götter beigesellt, &lt;em&gt;Gefährten&lt;/em&gt;, wie der Koran sagt und dies als eine der Ursünden darstellt..&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-9036874200224203459?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/9036874200224203459/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=9036874200224203459' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/9036874200224203459'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/9036874200224203459'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/der-andere-teil.html' title='Der andere Teil'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-2577983385370669150</id><published>2008-09-13T12:15:00.003+02:00</published><updated>2008-09-13T12:39:41.551+02:00</updated><title type='text'>Im Haus Abrahams</title><content type='html'>Sure 22: Die Pilgerfahrt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist der Sinn der Pilgerfahrt nach Mekka? In dieser Sure wird einiges dazu gesagt. Das wichtigste davon erscheint eher in einem Nebensatz. In einer Passage mit den Opfervorschriften, nach denen Kamele geschlachtet und verspeist werden (die Armen nehmen am Essen teil), wird über die Mekka-Pilger gesagt: &lt;em&gt;Laß sie zu dir kommen […] auf daß sie Zeugnis ablegen von den Vorteilen, die sie davon haben.&lt;/em&gt; (Vers 29)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Motive kommen hier zusammen, die sich auch in der Bibel finden: das zeugnishafte Bekenntnis zu seinem Glauben und die Erwartung, daß Gott die Gläubigen auch auf Erden materiell segnet. &lt;em&gt;Denen hilft er, die […] das Gebet verrichten und die Armenspende entrichten und das Rechte gebieten und das Unrechte untersagen&lt;/em&gt; (Vers 42). Das ist ein irdisches Versprechen für die Frommen. Zwar wird im Koran nach meinem Eindruck insgesamt mehr auf den himmlischen Lohn verwiesen als auf den irdischen, aber auch auf der Erde wirkt Gottes Vorsorge sich positiv auf das Wohlergehen der Gläubigen aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was sollen sie tun, um sich dieser Vorsorge sicher zu sein? Das Gebet verrichten und die Armenspende entrichten und das Recht einhalten! So wird es in Vers 42 gesagt – und es durchzieht den ganzen Koran. Wenn man danach fragt, was dieses Recht ist, dann findet man erstaunlich wenig konkrete Antworten – außer einigen Sondervorschriften wie etwa in Sure 4 über das Erbrecht und das Recht der Witwen und Waisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Mangel hat einen Sinn. Der Koran setzt offenbar eine Art Naturrecht voraus, von dem jeder Mensch einen Begriff hat. „Gewissen“ würden wir im Deutschen sagen, es ist vermutlich kein Wort, das man im Koran finden wird, aber es drückt etwas dem Koran Verwandtes aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Vers 66 gibt es ein Gebot über die Sitten und Gebräuche anderer Völker, denen der Prophet die Lehre von dem einen und einzigen Gott verkünden wird: &lt;em&gt;Jedem Volk gaben wir Gebräuche, die sie beobachten, drum laß sie nicht mit dir hierüber streiten sondern rufe sie zu deinem Herrn. […] Streiten sie jedoch mit dir, so sprich: ‚Gott kennt am besten euer Tun. Er wird richten zwischen euch […]’&lt;/em&gt; Offenbar sollen dem Propheten die natürlichen Vorstellungen von Recht und Unrecht genügen, die das fremde Volk bereits hatte, bevor ihm der Prophet seine Botschaft überbrachte. Das Endgericht Gottes wird jeden nach seinen Sitten und Gebräuchen beurteilen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Ergebnis finde ich im Koran bislang nichts, was den Zehn Geboten der Bibel in irgendeiner Weise ähnlich wäre. Es entsteht der Eindruck, daß man solche Gesetze zu Mohammeds Zeiten als bekannt voraussetzen konnte* und jetzt nur noch den Dreiklang von Einem Gott, der Verrichtung des Gebets und der Armenspende als neue Inhalte der Prophetenpredigt hören sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dazu natürlich die Pilgerfahrt! Ihr Ziel ist das Haus Abrahams, das Gott ihm &lt;em&gt;zur Wohnung&lt;/em&gt; gab (Vers 27), die Kaaba. Abraham wäre demnach viele Tagereisen weit aus Palästina nach Süden gewandert, nicht nur nach Ägypten, wie die Bibel berichtet, sondern auch weit hinein in das Innere der Arabischen Halbinsel, und hätte dort im &lt;em&gt;steinernen Tal&lt;/em&gt; die Kaaba als Haus zugewiesen bekommen, er, der Zeltbewohner.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damals, in Abrahams Zeiten, hat Gott nach der Vorstellung des Korans die Gläubigen für sich auserwählt – mit einem Auftrag, den sie ohne Probleme erfüllen konnten: &lt;em&gt;Er hat euch erwählt und hat euch in der Religion nichts Schweres auferlegt, nämlich die Religion eures Vaters Abraham.&lt;/em&gt; (Vers 77) Auch Abraham kannte, so kann man ergänzen, noch keine Zehn Gebote und begnügte sich mit der einfachen Anweisung: &lt;em&gt;Ich bin der allmächtige Gott, El-Schaddaj. Wandle vor mir und sei fromm.&lt;/em&gt; (1. Mose 17,1)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*Herrn Öztaş werde ich bei unserem nächsten Treffen fragen, warum der Koran nicht deutlicher auf die alten Gesetze hinweist, wenn er sie doch offenbar als richtig und notwendig voraussetzt. Enthalten muslimische Bibliotheken die Bibel oder Teile davon?&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-2577983385370669150?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/2577983385370669150/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=2577983385370669150' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/2577983385370669150'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/2577983385370669150'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/im-haus-abrahams.html' title='Im Haus Abrahams'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-173861213181644638</id><published>2008-09-11T11:00:00.001+02:00</published><updated>2008-09-11T11:20:17.049+02:00</updated><title type='text'>Ein gewitzter Abraham</title><content type='html'>Sure 21: Die Propheten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dieser Sure bin ich in etwa bei der Mitte des Korans angelangt. Jedenfalls habe ich von der Seitenzahl meiner Koranausgabe die Hälfte des Buches erreicht. Eigenartigerweise findet sich gerade hier das nach meinem Kommentar einzige wörtliche Zitat aus der Bibel. Es ist ein Vers aus Psalm 37: &lt;em&gt;Die Gerechten werden das Land besitzen&lt;/em&gt; (Vers 29). Im Koran heißt es: &lt;em&gt;Erben sollen die Erde meine gerechten Diener &lt;/em&gt;(Vers 105). Nimmt man die dritte Seligpreisung aus Matthäus 5,5 hinzu, &lt;em&gt;Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben&lt;/em&gt;, so ergibt sich ein eigenartiger Dreiklang von ähnlichen, im Ergebnis aber doch auch unterschiedlichen Aussagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicherlich wäre dieser Vers ein geeigneter Ansatzpunkt für ein Gespräch mit Vertretern aller drei Religionen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Vorstellung des Korans über das, was ein gerechter Diener ist, wird auch in dieser Sure in Einzelheiten entwickelt. Sie erhält eine lange Aufzählung, ähnlich wie in Sure 4, in der die verschiedenen Propheten des Alten Testamentes und Jesus aufgeführt werden. Es beginnt wie häufig im Koran mit Mose, von dem hier gesagt wird, ihm und Aaron sei &lt;em&gt;El-Furkan&lt;/em&gt;, die Unterscheidung, gegeben worden. Aber auch Abraham, vor ihm, wurde eine &lt;em&gt;Rechtleitung&lt;/em&gt; offenbart, wie es in meiner alten Übersetzung von Henning schön heißt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Woran hat man gesehen, daß Abraham ein Gerechter, ein Rechtgeleiteter gewesen ist? In Vers 73 wird über ihn und über Isaak und Jakob gesagt, daß sie in das &lt;em&gt;Tun von Gutem und die Verrichtung des Gebets und das Entrichten von Almosen &lt;/em&gt;eingeweiht waren. Der Koran macht damit in gewisser Weise die bekannten moslemischen Vorschriften zu ewigen Ordnungen, die den Menschen schon sehr früh geoffenbart worden sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine wichtige Rolle hat in dieser Sure Abraham insofern inne, als von ihm eine Geschichte erzählt wird, die nicht in der Bibel enthalten ist, aber in ihrer witzigen Pointe auch den Juden und Christen gefallen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wird erzählt, daß Abraham als junger Mann gegen die Verehrung von Götzen in seinem Heimatland opponiert. Er läßt es nicht gelten, daß bereits die Vorfahren diese Götzen verehrt haben und zerschlägt heimlich ihre Statuen. Listigerweise läßt er dabei die Statue des größten Götzen unversehrt und behauptet den erschrockenen Mitbürgern seiner Vaterstadt gegenüber, nicht er habe die Statuen zerschlagen sondern der große Götze habe es getan. Als man das in Zweifel zieht, fordert er sie auf, den Götzen doch einfach zu fragen. Aber der kann ja nicht reden! sagen die Leute und Abraham entgegnet: genau das habe ich euch ja immer sagen wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens benutzt der Koran eine Erzähltechnik, welche die Aufmerksamkeit der Zuhörer offenbar genau im Auge behält. Er beginnt nach meiner Beobachtung oft mit Stellen, in denen lange und ausführlich erzählt wird, und endet mit Stellen, wo bekanntes Wissen nur gestreift wird. So wird am Ende der langen Ahnenreihe der Propheten auch Maria und Jesus erwähnt. Er sei ein &lt;em&gt;Zeichen geworden für alle Welt &lt;/em&gt;wird in Vers 91 ehrfürchtig gesagt, aber sein Name wird nicht genannt. Er wird offenbar als bekannt vorausgesetzt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-173861213181644638?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/173861213181644638/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=173861213181644638' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/173861213181644638'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/173861213181644638'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/ein-gewitzter-abraham.html' title='Ein gewitzter Abraham'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-1056453186198945684</id><published>2008-09-09T10:30:00.000+02:00</published><updated>2008-09-09T11:00:59.664+02:00</updated><title type='text'>Wer ist Es-Samiri?</title><content type='html'>Sure 20: Teha&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zwanzigste Sure macht den Interpreten einige Mühe. Das beginnt mit dem Titel, der nur aus den Buchstaben T und H besteht. Man weiß ebensowenig, was das bedeutet wie bei den anderen Suren, die ebenfalls ihren Versen eine Kombination von Buchstaben voranstellen, A.L.M etwa bei der zweiten und bei vielen anderen Suren. Die Bedeutung dieser Buchstaben ist dabei immer unklar, vergleichbar dem „Sela“ in den Psalmen, über dessen Sinn man ebenfalls über die Jahrhunderte vergeblich spekuliert hat. Möglicherweise wurde beides durch die Arbeit eines Archivars hinzugefügt, der Ordnung in die ihm vorliegenden Papiere bringen wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch schwieriger wird es mit dem später auftauchenden Mann namens Es-Samiri, der zusammen mit Mose und Aaron in der Geschichte vom Goldenen Kalb eine Rolle spielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Beginn der Sure wird zunächst die Geschichte von Mose und dem Pharao erneut erzählt, diesmal mit der überraschenden Variante, daß sich die Zauberpriester Ägyptens am Ende zum wahren Glauben bekehren und die Überlegenheit anerkennen, die von Mose, Aaron und ihrem Zauber ausgeht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später, in der Wüste wird aber derselbe Aaron abfällig und läßt es zu, daß die Israeliten das Goldene Kalb verehren. &lt;em&gt;Allerlei Zierat&lt;/em&gt; haben die Israeliten ins Feuer geworfen, wie sie Mose gegenüber zugeben, goldenen Schmuck also, &lt;em&gt;und herausgekommen ist ein leibhaftiges blökendes Kalb &lt;/em&gt;(Vers 90), das nun also der Gott des Mose sein soll. Der Einwand des Koran gegen diesen Kalbgott könnte auch der Einwand der Bibel sein: &lt;em&gt;sehen sie denn nicht, daß er ihnen nicht Antwort gibt und ihnen weder schaden noch nützen kann?&lt;/em&gt; (Vers 91).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es-Simiri assistiert bei all dem, Mein Kommentar sieht in ihm, der das Volk in gewisser Weise mit dazu anstiftet, den Schmuck ins Feuer zu werfen, einen Doppelgänger des Aaron, der stellvertretend die Schuld übernehmen soll, die Aaron mit seiner nachlässigen Haltung der Abgötterei gegenüber auf sich lädt. Es-Samiri ist der Böse, Aaron der Gute und bleibt ein Prophet. Er ist zwar ab jetzt etwas angekratzt, aber die im Koran so wichtige Anerkennung als Prophet bleibt ihm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir haben die Zauberpriester des Pharao imponiert, wie sie ihrem König ins Angesicht widerstehen und die Macht des Mose und seines Gottes anerkennen. Sie reden erstaunlicherweise – etwa 1500 Jahre vor unserer Zeitrechnung! – genau so wie die Moslems des Jahres 600 danach und wissen deshalb, daß aufgrund ihres Glaubens &lt;em&gt;Edens Gärten&lt;/em&gt; auf sie warten, &lt;em&gt;durcheilt von Wasserbächen&lt;/em&gt; (Vers 78) und nicht Dschehannah und ihr Gepfühl. Der Koran macht sprachlich keine Unterschiede zwischen den Gläubigen der Vorzeit und den Gläubigen heute, sie alle haben ein eindeutiges Offenbarungswissen und sprechen es deshalb auch auf gleiche Weise aus.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-1056453186198945684?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/1056453186198945684/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=1056453186198945684' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/1056453186198945684'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/1056453186198945684'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/wer-ist-es-samiri.html' title='Wer ist Es-Samiri?'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-3970108827258586972</id><published>2008-09-07T13:30:00.003+02:00</published><updated>2008-09-07T13:34:25.379+02:00</updated><title type='text'>Der eine, einzige Gott</title><content type='html'>Sure 19: Maria&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem Kommentar las ich, Mohammed habe in seinen ersten Jahren in Mekka gegen den Widerstand der Mekkaner den &lt;em&gt;Tauhid&lt;/em&gt; gepredigt, die Lehre von der Einheit und Einzigkeit Gottes. So hat man offenbar den Kern seiner Lehre verstanden. &lt;em&gt;Ahad&lt;/em&gt; ist im Arabischen die Zahl Eins, auf diesen Stamm geht auch Tauhid zurück, die Lehre vom „Eine-Eins-Sein“, um es einmal bewußt holprig auszudrücken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch im Deutschen ist es sprachlich schwer, das eindeutig zu sagen, was wir mit „Monotheismus“ meinen. Dreierlei wird angesprochen, wenn wir Gott die Zahl „Eins“ zuordnen. Erstens ist er allein* (und hat keine gleichwertigen Götter neben sich), zweitens ist er in sich eins (und kein Doppelwesen, d.h. zumindest von Natur aus auch keine Trinität), drittens ist er der erste** (in Bezug auf unsere Verehrung).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer in dem Gedanken an die &lt;em&gt;oneness&lt;/em&gt; Gottes eine Selbstverständlichkeit oder gar eine Tautologie sehen möchte, kann bei Jack Miles nachlesen, wie komplex der an sich ein-fache Gedanke an den einen Gott werden kann, wenn man ihn in der Geschichte des auf diesen Gedanken eingeschworenen Volkes Israel verfolgt. Ein Gott, der einerseits beansprucht, den Himmel und die Erde geschaffen zu haben, sich andererseits aber auch in das Wohl und Wehe einer Handvoll Schafhirten in Palästina einmischt und über ihrem Geschick eine wechselvolle Führerschaft ausübt, muß sich zwangsläufig der Frage aussetzen, ob es wirklich ein- und dieselbe Instanz ist, die großes Glück beschert, später aber das große Unglück nicht zu verhindern hilft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jack Miles sieht in der Geschichte der Israeliten und später in ihrer Wirkung, in dem Spiegel, den sie allen, die darin lesen, auf Jahrhunderte vorgehalten hat, ein Bild des Menschen, der sich im Charakter Gottes wiederfindet und seine eigenen wilden Widersprüche mit der Hilfe des Gottesspiegels miteinander versöhnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Polytheisten haben es leichter, mit ihrem Himmel voll heller und dunkler Gottescharaktere. Entsprechend lehren sie einen Weg zur Charakterbildung der, grob vereinfachend gesagt, die Widersprüche eher zum Schweigen bringt als zu einem konstruktiven Ringen miteinander. Im Nirwana laufen alle Wellenberge und –täler zu einem großen kosmischen Mantra-Summen ineinander, da ist alles gleich, weil alles gleich gilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor dem Hintergrund der Überlegungen von Jack Miles gehören die Moslems mit hinein in das von immer weniger Leuten besetzte Boot, in dem die ausharren und rudern, die an einer Einheit hinter der Vielfalt festhalten. Die moderne Physik ist gegen sie, sie hat zuerst den Glauben an eine einheitliche göttliche Macht hinter den sichtbaren Dingen in Frage gestellt. Es kam dann noch schlimmer, denn mittlerweile lehren prominente Physiker*** wohl offenbar auch, daß es überhaupt keine einheitliche innere Macht hinter den äußeren Phänomen gibt und daß selbst der Gedanke an einen Urknall immer noch ein Rest von Monotheismus ist, den es zu überwinden gilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob sich die Menschen der drei „Religionen des Buches“ verschwören sollten, dem allem entgegenzutreten? Ich weiß es nicht. Zumindest sollten sie wissen, daß sie alle drei im &lt;em&gt;Tauhid&lt;/em&gt; untereinander verbunden sind. Das gilt, auch wenn sich der jeweilige Eine Gott in der eigenen Religion in einem solchen Maße andersartig äußert als in den beiden anderen, daß nicht daran zu denken ist, hinter allem stehe ein- und dieselbe Person. Nicht Gott verbindet uns, aber die gemeinsame Blickrichtung unserer Suche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S. In der heutigen Sure wird der &lt;em&gt;Tauhid &lt;/em&gt;anhand der Geschichte der Maria erläutert. Nein, Gott hat keinen Sohn, dem man ihm – Abweichung vom reinen Monotheismus! –&lt;br /&gt; &lt;em&gt;beigesellen&lt;/em&gt; könnte. Aber es ist dem Koran sichtbar ein Anliegen, die Einzigartigkeit des großen Propheten Isa / Jesus nicht herabzuwürdigen. Deshalb wird zur Zeugung Jesu &lt;em&gt;unser Geist&lt;/em&gt; entsandt, &lt;em&gt;und er erschien ihr als vollkommener Mann&lt;/em&gt; (Vers 17).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu einer direkten Begegnung mit Maria kommt es dann allerdings nicht, Gott schafft Jesus in Marias Schoß durch sein Wort allein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Katholiken lassen den &lt;em&gt;vollkommenen Mann&lt;/em&gt; noch einen Schritt nach vorne tun. Ich bin kein Katholik und habe mich nie mit Fragen der unbefleckten Empfängis beschäftigt. Aber hier finde ich mich intuitiv doch auf Seiten der Katholiken. Ein Schritt mehr, nur ein einziger…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*das ist nach meinem Verständnis das auch sprachlich dem Arabischen verwandte &lt;em&gt;JHWH ächad&lt;/em&gt;, der HERR allein, aus dem &lt;em&gt;Schmah Jisrael&lt;/em&gt;, dem israelische Glaubensbekenntnis aus 5. Mose 6: &lt;em&gt;Schmah Jisrael, JHWH elohenu, JHWH ächad&lt;/em&gt;. Höre Israel, der Herr ist dein Gott, der Herr allein (und du sollst den Herrn, deinen Gott lieb haben…)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;** dies wiederum entspricht dem erneut gleichlautenden &lt;em&gt;ächad&lt;/em&gt; in 1. Mose 1: Nach der Schöpfung von Himmel und Erde wird zusammengefaßt: es wurde Abend, es wurde Morgen, &lt;em&gt;jom ächad&lt;/em&gt;, Tag Eins, erster Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*** Interview im Spiegel mit (füge ich noch ein)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-3970108827258586972?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/3970108827258586972/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=3970108827258586972' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/3970108827258586972'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/3970108827258586972'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/der-eine-einzige-gott.html' title='Der eine, einzige Gott'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-3722742071002387805</id><published>2008-09-03T23:00:00.001+02:00</published><updated>2008-09-03T23:29:55.803+02:00</updated><title type='text'>Siebenschläfer</title><content type='html'>Sure 18: Die Höhle&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Sure überrascht mit der lebensfrischen Erzählung einer alten christlichen Legende: im Römischen Reich schlafen sieben fromme Jünglinge zur Zeit der Christenverfolgungen in einer Höhle ein, werden nach zwei oder drei Jahrhunderten wieder wach und stellen staunend fest, daß im Reich mittlerweile der neue Glaube an den Gott der Christen den Sieg angetreten hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kunde von den Jünglingen in der Höhle muß sich um das Jahr 500 herum wie ein Lauffeuer im Mittelmeerraum verbreitet haben und war etwa 100 Jahre später zur Zeit Mohammeds offenbar auch den Arabern in Mekka geläufig, denn ihnen sagt der Koran ein wenig spielerisch: was hat es mit dem bekannten Streit auf sich, wie viele Jünglinge tatsächlich in der Höhle waren? Drei, fünf, wie viele? Und Mohammed kann auf sein vom Himmel kommendes Wissen verweisen und sagen: &lt;em&gt;Mein Herr kennt am besten ihre Zahl, nur wenige wissen sie&lt;/em&gt;. Immerhin teilt er die genaue Zahl der Höhlenjahre mit: &lt;em&gt;dreihundert Jahre und noch neun dazu&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Christenheit hält sich an die Zahl sieben, was die Schläfer in der Höhle betrifft, und erinnert sich bis auf den heutigen Tag regelmäßig an diese heiligen Jünglinge – und zwar immer am 27. Juni, dem &lt;em&gt;Siebenschläfertag&lt;/em&gt;, an dem das Wetter dann, wenn die Bauernregel sich bestätigt, ebenfalls in eine Art Schlaf tritt und sich über sieben Wochen nicht mehr verändert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum der Koran die Geschichte erzählt, dafür kann es mehrere Gründe geben. Ich sagte schon, daß Mohammed anhand der Kenntnis von Details auf sein himmlisches Wissen verweisen kann. Außerdem ist das Ausharren in einer Verfolgung natürlich immer vorbildlich, besonders wenn man von den Polytheisten um des Glaubens an den Einen Gott willen verfolgt wird, wie es im römischen Reich der Fall war. Im christlichen Raum soll das Beispiel der wieder zum Leben erweckten jungen Männer außerdem dem Glauben an die Auferstehung einen starken Auftrieb gegeben haben, auch das wäre im Sinne des Koran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie auch immer – hier wird eine Geschichte aus der Kirche der ersten Jahrhunderte lebendiger und detailgenauer erzählt als das meiste, was der Koran aus der Bibel übernimmt. Das könnte die These unterstützen, daß Mohammed weder das Alte noch das Neue Testament gekannt hat, dafür aber eine reiche mündliche Tradition von jüdischen und christlichen Erzählungen, teilweise aus den ersten christlichen Jahrhunderten, der Zeit nach Jesus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht sollte man Augustinus (geboren und im Jahre 430 gestorben im heutigen Algerien) lesen, um den Koran in seiner Entstehungszeit besser zu verstehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-3722742071002387805?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/3722742071002387805/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=3722742071002387805' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/3722742071002387805'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/3722742071002387805'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/siebenschlfer.html' title='Siebenschläfer'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-9152864096300413199</id><published>2008-09-01T08:30:00.004+02:00</published><updated>2008-09-01T23:14:27.897+02:00</updated><title type='text'>Meine besten Wünsche zum Ramadan</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Lieber Herr Öztaş,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;vielleicht mache ich Ihnen eine Freude, wenn ich Ihnen zum heutigen Beginn des Ramadan einen von mir ausgesuchten Vers aus einer Sure schicke und Ihnen etwas dazu schreibe. Als Christen grüßen wir uns häufig mit Bibelversen untereinander, warum sollte etwas Ähnliches nicht auch über die Grenzen der Religionen Freude bereiten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Sie ist dieser Monat ja gleichbedeutend mit einem spirituellen Weg, in dem Sie sicherlich auch Teile des Korans neu lesen und erleben werden. Hier ist aus meinem gestrigen Leseabschnitt, der Sure 18 (Die Höhle), der Vers 110:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sprich: "Ich bin nur ein Mensch wie ihr, doch mir ist es offenbart worden, daß euer Gott ein einiger Gott ist."&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor Jahren habe ich &lt;a href="http://www.amazon.de/Gott-Eine-Biographie-Jack-Miles/dp/3423307110/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;amp;s=books&amp;amp;qid=1220280125&amp;amp;sr=1-1"&gt;das Buch eines Mannes gelesen&lt;/a&gt;, der die großen geistigen Leistungen derjenigen Menschen beschrieben hat, die gegen die Verlockungen des Polytheismus den Glauben an den Einen Gott hochgehalten haben. In seinem Buch erzählt der Autor die ersten Kapitel der Bibel so nach, wie sie ein Polytheist sehen würde - ein Lichtgott, der die Menschen erschafft, ein Finsternisgott, der sie verführt, eine Urschlange, die die Sintflut herbeiführt etc. Und er sagt: das alles ist eine sehr einfache Geschichte!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schwierig wird es dagegen, sagt er dann, sich die Welt als Schöpfung eines einzigen Wesens vorzustellen, welches eine Reihe von Grundwidersprüchen der Schöpfung als Person in sich vereint und sagt: hinter dem allen steht nur einer, ich allein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gott in seinen vielen Gestalten zu sehen und ihn trotzdem als den Einen zu erkennen, das ist schwer. Aber es ist gleichzeitig eine ewige Einladung an jeden Menschen, auch die Widersprüche der eigenen Person ins Auge zu fassen und sie miteinander zu versöhnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie Sie sicherlich wissen, steht seit Wochen das &lt;a href="http://www.amazon.de/Wer-bin-ich-viele-philosophische/dp/3442311438/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;amp;s=books&amp;amp;qid=1220280077&amp;amp;sr=1-1"&gt;Buch von Richard David Precht&lt;/a&gt; "Wer bin ich - und wenn ja wie viele?" an der Spitze der Bestsellerliste. Man könnte den Titel als Verführung zum Polytheismus verstehen - wenn ich mich selbst als "Viele" verstehe, wie kann ich Gott dann noch als Einen begreifen? Man kann aber auch sagen - und daß ist jetzt mein Wunsch für Sie für diesen Ramadan 2008: daß uns der Spiegel des e i n e n Gottes vorgehalten wird, damit wir in den Widersprüchen unserer eigenen Existenz, in der Gefahr, v i e l e zu sein, ebenfalls dazu gelangen e i n Mensch zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liebe Grüße, die besten Wünsche&lt;br /&gt;Ihr Christian Runkel&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-9152864096300413199?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/9152864096300413199/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=9152864096300413199' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/9152864096300413199'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/9152864096300413199'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/meine-besten-wnsche-zum-ramadan.html' title='Meine besten Wünsche zum Ramadan'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-8773889881117836198</id><published>2008-08-30T22:30:00.003+02:00</published><updated>2008-09-01T23:02:16.887+02:00</updated><title type='text'>Gewiß bei Nacht, die Frage nur: wohin?</title><content type='html'>Sure 17: Die Nachtfahrt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Preis dem, der bei Nacht seinen Diener von der heiligen Moschee zu der fernen Moschee, deren Umgebung wir gesegnet haben, hinführte, auf daß wir ihm einige unserer Zeichen zeigten. Siehe, er ist der Hörende, der Schauende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wir gaben Moses die Schrift [...]&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Vers 1 und der Anfang von Vers 2)&lt;/p&gt;An den Folgen der in dieser Sure geschilderten nächtlichen Reise haben die Menschen bis heute zu tragen. Durch diese Reise wird der Anspruch auf Jerusalem als auf einen heiligen Ort des Islam begründet. Bekanntlich kreuzt er sich mit den Ansprüchen der Juden und Christen und führt in Jerusalem offenbar auf ewig zu Spannungen*.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Reise findet im Jahre 620 statt. Der Erzengel Gabriel führt Mohammed auf dem geflügelten, mit einem Menschengesicht versehenen Roß &lt;em&gt;Buraq &lt;/em&gt;in der Nacht nach Jerusalem und läßt ihn dort auf andere Propheten treffen, die vor ihm gelebt haben. Auch Jesus ist unter ihnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sure 17 ist die einzige im Koran, in der man von dieser Reise erfährt, streng genommen ist es sogar nur der erste Vers darin (und, wenn man will, auch der Vers 60, der allerdings nur ganz allgemein von einer &lt;em&gt;Vision &lt;/em&gt;spricht). Alle Einzelheiten der Reise sind nicht im Koran, sondern in der Sammlung der den Koran begleitenden unzähligen &lt;em&gt;Hadithe &lt;/em&gt;zu finden, das heißt, in der Form von Kommentaren und Apokryphen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie man sieht, wird Jerusalem in dem fraglichen Vers nicht einmal erwähnt. Daß die &lt;em&gt;ferne Moschee&lt;/em&gt; dort steht, ist ebenfalls nur aus den Kommentaren entlehnt. Ob damals überhaupt ein Gotteshaus auf dem Tempelberg stand, erscheint mir fraglich, denn der Tempel selbst war seit dem Jahre 70, also seit ziemlich genau 550 Jahren, zerstört, die Juden zerstreut. Ich weiß nicht, ob damals Christen in Jersualem siedelten oder Araber mit unterschiedlichen religiösen Bindungen, eine islamische Moschee im Sinne der von Mohammed begonnenen Erneuerungen dürfte es dort jedenfalls damals noch nicht gegeben haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist dann aber die &lt;em&gt;ferne Moschee&lt;/em&gt; in der gesegneten &lt;em&gt;Umgebung&lt;/em&gt;? Wie so vieles im Koran erfährt man auch dieses nicht. Wie so oft schließt sich das Fenster eines Berichtes und statt dessen wird der Vorhang einer allgemeinen Aussage über Gott vorgezogen: &lt;em&gt;Siehe, er ist der Hörende, der Schauende. &lt;/em&gt;Und ganz ohne Übergang beginnt sogleich ein anderes Thema &lt;em&gt;Und wir gaben Moses die Schrift...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;So sind die Äußerungen des Göttlichen! schrieb &lt;a href="http://christiankoran.blogspot.com/2008/08/der-streit-ist-gottes-streit.html#comments"&gt;Peter Oberschelp in einem Kommentar &lt;/a&gt;zu diesem Blog zu einem von der Form her ähnlichen, mir ebenfalls rätselhaft und unklar erscheinenden Koran-Wort:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Nach meinem Verständnis ist das doch eigentlich eine typisch religiöse Bewegung: Der Schritt Gottes heraus aus der Transzendenz mit einer Anweisung an uns Menschen und dann der Schritt zurück in das Reich seines unerschöpflichen Ratschlusses."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit anderen Worten: man erfährt ein wenig, und dann zieht sich alles hinter den &lt;em&gt;unerforschlichen Ratschluß &lt;/em&gt;Gottes zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin nicht ganz einverstanden damit, daß dies so sein soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* Mir bleibt allerdings der Januartag im Jahre 1999 unvergessen, wo wir zusammen mit einer großen Gruppe spanischer Pilger und anderen Touristen in Richtung Tempelplatz in der Jerusalemer Altstadt gingen, während eine nach Zehntausenden zählende Menge von Moslems aus der Al-Aqsa-Moschee strömte. Dort war gerade das Freitagsgebet des Fastenmonats Ramadan zu Ende gegangen. Das Gedränge in der Altstadt war beängstigend, aber der Friede zwischen den Religionen erschien zu keiner Sekunde gefährdet zu sein.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-8773889881117836198?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/8773889881117836198/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=8773889881117836198' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/8773889881117836198'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/8773889881117836198'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/08/sicherlich-bei-nacht-die-frage-ist-nur.html' title='Gewiß bei Nacht, die Frage nur: wohin?'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-7733500754898591337</id><published>2008-08-27T21:30:00.003+02:00</published><updated>2008-08-27T22:08:56.854+02:00</updated><title type='text'>Eine Offenbarung auch für Tiere</title><content type='html'>Sure 16: Die Bienen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Sure preist Gottes Genialität anhand der Kreaturen, die Gott geschaffen hat, also anhand der Tiere und Pflanzen. Einige von ihnen sind, sagt mein kluger Kommentar aus &lt;a href="http://www.searchtruth.com/tafsir/tafsir.php?chapter=16"&gt;Searchtruth&lt;/a&gt;, durch eine geheime Inspiration mit Gott verbunden und können mit diesem Wissen &lt;em&gt;die bequemen Wege ihres Herrn ziehen &lt;/em&gt;(Vers 71), indem sie auf natürliche Weise dem folgen, was der Schöpfer ihnen in ihre Instinkte gegeben hat, wie wir heute sagen würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der Biene und ihrem ausgeklügelten Staatswesen wird das besonders deutlich. Ihr hat Gott etwas &lt;em&gt;eingegeben&lt;/em&gt;, was sie klug ausführt, ein &lt;em&gt;wahi &lt;/em&gt;im Urtext, eine Inspiration, eine Offenbarung. Dieses Wort &lt;em&gt;wahi &lt;/em&gt;wird in gleicher Weise auch für die Gedankenübertragung benutzt, die ein Prophet von Gott bekommt. Das geistige Phänomen einer göttlichen Leitung wird also unterschiedlos den niedrigsten Tieren und höchsten Menschen zugesprochen. Und abschließend wird gesagt: &lt;em&gt;Siehe, hier ist wahrlich ein Zeichen für nachdenkende Menschen &lt;/em&gt;(Vers 71).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die eher erdverbundene Liebe der Nomaden zu jeder Art von Vieh kommt zur Geltung, in einem Nebensatz. Zusätzlich zu allem, was an Nutzen in den Tieren steckt und über das der Koran lehrt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und das Vieh hat er erschaffen, ihr habt an ihm Wärme und andere Nutzen; und einiges davon esset ihr. &lt;/em&gt;(Vers 5)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;gibt es auch eine ästhetische Komponente:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und es ist Schönheit darin für euch, wenn ihr es abends eintreibt und morgens austreibt auf die Weide.&lt;/em&gt; (Vers 6)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inspiriert durch ein &lt;em&gt;wahi, &lt;/em&gt;und schön - so erlebt der Fromme die Welt der Tiere und Pflanzen. Das ist sicherlich eine der zentralen Aussagen des Koran. Die Bibel sieht es nicht viel anders.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-7733500754898591337?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/7733500754898591337/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=7733500754898591337' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/7733500754898591337'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/7733500754898591337'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/08/eine-offenbarung-auch-fr-tiere.html' title='Eine Offenbarung auch für Tiere'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-2056115188065507890</id><published>2008-08-26T21:00:00.006+02:00</published><updated>2008-08-27T21:31:38.914+02:00</updated><title type='text'>Himmlischer Trost</title><content type='html'>Sure 15: Al-Hidschr&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Volk aus dem Tal &lt;em&gt;Al-Hidschr &lt;/em&gt;bei Medina ist ein im Koran mehrfach erwähntes Beispiel für ungläubige Menschen aus Mohammeds geographischer Nachbarschaft. Nachdem sich ihre geistigen Verwandten, die zahllosen Ungläubigen in den ersten Suren, in einer sicherlich auch für Moslems entmutigenden und ermüdenden Häufigkeit gezeigt haben, bekommt ein Teil von ihnen einen Namen und eine historische Gestalt: die Menschen aus &lt;em&gt;Al-Hidschr, &lt;/em&gt;dem &lt;em&gt;steinigen Tal, &lt;/em&gt;das Volk, wie man weiter hinten im Koran lesen kann, der &lt;em&gt;Thamud&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie zeihen den Propheten nicht nur der Lüge, sie vergehen sich auch an seiner Kamelstute, schneiden ihre Fesseln durch oder töten sie sogar (ich fand hierzu zwei Lesarten).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mohammed benötigt angesichts der Widerwärtigkeiten einen Trost, schreibt der Kommentar von &lt;a href="http://www.searchtruth.com/tafsir/tafsir.php?chapter=15"&gt;&lt;em&gt;Searchtruth&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;, &lt;/em&gt;der wird ihm nun in einigen Stücken der Sure tatsächlich zuteil. Vielleicht hat es ihm ebenso wie mir gefallen (der Vergleich sei verziehen!), die Stelle zu lesen, wo den Gläubigen beim Betreten des Paradieses gesagt wird:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tretet hinein in Frieden und Sicherheit!&lt;br /&gt;Und wir wollen hinwegnehmen, &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;was an Groll in ihren Herzen sein mag; &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;brüderlich sollen sie &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;auf Ruhesitzen einander gegenüber sitzen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Vers 46 und 47)&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Der Glaubende kann also unter Umständen mit einem Groll im Herzen im Himmel ankommen, der auch beim Anblick ewiger Schönheit nicht sofort verschwindet, sondern erst durch Gott selbst hinweggenommen werden muß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mich erinnert das an die Predigt eines alten Pastors im Oberbergischen, die sich mit Worten vom Ende der Bibel beschäftigte, ebenfalls über den Eingang ins Paradies:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;noch Schmerz wird mehr sein.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Offenbarung 21,44)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Pastor sagte dazu: wir kommen also möglicherweise mit Tränen in den Augen im Himmel an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ich ergänze frei: möglicherweise auch mit einem Rest an Groll im Herzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute ist Karl Pickhardt, einer der besten Freunde meines Schwagers und meiner Schwägerin und auch mir ein lieber Weggefährte, 61jährig an Krebs gestorben, im Glauben an ein Paradies. Daß man ihm dort die Tränen abwischen und den Groll wegnehmen wird, das ist ein Gedanke, der ihm gefallen hätte. Daß er am Abend seines Todes in einem Koran-Blog erwähnt werden würde, daran hätte er sich gewöhnen müssen. Karl trug gelegentlich auch Vorbehalte mit sich herum, Groll, wie wir alle.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-2056115188065507890?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/2056115188065507890/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=2056115188065507890' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/2056115188065507890'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/2056115188065507890'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/08/himmlischer-trost.html' title='Himmlischer Trost'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-8724733301863976661</id><published>2008-08-23T17:54:00.009+02:00</published><updated>2008-08-23T19:02:38.257+02:00</updated><title type='text'>Alles zu seiner Zeit</title><content type='html'>Sure 14: Abraham&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal schimmert aus den Worten des Koran etwas von älteren Worten der Bibel durch, die den frommen Zeitgenossen des Propheten damals sicherlich geläufig waren und die vom Koran ja als frühere Weisungen Gottes anerkannt werden. So ist es im 29. Vers dieser Sure, in der das bekannte Bild des Paradieses &lt;em&gt;(durcheilt von Bächen)&lt;/em&gt; um ein ebenso bekanntes Bild aus dem ersten Psalm ergänzt wird: ein gesunder Baum &lt;em&gt;gepflanzt an Wasserbächen &lt;/em&gt;(Psalm 1,3).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Henning-Übersetzung verweist in einer Fußnote auf die Gleichheit der beiden Stellen. Sie zeigt sich am stärksten in den Worten &lt;em&gt;der seine Frucht bringt&lt;/em&gt; (Vers 30 der Sure, Vers 3 des Psalms). Sie endet allerdings beim Subjekt des Satzes: während es es im Psalm der Mann ist (&lt;em&gt;ha isch&lt;/em&gt;), bezieht sich der Koran auf ein Wort (&lt;em&gt;kalimatin&lt;/em&gt;), welches schließlich aber, wenn es gut ist wie der Baum, ebenfalls auf die gläubigen Menschen wirkt, indem es sie festigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Unterschied gibt es auch bei der Frucht. Im Koran wird sie vom Baum &lt;em&gt;jederzeit&lt;/em&gt; hervorgebracht, im Psalm nur dann, wenn &lt;em&gt;seine Zeit&lt;/em&gt;, die Reifezeit des Baumes herangekommen ist. Im Hebräischen steht hier das schöne kleine Wort &lt;em&gt;eth, &lt;/em&gt;welches sich als zentraler Begriff auch in der berühmten Aufzählung &lt;em&gt;Alles hat seine Zeit &lt;/em&gt;im Buch des Predigers Kapitel 3 findet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Einleitung dort im &lt;em&gt;Kohelet&lt;/em&gt; beginnt mit einem anderen Wort für Zeit, wörtlich heißt es: &lt;em&gt;Für alles eine Zeit (&lt;/em&gt;seman&lt;em&gt;*) und ein Zeitabschnitt (&lt;/em&gt;eth&lt;em&gt;) für jedes Begehren unter dem Himmel. &lt;/em&gt;(Prediger 3,1)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß der Koran an dieser Stellemit dem Wort &lt;em&gt;jederzeit&lt;/em&gt; die feine Spannung aufhebt, die dadurch entsteht, daß nicht immer und überall die Zeit für etwas da ist, hier die Zeit der Früchte, scheint mir nicht untypisch zu sein. Der Koran bezeugt einen allmächtigen Gott und redet zu tatkräftigen, gelegentlich ungeduldigen Gläubigen, ich schrieb gestern darüber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber die fehlende, die unpassende Zeit macht schließlich die Dinge bemerkenswert und schön, wenn sie dann endlich doch eintreten. So sagt es mir mein Christenherz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unvergessen ist, daß Prediger 3 auch der Text eines berühmten modernen Liedes geworden ist:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;To everything &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Turn, Turn, Turn&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;There is a season&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Turn, Turn, Turn&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;And a time for every purpose, under Heaven&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pete Seeger hat es in den 50ern komponiert, indem er den Text der&lt;em&gt; King James&lt;/em&gt; und das geniale Wort &lt;em&gt;season&lt;/em&gt; daraus übernahm, die &lt;em&gt;Byrds &lt;/em&gt;haben 1965 einen Welthit aus dem Lied gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*Anklänge an das Zaman der Türken, eine große Zeitung heißt dort "Zaman", Die Zeit.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-8724733301863976661?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/8724733301863976661/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=8724733301863976661' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/8724733301863976661'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/8724733301863976661'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/08/zu-seiner-zeit.html' title='Alles zu seiner Zeit'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-6499097334365823170</id><published>2008-08-22T22:15:00.002+02:00</published><updated>2008-08-23T08:15:38.561+02:00</updated><title type='text'>Quran, Sermon on the Mount, Nietzsche</title><content type='html'>Sura 13: The Thunder&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Translation of today's post for Erkan:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;While the Quran in the Sura 13 continues its course with a kind of Credo (God is the creator of the glorious world, people should obey him, there is eternal reward and eternal punishment), my friend Erkan Saka in his &lt;a href="http://erkansaka.net/"&gt;highly frequented Blog&lt;/a&gt;* also discovers the Quran and reacts to a &lt;a href="http://blogs.guardian.co.uk/quran/"&gt;Quran-Blog in the British Guardian&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erkan has picked up a comment of the journalist Andrew Brown (Staff of the Guardian, in care of the Blog). &lt;a href="http://blogs.guardian.co.uk/quran/2008/08/injunctions_to_the_strong.html"&gt;Brown had asked&lt;/a&gt; if the Quran, other than the biblical Sermon on the Mount where the meek underclass is addressed, mainly focuses on a strong upper class.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;From this question Erkan &lt;a href="http://erkansaka.net/blog2/2008/08/erkans_further_mumbling_on_som.html"&gt;develops the interesting theory&lt;/a&gt; that Nietzsche’s &lt;em&gt;Religionskritik&lt;/em&gt; might only apply to (in my exaggerated own words) the loser mentality of those meek people of the Bible, but not to the proud Muslims of the Quran. The Bible was written among slaves, the Quran in contrary was written among free people, exposed to the strong pressure of their opponents, but successfully standing against them.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;To me Erkan's idea was not strange, because I had already found it in Yaşar Nuri Öztürk "&lt;a href="http://www.amazon.de/400-Fragen-zum-Islam-Antworten/dp/3933749174/ref=sr_1_3?ie=UTF8&amp;amp;s=books&amp;amp;qid=1219436134&amp;amp;sr=8-3"&gt;400 Questions to Islam. 400 answers&lt;/a&gt;" (not available in English). Öztürk says in his book that the first man's descent from Paradise was a voluntary act according to the Quran, not Adam's forced expulsion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The biblical idea istead, a humiliating degradation would mirror to the Christians that they were kind of eternally born "with a hump" (Öztürk). This would lead to a "very angry subconsciousness" of western people. The Quran in contrary assumes the free birth of each human person, undisturbed by inherited sin or father’s guilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I can understand this argument but nevertheless do fear that the proud sons of Mohammed cannot take advantage of their freedom. I am firmly convinced that this freedom does not exist. It is the experience of most people that on the day of their birth the stage of their life is already completely decorated, often to their disadvantage. Many of us have to suffer from the wrong decisions of their parents, inherit the consequences of evil deeds.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In the Old Testament, an Israelian saying is cited: &lt;em&gt;The fathers have eaten sour grapes, and the children’s teeth are set on edge.&lt;/em&gt; (Jeremiah 31, 29) Similar to the Quran the prophets of the Bible are turning sharply against the resignation that is included in these words, but unlike the Quran they refer to God’s rescue, which is the only way to be set free from that all-to-well-known curse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maybe this is also my main (abbreviated) objection against my unloved fellow-German Friedrich Nietzsche: you rarely find &lt;em&gt;blonde Herrenmenschen &lt;/em&gt;in this world. But those &lt;em&gt;who labour and are heavy laden&lt;/em&gt; (Matthew 11,29) can be found at every street corner.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*650.000 visitors in two years&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-6499097334365823170?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/6499097334365823170/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=6499097334365823170' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/6499097334365823170'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/6499097334365823170'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/08/quran-sermon-on-mount-nietzsche.html' title='Quran, Sermon on the Mount, Nietzsche'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-343580131963236055</id><published>2008-08-22T21:15:00.001+02:00</published><updated>2008-08-22T21:35:43.391+02:00</updated><title type='text'>Der Koran, die Bergpredigt, Nietzsche</title><content type='html'>Sure 13: Der Donner&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während der Koran in der 13. Sure mit einer Art Glaubensbekenntnis seinen gewohnten Gang geht (Gott ist der glorreiche Schöpfer der Welt, der Mensch soll ihm gehorchen, es gibt ewigen Lohn und ewige Strafe), hat Freund Erkan Saka in seinem &lt;a href="http://erkansaka.net/"&gt;vielbesuchten Blog&lt;/a&gt;* ebenfalls den Koran entdeckt und reagiert auf den bereits von mir erwähnten &lt;a href="http://blogs.guardian.co.uk/quran/"&gt;Koran-Blog im britischen Guardian&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erkan hat eine Bemerkung des Journalisten Andrew Brown (Mitarbeiter des Guardian, der den Blog mit betreut) aufgenommen. &lt;a href="http://blogs.guardian.co.uk/quran/2008/08/injunctions_to_the_strong.html"&gt;Brown hatte gefragt&lt;/a&gt;, ob der Koran anders als die Bergpredigt, in der die sanftmütige Unterschicht angesprochen wird, die Gesellschaft eher von der starken Oberschicht her ins Visier nimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus dieser Frage hat Erkan &lt;a href="http://erkansaka.net/blog2/2008/08/erkans_further_mumbling_on_som.html"&gt;die These gemacht&lt;/a&gt;, die Religionskritik Nietzsches sei (mit meinen Worten) nur auf die Verlierermentalität der Menschen in der Bibel, nicht dagegen auf die stolzen Moslems des Koran anwendbar. Die Bibel sei unter Sklaven entstanden, der Koran dagegen unter Freien, die zwar dem Druck ihrer Widersacher ausgesetzt waren, diesem aber erfolgreich die Stirn geboten hätten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir war die Idee nicht ganz fremd, weil ich sie bereits bei Yaşar Nuri Öztürk „&lt;a href="http://www.amazon.de/400-Fragen-zum-Islam-Antworten/dp/3933749174/ref=sr_1_3?ie=UTF8&amp;amp;s=books&amp;amp;qid=1219431441&amp;amp;sr=8-3"&gt;400 Fragen zum Islam. 400 Antworten&lt;/a&gt;“ gefunden hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Öztürk hat in diesem Buch gesagt, im Koran sei Adams Abstieg aus dem Paradies ein freiwilliger Akt, keine Vertreibung. Der biblische Gedanke an eine schmähliche Degradierung spiegele dagegen dem Christen vor, er sei „wie mit einem Buckel“ geboren (so Öztürk). Das führe zu einem „sehr zornigen Unterbewußtsein“ bei westlichen Menschen. Der Koran dagegen setze die freie Geburt eines jeden Menschen voraus, von keiner Erbsünde oder Schuld der Väter belastet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann diese Argumentationsweise zwar nachvollziehen, fürchte aber, daß die stolzen Söhne Mohammeds wenig Vorteil aus ihrer Freiheit ziehen können. Nach meiner festen Überzeugung existiert sie in der Realität nicht. Es ist die Erfahrung der meisten Menschen, daß sie am Tage ihrer Geburt die Bühne ihres Lebens bereits fertig dekoriert vorfinden, oft zu ihrem Nachteil. Viele von uns haben unter den falschen Entscheidungen ihrer Eltern zu leiden, viele erben die Folgen böser Taten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Alten Testament wird der israelischen Volksmund zitiert, der sagt: »Die Väter haben saure Trauben gegessen, und den Kindern sind die Zähne stumpf geworden.« (Jeremia 31, 29) Ähnlich wie im Koran wenden sich auch die Propheten der Bibel scharf gegen die darin enthaltene Resignation, aber sie verweisen anders als der Koran auf eine Rettung Gottes hin, die es erst möglicht macht, von diesem allbekannten Fluch befreit zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht ist das auch der Haupteinwand gegen Nietzsche: es gibt den blonden Herrenmenschen gar nicht. Den Mühseligen und Beladenen findet man dagegen an jeder Ecke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*650.000 Besucher in zwei Jahren&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-343580131963236055?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/343580131963236055/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=343580131963236055' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/343580131963236055'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/343580131963236055'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/08/der-koran-die-bergpredigt-nietzsche.html' title='Der Koran, die Bergpredigt, Nietzsche'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-7390651798823575126</id><published>2008-08-19T22:00:00.004+02:00</published><updated>2008-08-19T22:26:28.373+02:00</updated><title type='text'>Vom Glauben außerhalb Arabiens</title><content type='html'>Sure 12: Yusuf / Josef&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Sure 12 steht erstmals eine einheitliche Geschichte im Mittelpunkt, sie wird ausführlich und lebendig erzählt. Von Josef in Ägypten wird berichtet, 102 Verse lang, wie er seine Karriere vom Strafgefangenen zum Berater des Pharao macht und wie er dem ganzen Land am Nil zum Segen wird. Nur die abschließenden Verse 103 bis 111 enthalten allgemeine Worte über den Glauben und auch die vertraute Klage über den Unglauben, alles andere ist eine große, zusammenhängende Erzählung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einige Details weichen vom biblischen Bericht ab. So wird die Unschuld Josefs an der behaupteten Verführung von Frau Potiphar sogleich erwiesen (sein bei der Flucht aus dem Zimmer der Frau zurückgelassenes Hemd ist von hinten zerrissen, das kann nur sie gemacht haben, wäre es vorne zerrissen, wäre Josef der Unzucht überführt). Offen bleibt dann allerdings, warum er schließlich doch ins Gefängnis geworfen wird. Auch wird die gottergebene Stärke des Erzvaters Jakob anders als in der Bibel hervorgehoben, wie er über den Verlust seines Sohnes Josef nicht verzweifelt, sondern in der festen Hoffnung bleibt, ihn eines Tages durch Gottes Gnade wiederzubekommen. Diese Hoffnung erfüllt sich, wie man weiß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Josef steht am Ende als ein leuchtendes Vorbild da – standfest in der Versuchung, weise und vorausschauend in seinen Handlungen. Er ist damit ein ganzer moslemischer Mensch, ein Vorbild für alle Gläubigen. Daß er historisch ein Jude ist, und daß er wie kaum ein zweiter das jüdische Schicksal repräsentiert, als Mitglied eines ungeliebten Gastvolkes zu einem weisen und vorausschauenden Handeln fast schon verurteilt zu sein, interessiert den Koran nicht. Josef ist ein Moslem, ohne Wenn und Aber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Judentum geht im Islam als nationale Frömmigkeit noch radikaler unter als im Christentum, das die jüdischen Geschichten immerhin noch in der Form beibehält, wie die Juden sie selbst überliefert haben. Im Koran gibt es nur noch Moslems, und ihre nationale Herkunft zählt nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die guten, die vorbildlichen Juden wie Moses, Abraham oder Josef waren deshalb auch von Anfang an alle Moslems, das wird mehrfach im Koran gesagt. Moslems gab es schon vor Mohammed, es gab und gibt sie auch ohne die Erleuchtung durch den Koran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Bezug auf die Juden mag das sehr vereinnahmend klingen, ist dabei aber dem christlichen Denken nicht unverwandt, das ebenfalls eine große Vereinheilichung kennt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus.&lt;/em&gt; (Galaterbrief 3,28)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man darf an dieser Stelle allerdings die Frage stellen, welche Rolle die neue fromme Nation, die Nation der Araber für den Glauben spielt. Wenn der Koran ein &lt;em&gt;arabischer Koran&lt;/em&gt; ist (&lt;em&gt;&lt;a href="http://www.islamicity.com/MOSQUE/ARABICSCRIPT/AYAT/12/12_2.htm"&gt;quranan aarabiyyan&lt;/a&gt;,&lt;/em&gt; Vers 2 der Sure 12), erhebt er dann nicht die arabische Nation zum neuen auserwählten Volk über die anderen Nationen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Möglicherweise ist ein solcher Gedanke dem Koran fremd, weil die Araber sich nie als Nation empfunden haben und es bis heute selbst da nur unzureichend sind, wo sie arabische nationale Einheiten gebildet haben. Im Hebräischen heißt „Araba“ die Steppe oder Wüste, es wären von daher also ganz allgemein die Wüstenbewohner, welche den Namen „Araber“ tragen. Viele von ihnen sind Nomaden (in früheren Zeiten war laut &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Araber"&gt;Wikipedia&lt;/a&gt; der Begriff Araber im Arabischen synonym mit Nomade) und schon von daher an nationalen Zusammenschlüssen nicht interessiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Setzt der Koran also mit seiner Hervorhebung des Arabischen jeder nationalen Besonderheit ein Ende, gerade so, als ob er sagen will, daß wir alle Araber sein könnten, zumindest auf spirituelle Weise, wenn wir nur unsere Bindung an befestigte Städte inmitten grüner Wälder aufgeben und als Wüstenpilger durch die Lande ziehen würden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einem Europäer, dem seine jüdischen und christlichen Wurzeln die ewige Idee mitgegeben haben, daß der Glaube aus der Wüste kommt, mag der Gedanke an eine gottgeweihte Wüstenexistenz nicht ganz unvertraut sein. Was er allerdings für einen Menschen aus einem entfernten Kulturkreis bedeutet, schildert &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Naipaul"&gt;V.S.Naipaul &lt;/a&gt;in seinem 1998 erschienen Reisebericht &lt;em&gt;Beyond Belief - Islamic Excursions Among the Converted People &lt;/em&gt;(deutsch: &lt;a href="http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_w?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&amp;amp;url=search-alias%3Daps&amp;amp;field-keywords=naipaul+jenseits+des+glaubens&amp;amp;x=13&amp;amp;y=20"&gt;Jenseits des Glaubens&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Buch berichtet Naipaul an einer Stelle aus dem überwiegend moslemischen Sumatra. Er besucht dort in einem alten Kulturland in vulkanischen Bergen die Stadt &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pariangan"&gt;Pariangan&lt;/a&gt;, die an einem See mit einer Thermalquelle gelegen ist. Aus dieser Quelle sind nach dem Glauben der Ureinwohner Sumatras die ersten Menschen gestiegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naipual beobachtet mit finsterem Blick eine leuchtend rot gestrichene Moschee am Rande des Sees, die von der späten Missionierung Sumatras (um 1300) zeugt. Seit sie dort steht, ist es veboten, sich an der vormals heiligen Quelle mit &lt;em&gt;Sembahyang ("&lt;/em&gt;betet den Gott an") zu grüßen, weil es Götzendienst ist. (Man tut es aber weiterhin.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später schreibt Naipaul über den Verfall alter moslemsicher Gebäude in Indien. Niemand kümmert sich um sie, auch die Moslems nicht. Naipaul folgert aus diese Achtlosigkeit eine generelle Fremdheit, die aus dem Wissen entsteht, daß es im Vaterland eines Moslems niemals heilige Orte geben kann - sofern er kein Araber ist.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;To the [muslim] convert his land is of no historical importance; its relics are of no account; only the sands of Arab are sacred.&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-7390651798823575126?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/7390651798823575126/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=7390651798823575126' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/7390651798823575126'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/7390651798823575126'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/08/ein-frommes-vorbild.html' title='Vom Glauben außerhalb Arabiens'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-1751402725954703413</id><published>2008-08-17T20:57:00.008+02:00</published><updated>2008-08-17T22:08:34.496+02:00</updated><title type='text'>Die Not eines Propheten</title><content type='html'>Sure 11: Hud&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Prophet Hud, gesandt zu seinen Schwestern und Brüdern aus dem Volk der Ad ist einer von sechs Proheten, die in dieser Sure erwähnt werden als ein Beispiel für erfolglose Mahner, die vor tauben Ohren zu predigen haben. Vier der Propheten (Noah, Lot, Schua'ib / Jethro und Mose) sind aus der Bibel bekannt, zwei weitere (Hud und Salih) gehören offenbar zum Bereich der arabischen Geschichte und sind keiner biblischen Person zuzuordnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder ist es eine Mekka-Sure und wieder wird deutlich, daß hinter den alten Klagen über die Völker, die Noah und seinen Nachfolgern keine Gehör geschenkt haben die aktuelle Klage Mohammeds über das ungläubige, halsstarrige und am Ende wohl sogar zum Mord an Mohammed entschlossene Volk der Mekkaner steht. So sagt es auch mein &lt;a href="http://www.searchtruth.com/tafsir/tafsir.php?chapter=11"&gt;Kommentar von Searchtruth&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mohammed ist offenbar so verzweifelt darum bemüht, seinen Prohetenworten mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen, daß er selbst solche Männer zu Propheten erklärt und damit zu Zeugen seiner Sache macht, die es nach dem Bericht der Bibel gar nicht waren. Noah etwa, der in der Bibel nur schweigend seine Arche baut, wird im Koran zum beredten Bußprediger für sein Volk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in dieser Sure vermischt sich eine beständig wiederholte und grundsätzliche Lehre über die &lt;em&gt;essentials &lt;/em&gt;des Glaubens mit einzelnen, neuen Erkenntnissen über Besonderheiten. Wiederholt wird:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- die Botschaft des Proheten ist Warnung und Freude zugleich,&lt;br /&gt;- jedes Leben ist in allem, was es hat und ist, auf Gott bezogen,&lt;br /&gt;- allen Menschen kehren am Ende zu Gott zurück und müssen sich vor ihm verantworten,&lt;br /&gt;- Gott ist barmherzig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neu dagegen ist, daß der Mensch als ein Wesen gesehen wird, das dazu neigt, sowohl auf eine Belohnung als auch auf eine Strafe uneinsichtig zu reagieren:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wenn wir dem Menschen unsere Gnade zu kosten geben und sie ihm daraufhin fortnehmen, ist er verzweifelt und undankbar. Und wenn wir ihm nach einer Drangsal, die ihn getroffen hat, eine Gabe bescheren, sagt er sicherlich: Das Übel ist von mir gewichen. Siehe, er ist frohlockend und prahlend.&lt;/em&gt; (9 und 10)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neu ist, auch ein Argument der Gegner des Glaubens, das bis in die heutige Zeit in ähnlicher Weise gegen jede Art religiöser Erneuerung vorgebracht wird, daß nämlich nur die Armen und Niedrigen sich der neuen Bewegung angeschlossen haben:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Die Vornehmen seines Volkes, die nicht glaubten, sagten: "Wir sehen in dir nur einen Menschen unseresgleichen und wir sehen, daß dir keine als jene gefolgt sind, die aller äußeren Erscheinung nach die Niedrigsten unter uns sind, [...]" (27)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;In der Kosequenz sieht es offenbar so aus, daß die Frommen in einem sie umgebenden Meer von Unglauben leben müssen. Diese Erfahrung deckt sich mit einem Wort des Paulus, das Luther ein wenig frei* aber sehr sprachbildend übersetzt hat: &lt;em&gt;der Glaube ist nicht jedermanns Ding &lt;/em&gt;(2. Thessalonischer 3,2)&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;In der Sprache des Koran heißt das:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Siehe der Koran ist die Wahrheit von deinem Herrn; jedoch glauben die meisten Menschen nicht. &lt;/em&gt;(20)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*im griechischen Original heißt es &lt;em&gt;denn nicht aller ist der Glaube&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-1751402725954703413?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/1751402725954703413/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=1751402725954703413' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/1751402725954703413'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/1751402725954703413'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/08/die-not-der-propheten.html' title='Die Not eines Propheten'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-2114309784417503217</id><published>2008-08-16T21:30:00.002+02:00</published><updated>2008-08-16T22:44:38.358+02:00</updated><title type='text'>Von denen, die nicht umkehren</title><content type='html'>Sure 10: Yunus (Jonas)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Kommentar von &lt;a href="http://www.searchtruth.com/tafsir/tafsir.php?chapter=10"&gt;Searchtruth&lt;/a&gt; siedelt die Sure in die Zeit in Mekka an, in der Mohammeds Übersiedlung nach Medina unmitelbar bevorsteht. Schwer lastet die Feindschaft der Mekkaner auf dem Propheten, man verfolgt ihn und seine Anhänger massiv. Alles im Text dieser Sure dreht sich um eine Beschreibung des hartgesottenen Unglaubens der Mekkaner, des Widerstandes gegen den richtigen Glauben. Es wird um eine notvolle Gegenargumantation gerungen, die alle Qualen der Hölle auf den Unglauben herniederprasseln läßt - um ihn aber offenbar trotzdem am Ende immer wieder desto stärker sprießen zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An eine Stelle (65) muß der Prophet sogar angesichts dessen, was die Feinde vorbringen, getröstet werden:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und sei nicht betrübt über ihre Rede. Alle Erhabenheit gebührt Gott allein. Er ist der Allhörende, der Allwissende.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Yunus / Jonas wird in diesem Zusammenhang als einer der glücklichen Propheten erwähnt, dem die Zuhörer ausnahmsweise einmal gefolgt sind. In der Bibel wird beschrieben, wie Jonas der großen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ninive"&gt;assyrischen Stadt Ninive&lt;/a&gt; predigt und wider Erwarten deren Umkehr erwirkt - was in der Bibel ausführlich erzählt wird, mitsamt den Skrupeln des Propheten, der anfangs seinen Auftrag nicht annehmen will und am Ende offenbar lieber gesehen hätte, daß die Leute von Ninive bestraft statt bekehrt worden wären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noah wird in der Sure dagegen als einer der eher typischen Propheten geschildert, auf den man wie so oft nicht gehört hat. Mose und Aaron erscheinen ebenfalls und versuchen es nicht einmal, die Ägypter zu bekehren. Statt dessen bitten sie Gott, die Herzen der Ägypter zu verhärten, &lt;em&gt;daß sie nicht glauben, ehe sie die schmerzliche Strafe erleben &lt;/em&gt;(88). Das Gebet wird auf eigenartige Weise erhört: der die Israeliten verfolgenden Pharao bekehrt sich angesichts des Wunders der sich teilenden Wasser und wird - offenbar kurz vor dem Ertrinken - noch ein Glaubender:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;... bis er nahe daran war, zu ertrinken, und sprach: Ich glaube, daß kein Gott ist als der, an den die Kinder Israels glauben, und ich bin einer der Moslems. &lt;/em&gt;(90)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Koran und die Bibel sind sich darin gleich, daß sie die Probleme von Zweifel und Unglaube nicht verleugen, sondern klar ansprechen. Allerdings erscheint mir ein Unterschied darin zu liegen, daß die Bibel - etwa in der Jonas-Geschichte - die Verästelungen und Verstrickungen menschlicher Auflehnung gegen den Glauben ausführlicher berichtet, manchmal gerade so, als ob die Bibel einen heimlichen Pakt mit dem Unglauben gemacht hätte und ihn von innen her versteht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Koran vertraut dagegen eher darauf, daß man dem Unglauben mit &lt;em&gt;klaren Erweisen &lt;/em&gt;der göttlichen Macht begegnen muß und mit einer immerwährenden Drohung mit dem jüngsten Gericht. Dessen Realtät existiert auch in der Predigt der Bibel. Allerdings haben die Christen, zumindest die neuzeitlichen, längst gelernt, den Gedanken daran zu verdrängen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-2114309784417503217?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/2114309784417503217/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=2114309784417503217' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/2114309784417503217'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/2114309784417503217'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/08/von-denen-die-nicht-umkehren.html' title='Von denen, die nicht umkehren'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-6725456208741630811</id><published>2008-08-13T22:00:00.002+02:00</published><updated>2008-08-13T23:16:19.862+02:00</updated><title type='text'>Wenn einer umkehrt</title><content type='html'>Sure 9: Die Reue&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob eine Hinwendung zum Glauben echt ist oder nicht, das kann in einer Gesellschaft mit scharfen religiösen Grenzen eine Frage auf Leben und Tod sein. Der Feind von früher, der seine Glaubensdifferenzen mit mir aufgibt, kann das nur zum Schein tun und mir dann bei Gelegenheit in den Rücken fallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Entsprechend ausführlich wird auch in dieser Sure - immer noch im historischen Umkreis der Schlacht von Badr - darüber Rat erteilt, wie man mit Freund und Feind und auch, wie man mit einem reumütigen Feind umgehen soll. Gott ist barmherzig mit ihnen allen, aber Vorsicht scheint trotzdem geboten zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwischen den verschiedenen Formen des Unglaubens wird unterschieden, wobei die Polytheisten der Dschehennah am nächsten sind. &lt;em&gt;Und schlimm ist die Fahrt dorthin &lt;/em&gt;(3:156)&lt;em&gt;. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die Juden gibt es noch Hoffnung, Umkehr vorausgesetzt. Sie glauben wie die Muslime an nur einen Gott, auch wenn sie wie die Polytheisten die Tendenz haben, diesem einzigen Gott &lt;em&gt;Gefährten&lt;/em&gt; an die Seite zu stellen, etwa den Messias zu Gottes Sohn zu erklären und ebenso einen Mann namens Esra (eine rätselhafte Stelle, 9: 30). Den Juden wird sogar vorgeworfen &lt;em&gt;Rabbinen und Mönche &lt;/em&gt;(31) als Herren neben Gott zu stellen, die &lt;em&gt;fressen das Gut der Leute unnütz &lt;/em&gt;(34).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine schöne Stammverwandtschaft gibt es beim Wort für die Gegenwart Gottes - als &lt;em&gt;Schechinah&lt;/em&gt; berühmt in den &lt;a href="http://www.amazon.de/Die-Erz%C3%A4hlungen-Chassidim-Martin-Buber/dp/3717510622/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;amp;s=books&amp;amp;qid=1218661799&amp;amp;sr=1-1"&gt;Erzählungen der Chassiden (Martin Buber), &lt;/a&gt;als &lt;em&gt;Sakina&lt;/em&gt; in dieser Sure (26) ähnlich gebraucht. Die englischen Koranübersetzer wählen an dieser Stelle &lt;em&gt;calmness, tranquillity and reassurance&lt;/em&gt;, was in einem gewissen Gegensatz zu den &lt;em&gt;Heerscharen&lt;/em&gt; steht, die in gleicher Weise als von oben herab gesendet beschrieben werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Hebräischen heißt sch-ch-n zunächst nur "sich niederlassen". Das Verb kommt in einem schönen Psalmwort vor, dort auf einen fliehenden, fliegenden Menschen bezogen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Nähme ich Flügel der Morgenröte und ließe mich nieder (ä'schechenah) am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen.&lt;/em&gt; (Psalm 139,9)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-6725456208741630811?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/6725456208741630811/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=6725456208741630811' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/6725456208741630811'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/6725456208741630811'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/08/wenn-einer-umkehrt.html' title='Wenn einer umkehrt'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-566743245362998101</id><published>2008-08-10T16:15:00.006+02:00</published><updated>2008-08-10T17:47:55.491+02:00</updated><title type='text'>Gottes Kriegszüge</title><content type='html'>Sure 8: Die Beute&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sie werden dich über die Beute fragen. Sprich: die Beute gehört Gott und dem Gesandten.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;So beginnt die achte Sure, und man muß hier erneut tiefer in die Geschichte der acht wechselvollen Jahre zwischen der Vertreibung der jungen muslimischen Gemeinde nach Medina (622 n. Chr.) und ihrer siegreichen Rückkehr nach Mekka (630 n. Chr.) eindringen. Wikipedia hilft, wie so oft, hier besonders wenn es um Einzelheiten zur &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Badr"&gt;Schlacht von Badr&lt;/a&gt; (624 n. Chr.) geht, in der die Medineser um Mohammed die Mekkaner erstmals in größerem Stil besiegen konnten. Wenn man die Geschichte der Schlacht in epischer Breite nachlesen will (in Englisch), kann man den &lt;a href="http://www.searchtruth.com/tafsir/tafsir.php?chapter=8"&gt;&lt;em&gt;Tafsir &lt;/em&gt;&lt;/a&gt;(Korankommentar) zu Sure 8 bei Searchtruth aufsuchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob die Schlacht ein Ruhmeskapitel war oder eher ein frecher Raubzug gewesen ist, kann vermutlich nur der beurteilen, der die angestammten Rechte der Städter, Bauern, Nomaden und in Stämmen organisierten Menschen der Arabischen Habinsel um das Jahr 600 herum genau kennt. Offenbar haben sich die Muslime in Medina im Recht gesehen, wenn sie gelegentlich Karawanen der Mekkaner ausplünderten, die eine Straße in der Nähe von Medina benutzten, um Handel mit Damaskus zu betreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einer der Angriffe stieß auf den unerwarteten Gegenschlag einer eilends aus Mekka herbeigerufenen Schutztruppe, und Mohammeds Gefolgsleute hatten plötzlich statt einer wehrlosen Karawane eine überlegene Heeresmacht gegen sich. Es müssen an die 2.000 Mekkaner gewesen sein, denen ein paar hundert Medineser optisch stark unterlegen waren. Daß sie trotzdem in der "Schlacht von Badr" zum Sieg kamen, haben die Gefolgsleute Mohammeds als einen deutlichen Beweis dafür angesehen, daß Gott auf ihrer Seite war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sure nun nimmt diesen Sieg zum Anlaß, allgemeine Regeln für den Krieg aufzustellen. Daß die Beute Gott gehört, wird weiter hinten in der Sure konkretisiert: 20 % davon. Praktisch bedeutet dies, daß Mohammed als der Gesandte diesen Anteil erhält, er muß davon aber den Bedürftigen etwas abgeben (&lt;em&gt;den Waisen und Armen und dem Sohn des Weges&lt;/em&gt;, Vers 42).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu der Beute gehören wohl oft auch Sklaven und Sklavinnen, jedenfalls werden einige davon bei späteren Kämpfen von Mohammed übernommen und gelegentlich auch zu Nebenfrauen gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gegner in dem in Sure 8 als &lt;em&gt;Bürgerkrieg &lt;/em&gt;bezeichneten Konflikt bekommen Aussicht auf Schonung, wenn sie ihren Widerstand gegen Mohammed aufgeben und ihrerseits Muslime werden. So geschieht es dann auch im Jahre 630, in dem Mekka ohne großes Blutvergießen von Mohammed und seinen Leuten eingenommen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Führer der Mekkaner werden nach der Schlacht von Badr hingerichtet, die meisten anderen kommen frei, da mag die vielfache Verwandtschaft der im medinesischen Exil lebenden früheren Mekkaner eine Rolle gespielt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Charakteristisch für die Anweisungen, die Mohammed erhält, sind am Ende der Verse immer wieder die Wendungen ins Allgemeine, die einem außenstehenden Leser wohl auf ewig unverständlich bleiben. Ich schreibe als Beispiel den Vers 63 ab. Was hat hier der Halbsatz nach dem Semikolon mit dem Vordersatz davor zu tun?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sind sie aber zum Frieden geneigt, so sei auch du ihm geneigt und vertrau' auf Gott; siehe, er ist der Hörende, der Wissende. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Ich habe jetzt rund 160 Seiten von 580 gelesen, also ein Viertel des Korans, die ersten Suren sind ja die längsten, und ich kann sagen, daß ein solcher Satz für viele Aussagen des Korans typisch ist - ein konkreter erster Halbsatz mit einer Anweisung, eine eher unkonkrete allgemeine Erkenntnis über Gott im zweiten Halbsatz. Das hinterläßt den Leser oft ratlos, zumindest den christlichen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-566743245362998101?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/566743245362998101/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=566743245362998101' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/566743245362998101'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/566743245362998101'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/08/der-streit-ist-gottes-streit.html' title='Gottes Kriegszüge'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-8225423902793712590</id><published>2008-08-07T22:00:00.002+02:00</published><updated>2008-09-25T07:48:47.531+02:00</updated><title type='text'>Mekka und Medina</title><content type='html'>Sure 7: Der Wall&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In seinem schönen &lt;a href="http://blogs.guardian.co.uk/quran/"&gt;Koran-Blog&lt;/a&gt; im englischen "Guardian" erklärt der Londoner Islamexperte Ziauddin Sardar auch die Klassifikation der einzelnen Suren. Sie lautet entweder „geoffenbart zu Mekka" oder "geoffenbart zu Medina", wobei von den 114 Suren die Mehrzahl (85) in Mekka offenbart wurde, nur eine Minderzahl (29) stammt aus der späteren Zeit in Medina.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sardar benennt den Unterschied wie folgt. In Mekka ist der Islam entstanden und mußte sich dort vornehmlich seiner wichtigsten Gründe bewußt werden. In Medina hat sich dann die aus Mekka vertriebene junge muslimische Gemeinschaft gesammelt und erste Regeln für ihr Zusammenleben aufgestellt. Entsprechend handeln die Suren aus Mekka mehr vom „warum“ und die Suren aus Medina mehr vom „wie“ des muslimischen Lebens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch die Zusammenstellung des Korans, bei dem die langen Suren nach vorne gerückt wurden und die kurzen nach hinten, hat sich dieser historische Zusammenhang weitestgehend verkehrt, denn gerade die späteren Suren, also die aus Medina, sind oft besonders lang und stehen deshalb vorne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sardar beginnt seine Interpretation der langen zweiten Sure, einer Medina-Sure, mit einer Überlegung zum Begriff der „ Gottesfürchtigen“ des ersten Verses der Sure 2:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dies Buch, daran ist kein Zweifel, ist eine Leitung für die Gottesfürchtigen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese im Arabischen &lt;em&gt;muttaqi&lt;/em&gt; genannten Menschen sind von &lt;em&gt;taqwa&lt;/em&gt; erfüllt, davon leitet sich &lt;em&gt;muttaqi&lt;/em&gt; sprachlich her. Sardar übersetzt dieses Wort mit „God conscious“ also eher mit „gottesbewußt“ als mit „gottesfürchtig“. Ein von Gott geleiteter Mensch ist sich der Existenz Gottes bewußt, erfährt die Gegenwart Gottes auf vielfältige Weise, mit seinem Verstand und seinem Gefühl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sardar leitet aus den ersten Worten der zweiten Sure &lt;a href="http://blogs.guardian.co.uk/quran/2008/01/albaqara_17_the_quran_and_doub.html"&gt;fünf Erkenntisse &lt;/a&gt;ab, die den Gottesbewussten prägen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Gott ist die sich selbst genügende Quelle alles Seins,&lt;br /&gt;- das Faktum der Existenz Gottes, von Prophet zu Prophet immer wieder berichtet, ist dem menschlichen Intellekt zugänglich,&lt;br /&gt;- rechtschaffenes Leben - und nicht nur der Glaube allein - ist die notwendige Konsequenz der vorgenannten Erkenntnis,&lt;br /&gt;- dem körperlichen Tod folgen Auferstehung und Gericht,&lt;br /&gt;- wer sich seiner Verantwortung vor Gott bewußt ist, kann ohne Furcht leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich gebe diese Punkte zunächst einmal ohne eine Ahnung davon weiter, inwieweit die moderne Sprache Sardars die alten Gedanken des Koran richtig wiedergibt. Nachvollziehbar erscheint mir, daß es ein charakteristisches muslimisches Streben nach einer dauerhaften Erkenntnis Gottes in den sichtbaren und unsichtbaren Dingen um uns herum gibt. So hat mir Nurefddin Öztas von seinem Glauben erzählt, so bezeugen es die Schriften, die er mir gegeben hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch kurz zur heutigen Sure 7: sie ist eine der wenigen Mekka-Suren vom Anfang des Korans und zeichnet ein deutliches Bild von Paradies und Hölle. Ihr Titelwort „Wall“ bezeichnet einen Erdwall als Grenze zwischen den beiden Räumen der Ewigkeit, der ewiges Glück von ewigem Fluch voneinander trennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Himmel und Hölle liegen so nahe nebeneinander, nur durch den besagten Wall getrennt, daß die Bewohner der beiden Bereiche miteinander reden können. Dies ist eine Vorstellung, die es auch an einer Stelle im Neuen Testament gibt, wo Jesus vom armen Lazarus erzählt, der aus seiner himmlischen Position heraus mit dem reichen Mann reden kann, vor dessen Tür er früher einmal gebettelt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Vorstellung eines Gerichtes am Ende der Zeit (Punkt 4 der fünf obigen Punkte von Sardar) nimmt im Koran offenbar eine noch stärkere Rolle ein als im Neuen Testament. Im Alten Testament findet sie sich so gut wie gar nicht, so daß man sich fragt, nach welchen Gesetzen das Denken der Menschen sich im Verlauf der Geschichte immer stärker auf ein Jenseits hin ausgebildet hat – und warum der Gedanke in den Köpfen und Herzen der modernen Menschen nur noch so wenig Raum findet.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-8225423902793712590?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/8225423902793712590/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=8225423902793712590' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/8225423902793712590'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/8225423902793712590'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/08/mekka-und-medina.html' title='Mekka und Medina'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-6633180207531764296</id><published>2008-08-06T21:32:00.000+02:00</published><updated>2008-08-07T00:40:12.517+02:00</updated><title type='text'>In der Nacht gehen die Seelen zu Gott</title><content type='html'>Sure 6: Das Vieh&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immer wieder findet man im Koran auch solche Stellen, die aus ihrem Zusammenhang treten können und dann einzelne, schöne Gedanken bilden. In Sure 6 ist es der Vers 60:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und Gott ist es, der eure Seelen in der Nacht abruft und weiß, was ihr am Tage begeht, an dem er euch dann wieder erweckt. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Meine Henning-Übersetzung von 1901 kommentiert in einer Fußnote: "In der Nacht gehen die Seelen zu Gott." Mir ist dieser Gedanke lieb und im Herzen verständlich. Ich habe den Schlaf in seinem Herausgelöstsein aus der Zeit oft als ein kleines Vorspiel der Ewigkeit zu erleben versucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß die Seelen in der Nacht offenbar an einen anderen Ort gehen oder zumindest sehr weit verreisen, hat Marcel Proust wunderbar auf den ersten Seiten von "Auf der Suche nach der verloren Zeit / In Swanns Welt" beschrieben. Er erzählt, wie er erwacht, ohne daß er sogleich erkennen kann, wo er ist. Verschiedene Erinnerungen und Vorstellungen kommen in ihm auf und vergehen wieder, er sagt: "wie nach der Seelenwanderung die Gedanken einer früheren Existenz".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Gedächtnis seines Körpers bietet Proust zur Wiedergewinnung der Orientierung "nacheinander eine Reihe von Zimmern, in denen er schon geschlafen hatte, an, während rings um ihn herum die Wände im Dunkel kreisten und ihren Platz je nach der Form des vorgestellten Raumes wechselten."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später, in "Die Welt der Guermantes" wundert Proust sich bei einem ähnlichen Erwachen, "Wie bringt man es überhaupt fertig, wenn man dann seine Gedanken, seine Persönlichkeit wie einen verlorenen Gegenstand sucht, sein eigenes Ich und nicht statt dessen ein anderes wiederzufinden?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Weg vom Gedanken der Sure zu Proust ist sicherlich ein wenig länger, aber ist er nicht trotzdem gangbar?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Sure selbst ist zu sagen, daß ihr Titel nach "Kuh", "Haus", "Frau" und "Tisch" erneut einen Begriff aus dem alltäglichen Leben hat: das Vieh. Es soll - so der Themenvers 136 - nicht, wie die ungläubigen Polytheisten es fordern, in bestimmter, unsinniger Weise das eine mal Gott geweiht, und deshalb nicht eßbar, und das andere mal profan sein. Der Koran sagt dagegen recht frei (143) und liberal &lt;em&gt;esset von dem, was euch Gott beschert&lt;/em&gt;. Das wenige, was verboten ist, Schweinefleisch etc., ist nichts im Vergelich mit dem, was anderswo (auch bei den Juden, denen "wir" es anders geboten haben) als unrein und deshalb zu meiden erklärt worden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigenartig ist auch hier erneut, wie dicht im Koran Dinge nebeneinander liegen, die sich thematisch auf ganz unterschiedliche Gebiete beziehn. So gibt es an der Stelle mit den Vorschrifetn über das Vieh einen weiteren Vorwurf gegen die Polytheisten: in Vers 137 wird ihre üble Sitte angesprochen, neugeborene Kinder zu töten, aus vermutlich wirtschaftlichen Gründen, wie später* deutlich wird . Dieses Morden wird nun aber nur kurz erwähnt, dann geht es weiter (138) mit der Kritik an den unsinnigen Vorschriften zum Vieh. An denen reibt sich der Koran sehr viel stärker als an der Kindestötung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu meinen Koranquellen ist zu sagen, daß die am Bildrand zitierte neuere Übersetzung von Rassoul offenbar die in Deutschland und im deutschen Internet am weitesten verbreitete ist. Sie wird von den offiziellen islamischen Stellen hierzulande offenbar bevorzugt. Die Orientalisten bemängeln bei Rassoul eine manchmal "beschönigende" Wortwahl. Mein alter Henning aus dem Reclam-Verlag mit seinen braunen Blättern, den ich vor Jahren in einem holländischen Antiquariat, erwarb, gilt nach wie vor als "sprachlich nahe am Original". Nur daß er "Weiber" statt "Frauen" schreibt, das wird ihm nicht verziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zählung der Verse ist von Übersetzung zu Übersetzung nicht immer gleich, wer also das eine oder andere anhand meiner Verszahlen nachliest, muß gelegentlich springen, manchmal einen oder zwei Verse vorwärts, ein anderes mal zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* Vers 153&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-6633180207531764296?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/6633180207531764296/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=6633180207531764296' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/6633180207531764296'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/6633180207531764296'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/08/in-der-nacht-gehen-die-seelen-zu-gott.html' title='In der Nacht gehen die Seelen zu Gott'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-9005086598020121730</id><published>2008-08-05T21:00:00.001+02:00</published><updated>2008-09-25T07:50:06.020+02:00</updated><title type='text'>Ein rätselhafter Tisch für Jesus</title><content type='html'>Sure 5: Der Tisch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Suche nach der Bedeutung des Tisches, der dieser Sure ihren Namen gibt, bin ich erstmals tiefer in den Wald der im Internet verfügbaren Koranerläuterungen eingedrungen. Ich habe am rechten Bildrand einen Kasten eröffnet, in dem einige meiner Entdeckungen festgehalten sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der &lt;a href="http://www.searchtruth.com/tafsir/tafsir.php?chapter=5"&gt;Kommentar von &lt;em&gt;Searchtruth&lt;/em&gt; &lt;/a&gt;(englisch) stellt den Tisch mit Essen, den die Jünger Jesu sich "aus dem Himmel herab" wünschen (114) in den Zusammenhang der Mahnung an die Christen, Jesus nicht als den Sohn Gottes zu verehren und ebenso Maria nicht als Mutter Gottes. Die Jünger haben Gott, den Geber des Tisches, sozusagen hoch oben gesehen und Jesus, den Empfänger, tief unten - wie können sie danach noch Jesus neben Gott stellen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was allerdings dieser Tisch bedeutet, wird in diesem Kommentar nicht erklärt. An einer anderen Stelle fand ich den Hinweis, es könne der Abendmahlstisch gemeint sein. Aus dem Korantext ergibt es sich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch diese Sure steht geschichtlich in der Auseinandersetzung mit Juden und Christen, die teilweise unterworfen und tributpflichtig, teilweise zu Rechtgläubigen gemacht werden sollen. Die ausführlichen Erklärungen von &lt;em&gt;Searchtruth&lt;/em&gt;, was die historische Situation betrifft, in welche die Suren hineingesprochen werden, verstärkt bei mir den Eindruck, daß auch der Koran auf eine für mich sympathische Weise nicht überall in Stein gehauenes Gotteswort ist, sondern von seiner jeweiligen Offenbarungsgeschichte her verstanden werde will. Was im Kampf um Mekka gesagt wird, muß im Zusammenhang der Kampfereignisse gehört werden, was nach der Eroberung Mekkas aufgeschrieben wird, bedeutet anderes und mag dann auch anders klingen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich bleibt das alles "Gottes Wort" für den frommen Moslem. Aber es will dahingehend bedacht sein, an wen es bei seinem ersten Offenbarwerden gesprochen wurde. Diese Betrachtung schließt also ein gewisses Verständnis von Inkarnation, von Vermischung göttlicher Rede mit irdischen, zum Empfangen und Begreifen notwendigen Elementen nicht aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Suche nach Kommentaren habe ich an einigen Stellen die Frömmigkeit der Schreiber so altmodisch und so von keinen modernen Zwiefeln angekränkelt gefunden wie bei meinen eigenen frommen Vorfahren im evangelisch-pietistischen Bereich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;a href="http://www.interface-ev.de/cms/content/view/52/24"&gt;Einer schreibt so:&lt;/a&gt; Liebe Geschwister&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;wir wissen alle aus eigener Erfahrung, daß im Leben eines jeden Menschen unterschiedliche Ereignisse stattfinden. Manche Ereignisse erfreuen uns und machen uns glücklich, andere Ereignisse bringen uns in Schwierigkeiten und verursachen große Traurigkeit.&lt;/em&gt; Und fährt dann fort, wie kann der Gläubige trotzdem ein zufriedenes und glückliches Leben führen? In dem er sich an dem freut, was Dauer hat, an Gott.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das könnte so auch im Kalenderblatt von württembergischen Gemeinschaftschristen stehen. Für mich bildet es eine wichtige Brücke zum Verstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp2.blogger.com/_k_38Y3u1_4A/SJXelFXTYgI/AAAAAAAAAcc/6stAP5CYCG8/s1600-h/ziauddin_sardar.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230331270937141762" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://bp2.blogger.com/_k_38Y3u1_4A/SJXelFXTYgI/AAAAAAAAAcc/6stAP5CYCG8/s200/ziauddin_sardar.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Sehr gelungen finde ich den aktuellen &lt;a href="http://blogs.guardian.co.uk/quran/"&gt;Koran-Blog &lt;/a&gt;der linksliberalen englischen Zeitung &lt;em&gt;Guardian, &lt;/em&gt;begonnen im Februar 2008, mit wöchentlich neuen Einträgen und Möglichkeit zu eigenen Fragen und Kommentaren &lt;em&gt;. &lt;/em&gt;Hier erklärt der in Pakistan geborene Schriftsteller &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ziauddin_Sardar"&gt;Ziauddin Sardar &lt;/a&gt;(Bild links) abschnittsweise Stellen aus dem Koran. Laut Wikipedia ist Sardar so etwas wie ein "Rudolf Bultmann des Koran".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein 31jähriger Mathematiker aus Berlin hat in den letzten Monaten den Koran in - wie er verspricht - "schönes Deutsch" übersetzt. Er ist wie er sagt ein "Kulturmuslim" und hat sich selbst einen schönen arabischen &lt;a href="http://bp0.blogger.com/_k_38Y3u1_4A/SJXmqfpoxvI/AAAAAAAAAck/mvdt-mkju68/s1600-h/jamaluddin.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230340159985731314" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; CURSOR: hand" alt="" src="http://bp0.blogger.com/_k_38Y3u1_4A/SJXmqfpoxvI/AAAAAAAAAck/mvdt-mkju68/s200/jamaluddin.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Vornamen gegeben: Jamaluddin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es steckt "din" in dem Namen, das arabische Wort für Religion. Das steckt auch in Zinedin Zidane, ebenso wie in dem gerade erwähnten Ziauddin Sardar. Jamaluddin Heiligenlay heißt der Mathematiker und Übersetzer mit den blonden Haaren und dem sympathischen Gesicht (Bild rechts). Thomas Mann hätte sich den Namen notiert und später in eine gute Geschichte eingebaut.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-9005086598020121730?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/9005086598020121730/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=9005086598020121730' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/9005086598020121730'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/9005086598020121730'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/07/ein-rtselhafter-tisch-fr-jesus.html' title='Ein rätselhafter Tisch für Jesus'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_k_38Y3u1_4A/SJXelFXTYgI/AAAAAAAAAcc/6stAP5CYCG8/s72-c/ziauddin_sardar.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-767371869082210172</id><published>2008-08-04T21:00:00.001+02:00</published><updated>2008-08-07T00:29:09.816+02:00</updated><title type='text'>Wenn du zum Weibe gehst</title><content type='html'>Sure 4: Die Frauen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, eine Unterstützung für Nietzsche, der die Peitsche mitzunehmen geraten hat, wenn man als Mann zur Frau geht, gibt es in dieser Sure 4 nicht. Das Recht der Frauen, das in den ersten 40 Versen ausgebreitet wird, ist vor allen Dingen ein &lt;a href="http://www.swr.de/islam/lexikon/-/id=1550022/nid=1550022/did=1551350/1nn1rv7/index.html"&gt;Erbrecht&lt;/a&gt;, und es schützt offenbar die schlechter gestellten Waisen und Zweitfrauen und Schwestern usw. im Falle eines unzeitigen Todes des Versorgers.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pflichtteile werden eingeführt und sorgfältig voneinander unterschieden. Die Summe der einzeln aufgeführten Pflichtteile läßt in der Regel nur eine freie Verfügung des Erblassers über 33 % seines Vermögens zu, zwei Drittel muß er so vererben, wie es das Gesetz befielt: Zum Vergleich: bei uns sind es heute 50 %, die an den Pflichtteilen vorbei frei und nicht ans Gesetz gebunden vererbt werden können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die weiblichen Mitglieder einer Familie erben durchweg nur die Hälfte dessen, was ihren Brüdern und Männern zusteht, aber der Koran hat in einem eigenartigen Zirkelschluß diese Ungleichheit begründet: die Männer haben Autorität über die Frauen und sind ihnen (nach der Henning-Übersetzung) überlegen, &lt;em&gt;weil sie von ihrem Vermögen hingeben&lt;/em&gt; (34), also aus ihren Mitteln die Versorger der Frauen sind. Die Männer erben also mehr, weil sie es wieder weitergeben müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das könnte man von einem modernen Standpunkt der Gleichberechtigung aus gesehen auch anders regeln, aber es mag in alten Gesellschaften zur natürlichen Ordnung gehören, daß man die Menschen je zwei und zwei in die Welt schickt und dem einen mit der Maßgabe etwas mehr in den Geldbeutel steckt, daß er für den anderen aus dem ererbten Vermögen in verantwortlicher Weise ein laufendes Einkommen erwirtschaften soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Gott außerdem, zweiter Grund für die männlichen Vorrechte, &lt;em&gt;dem einen mehr als dem anderen gegeben hat&lt;/em&gt; (34) wird nicht näher ausgeführt und bleibt vage – körperliche Kraft dem Mann? die Fähigkeit, Leben aus sich hervorzubringen der Frau? wer hat dabei mehr? Jedenfalls ruft der Anfangsvers der Sure in der Übersetzung Hennings dazu auf, Gott und &lt;em&gt;eurer Mutter Schoß&lt;/em&gt; zu fürchten, keine Rede also vor zu geringem Respekt vor den Frauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man darf sie schlagen, ja, das steht hier auch (ebenfalls in 34), aber es bezieht sich nur auf bestimmte &lt;em&gt;Widerspenstige&lt;/em&gt;, und zwei Schiedsrichter soll man holen, wenn eine Ehe in die Krise gerät, auch das ist geregelt, gleich im nächsten Vers.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hurerei wird mit Hausarrest bestraft (15) nicht mit Steinigung, der Inzest wird mit vielen detaillierten Verboten belegt (23), &lt;em&gt;Ammen und Milchschwestern &lt;/em&gt;sind darin einbezogen, das Haus der Großfamilie ist ein inzestfreier Raum. Die Sexualität soll den Menschen dazu bringen, sich auf den Weg zu machen und außerhalb des Hauses auf Suche zu gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was im späteren Verlauf der Sure erneut überrascht, ist der enorme Druck, unter dem die Gläubigen stehen, die sich von ihrer jüdischen, christlichen und polytheistischen Umgebung absetzen müssen. Zwar kennt auch das Judentum und das Christentum die permanente Konkurrenz durch Abgötterei, aber die Situation der Moslems um das Jahr 600 herum ist offenbar diesbezüglich viel dramatischer, die vielen Ermahnungen und Abgrenzungen sprechen eine deutliche Sprache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man denkt darüber nach, ob im Feuer dieser Anfechtungen und Auseinandersetzungen der Islam härter geschmiedet wurde als andere Religionen und deshalb vielleicht auch bis heute konsequenter darauf hinzuwirken sucht, daß er an den Orten, wo er seine Herrschaft ausbauen kann, am Ende möglichst allein am Platze ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die &lt;em&gt;Heuchler&lt;/em&gt; begegnen uns als die ersten, die der Koran für vogelfrei erklärt, &lt;em&gt;schlagt sie tot, wo immer ihr sie findet&lt;/em&gt; (91). Aber wer sind sie? Zwei Verse vorher wirft der Koran den Gläubigen vor, sich zu viel Mühe mit ihnen zu machen, man hat sich bezüglich der Behandlung der &lt;em&gt;Heuchler&lt;/em&gt; in zwei Parteien gespalten. Unnötig! sagt der Koran, schlagt sie lieber tot.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es erscheint mir relativ klar zu sein, daß hier keine größere Gruppe von Menschen gemeint sein kann, eher eine kleine, aber unbequeme Minderheit. Bombenattentate in U-Bahn-Stationen lassen sich mit dieser Sure nicht rechtfertigen. Der Eindruck bleibt allerdings, daß eine gespannte, nervöse Atmosphäre hier und in vielen anderen Versen herrscht, in denen es um die Konflikte mit den ungläubigen oder andersgläubigen Nachbarn in Mekka oder Medina geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwischen den thematischen Versen wird schließlich aber immer wieder an das erinnert, was über allem anderen gilt: Gott allein zu dienen, das Recht zu üben, das Böse zu meiden. &lt;em&gt;Wahrlich&lt;/em&gt; sei es gesagt. So reden Propheten, und sie empfinden, wie es der Apostel Paulus in Philipper 3,1 sagt, keinen &lt;em&gt;Verdruß &lt;/em&gt;dabei, sich zu wiederholen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-767371869082210172?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/767371869082210172/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=767371869082210172' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/767371869082210172'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/767371869082210172'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/07/wenn-du-zum-weibe-gehst.html' title='Wenn du zum Weibe gehst'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-5124907437189883286</id><published>2008-08-04T05:00:00.000+02:00</published><updated>2008-08-07T00:27:46.720+02:00</updated><title type='text'>Viel Volk unter einem einzigen Dach</title><content type='html'>3. Sure: In Imrans Haus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Haus des Imran, welches der dritten Sure seinen Namen gibt, ist mit Menschen gefüllt, die alle auch in der Bibel vorkommen. Dort werden sie aber doch recht unterschiedlich zugeordnet, das kann man nicht übersehen, bei aller Liebe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Imran / Amram ist der Vater des Mose und damit gleichzeitig auch der Vater von dessen legendärer Schwester und Mitstreiterin Miriam, die hier als Maryamu / Maria vorgestellt wird, der Mutter Jesu. In dieser Personengleichheit wird also ein Sprung über 1000 Jahre gemacht. Gleichzeitig wird die auch in der Bibel berichtete Verwandtschaft zwischen Jesus und Johannes dem Täufer insofern kurzerhand vereinfacht, als auch Mutter des Täufers, Elisabeth, und sein Vater Zacharias zu Imrans Haus gezählt werden, Jesus und Johannes sind also direkte Vettern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über Jesus werden zwei Begebenheiten berichtet, wie sich nicht in den vier Evangelium, wohl aber in außerbiblischen Quellen finden: er hat schon in der Wiege gepredigt und er hat, gerade wie Gott zu Beginn der Schöpfung es mit dem Menschen getan hat, einem Vogel aus Ton Leben eingehaucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle diese &lt;em&gt;klaren Zeichen&lt;/em&gt; halten aber erneut die Menschen nicht davon ab, in den Unglauben zu verfallen. Gleich zu Beginn der dritten Sure wird auch eine eigenartig offene Erklärung dafür gegeben: das von Gott gegebene Wort enthält auch &lt;em&gt;dunkle Verse&lt;/em&gt; (Übersetzung Henning, Reclam), bzw. &lt;em&gt;&lt;a href="http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=58&amp;amp;kapitel=3&amp;amp;cHash=708305acd4sure3#gb_found"&gt;verschieden zu deutende&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; (Übersetzung Gutenberg). Nicht alle Menschen verstehen sie, und gerade diejenigen, die von Natur aus auf Zwist und Spaltung aus sind, werden dadurch auf falsche Wege geleitet. Eigentlich ist Abraham der Stammvater aller Gläubigen (60), aber daran halten sich die Spalter nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von diesen Spaltern wird nun ausgiebig berichtet, wobei die kundigen Leser des Korans an vielen Stellen die Konflikte, Kämpfe und militärischen Auseinandersetzungen wiedererkennen, die Mohammed in seinem Leben auszustehen hatte. Wenn ich das, was ich im Internet über &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed"&gt;Mohammeds Geschichte&lt;/a&gt; gelesen habe, richtig deute, dann ist der Koran gleichzeitig auch die wichtigste Quelle für das zeitliche Geschehen zwischen 610 dem Jahr der ersten Offenbarung des Koran und 632, dem Todesjahr Mohammeds.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vermutlich muß man in einer Art von Zirkelschluß den Koran aus der Geschichte Mohammeds verstehen und Mohammeds Geschichte aus dem Koran. Ohne diese Geschichte bleibt in Sure 3 viles fremd, was über die konkreten Anforderungen an die Kämpfer im Heere Mohammeds gesagt wird. Sie haben sich in verschiedenen Situationen als tüchtig erwiesen, sind in anderen zurückgewichen, haben geglaubt und gezweifelt, sind Mohammed gefolgt und in den Rücken gefallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Getreuen wird immer wieder das Paradies versprochen und immer wieder ist die schöne Redewendung zu finden, daß dort &lt;em&gt;Gärten, durcheilt von Bächen&lt;/em&gt; (Übersetzung Henning) zu finden sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Inhaltsübersicht Sure 3&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1 - 29 das Buch kommt, trifft auf Glauben und Unglauben&lt;br /&gt;30 – 53 Die Zeugen der jüdischen und christlichen Traditionen von Adam über Noah zu Jesus&lt;br /&gt;54 – 96 Streit über Glauben und Unglauben im „Volk der Schrift“, Einigkeit in der gemeinsamen Wurzel Abraham, der &lt;em&gt;weder Jude noch Christ war&lt;/em&gt; (60)&lt;br /&gt;97 – 116 Rede an die Glaubenden&lt;br /&gt;117 - 200 Niederlage in der Schlacht am Berge Ohod, Verhalten im Kampf, Regeln für den Tribut, den ein geschlagener Feind leisten muß&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Besondere Stellen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;12 Eine der Vorlieben des Menschen: Rassepferde&lt;br /&gt;30 Das Haus Imrans&lt;br /&gt;42 Maria gebiert als Jungfrau – aber durch ein Wunder Gottes, nicht durch die körperliche Berührung durch den heiligen Geist&lt;br /&gt;43 Jesus erschafft einen Vogel&lt;br /&gt;73 Ein Prophet darf sich nicht neben Gott stellen, auch Jesus nicht&lt;br /&gt;114 keine Freundschaft mit den Ungläubigen&lt;br /&gt;125 und 126 weitere Beispiele für typische „Vielleicht“-Aussagen&lt;br /&gt;182 Das Leben als ein trügerischer Nießbrauch&lt;br /&gt;194 Gärten, durcheilt von Bächen&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-5124907437189883286?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/5124907437189883286/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=5124907437189883286' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/5124907437189883286'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/5124907437189883286'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/07/viel-volk-unter-einem-einzigen-dach.html' title='Viel Volk unter einem einzigen Dach'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-1647561691188066829</id><published>2008-08-03T05:00:00.001+02:00</published><updated>2008-08-28T09:32:52.999+02:00</updated><title type='text'>Die Farbe der Kuh</title><content type='html'>Sure 2: Die Kuh&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der zweiten Sure wird die Geschichte der Gottesoffenbarungen erzählt, und dazu die Geschichte der Menschen, die sehr unterschiedlich auf diese Offenbarungen reagierten. Zunächst wird dies als Geschichte des jüdischen Volkes erzählt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was in der ersten Sure mit wenigen Worten angedeutet wird, ist hier ausführlich entwickelt, das große Thema der Abweichung: aus Gottes Gnade zu fallen, heißt, im Irrtum leben zu müssen und Gottes Zorn zu verdienen. Die Geschichte der Menschen wird als eine Geschichte ihrer Begegnungen mit den Propheten Gottes geschildert, welche alle mit &lt;em&gt;klaren Zeichen&lt;/em&gt; ihrer Berufung auf die Welt kommen, aber immer wieder von den Menschen verkannt und sogar verfolgt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier schließt der Koran an eine alte biblische Tradition an, welche besonders bei der Berufung des Propheten Jesaja in einem grandiosen Bild vorgestellt wird (&lt;a href="http://www.biblegateway.com/passage/?search=jesaja%206&amp;amp;version=54"&gt;Jesaja 6, Link auf die ziemlich wörtliche Elberfelder Übersetzung&lt;/a&gt;). Es endet in der nüchternen Einsicht, daß der Prophet zu einem Volk geschickt wird, das &lt;em&gt;mit seinen Augen nicht sieht und mit seinen Ohren nicht hört und in seinem Herzen nicht einsichtig wird, daß es umkehrt und Heilung für sich findet.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in Sure 2, 17 und 18 heißt es,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;...ließ Gott ihr Licht verschwinden und ließ sie in Finsternissen zurück, und sie sahen nichts, taub, stumm und blind; und so kehrten sie nicht um.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deshalb reagieren die irrenden Menschen auf die Anweisungen, die Gott ihnen durch Moses gibt, mit Ironie: „Treibst du Spott mit uns?“ fragen sie, als das Gebot ergeht, eine Kuh zu opfern –eben die Kuh, die dem ganzen Kapitel seinen Namen gibt. Dann fragen sie Mose aus: was für eine Kuh soll es sein? welche Farbe? wie beschaffen? Nachdem Mose alles berichtet hat, sagen sie spöttisch „nun kommst du mit der Wahrheit“ – und opfern, aber unwillig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interessant ist hier die Farbe der Kuh, nach der ausdrücklich gefragt wird. „Gelb!“ ist die Antwort, &lt;em&gt;safrao&lt;/em&gt;, wenn ich meine &lt;a href="http://www.islamicity.com/MOSQUE/ARABICSCRIPT/AYAT/2/2_69.htm"&gt;arabische Transkription &lt;/a&gt;im Internet richtig lese, das klingt nach „safran“. Könnte das eine bewußte Abkehr von der jüdischen Tradition sein, die von einer &lt;em&gt;roten &lt;/em&gt;Kuh spricht (&lt;a href="http://www.biblegateway.com/passage/?search=4.%20Mose%2019;&amp;amp;version=54;"&gt;4. Mose 19&lt;/a&gt;)?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor einigen Monaten ging die Meldung durch die Presse, israelische Rabbiner hätten eine Kuh mit einer offenbar seltenen Rotfärbung gefunden und sähen das als ein endzeitliches Zeichen an. Will der Koran solchen Überlegungen durch eine Umfärbung begegnen, so wie Mohammed mit seiner nächtlichen Entrückung nach Jerusalem dieser Stadt ihr ausschließlich jüdisch-christliches Gesicht nahm?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frage ist angesichts des hebräischen Wortes, das hier mit „rot“ übersetzt wird, vielleicht weniger kontrovers: es lautet &lt;em&gt;adamah&lt;/em&gt;, das bedeutet „erdfarben“. Das könnte dann also auch gelb sein, oder braun bis schwarzbraun, die Erde sieht ja von Landstrich zu Landstrich anders aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch der König David wird in seiner Schönheit (&lt;a href="http://www.biblegateway.com/passage/?search=1.%20Samuel%2017,42;&amp;amp;version=54;"&gt;1. Samuel 17,42&lt;/a&gt;) als „bräunlich und schön“ (so Luther, dagegen in der Elberfelder Übersetzung: „rötlich“) beschrieben, hebräisch: &lt;em&gt;admoni im jepheh&lt;/em&gt;. Im ersten Wort &lt;em&gt;admoni &lt;/em&gt;steckt der Anklang an &lt;em&gt;Adam &lt;/em&gt;und an &lt;em&gt; Adamah&lt;/em&gt;, die Ackererde. Sie hat viele Farben - und vielfarbig wie sie ist auch Adam, der erste Mensch, der von der Ackererde seine Substanz und seinen Namen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rätselhaft dann aber die Anweisung des Koran, in Streitfragen bei Mord, &lt;em&gt;ihn&lt;/em&gt; (den Beschuldigten?) mit einem Stück der Kuh zu schlagen damit Gott herausbringt, &lt;em&gt;was ihr verheimlicht&lt;/em&gt;. Der Vers 68 fährt fort:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;So macht Gott die Toten lebendig und weist euch seine Zeichen, vielleicht werdet ihr verständig.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier wendet sich der Koran deutlich von 4. Mose 19 ab, denn dort bleibt einerseits nur Asche von der Kuh und keine Stücke, mit der man „schlagen“ kann – und andererseits geht es bei dem jüdischen Reinigungsopfer gerade darum, eine klare Linie gegenüber den unreinen Toten zu ziehen, nicht sie zu neuem Leben zu erwecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Inhaltsverzeichnis Sure 2&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1 – 27 Lob der Gottesfürchtigen, Tadel für die Ungläubigen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;28 – 82 Geschichte der Offenbarungen, Adam, die Kinder Israel, Moser(48), Geschichte der Gesetze, darunter das Gesetz über die Kuh (63), Jesus (81),&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;83 – 117 das Kommen des Koran, interne Konflikte (Mekkaner), Unglauben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;118 – 135 Abraham, Ismael und seine Nachkommen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;136 – 246 Vorschriften über die Gebetsrichtung, über die Pilgerfahrt, Schweinefleisch (168), Blutrache, Erbrecht, den Monat Ramadan (181), Kriegsführung, erneut die Pilgerfahrt, Almosen (211), Alkohol (216), Ehescheidung (226), das Gebet unterwegs(2039),&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;247 – 262 Geschichte Israels, Samuel, Saul, David&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;263 – 283 Vorschriften über Spenden, über Wucher, über das Ausstellen von Schuldscheinen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;284 – 286 Bestätigung des Glaubens und abschließende Bitten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besondere Stellen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21 die Aufforderung an die Ungläubigen" bringt eine gleiche Sure hervor"&lt;br /&gt;38 die Erwähnung des Bundes mit Israel und seiner Bevorzugung (44)&lt;br /&gt;80 Sünde: das irdische Leben für das Jenseits erkaufen&lt;br /&gt;110 Allah hat keinen Sohn&lt;br /&gt;112 die Menschen fordern Zeichen&lt;br /&gt;132 die Taufe&lt;br /&gt;148 Allah ist mit den Standhaften&lt;br /&gt;159 Gott ist in der Natur erkennbar&lt;br /&gt;173 die Blutrache ist „vorgeschrieben“ - wie etwa auch das Verbot für das Schweinefleisch&lt;br /&gt;175 Blutrache: „in der Wiedervergeltung liegt Leben“&lt;br /&gt;185 Undeutliches, hier wie oft das „Vielleicht“: „vielleicht ergeht es euch wohl“&lt;br /&gt;193 Bekanntes wird vorausgesetzt: die Pilgerfahrt „in den bekannten Monaten“&lt;br /&gt;216 unklare Stelle: und sie werden dich befragen, was sie ausgeben sollen als Almosen. Sprich: den Überfluss. So macht euch Allah die Zeichen klar. Vielleicht denkt ihr nach.&lt;br /&gt;240 das Beten zu Pferde, eingeschoben in das Erbrecht&lt;br /&gt;249 die Schechina (Gegenwart Gottes, seine Einwohnung), Arabisch möglicherweise ähnlich: „sakeenatun“&lt;br /&gt;250 Verwechslung von Gideon und Saul&lt;br /&gt;256 laut meiner Ausgabe: ein berühmter Thronvers&lt;br /&gt;274 Muhammed wird direkt angeredet&lt;br /&gt;282 sehr genaue Anweisungen, wie man einen Schuldschein schreibt&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-1647561691188066829?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/1647561691188066829/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=1647561691188066829' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/1647561691188066829'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/1647561691188066829'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/07/eine-kuh-gelb-oder-rot.html' title='Die Farbe der Kuh'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5152554280401412274.post-8728280073574057047</id><published>2008-08-02T05:01:00.002+02:00</published><updated>2008-08-29T20:04:55.006+02:00</updated><title type='text'>Mit den Augen der Liebe</title><content type='html'>1. Sure: Die Eröffnende&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus Sympathie zu Nureddin Öztaş, der mir in den letzten Wochen und Monaten mit viel Literatur und vielen persönlichen Gesprächen und eMails einen neuen Zugang zum Koran geöffnet hat, will ich dieses Buch der Muslime mit zwei unterschiedlichen Augen lesen, dem Auge des Verstandes und dem Auge der Liebe. Das ist nicht leicht, weil das Auge des Verstandes, das sich ein Leben lang daran gewöhnt hat, die Worte Gottes in einer bestimmten äußeren Form, der Form der Bibel gesagt zu bekommen, dem Koran wenig Verständnis entgegenbringt, und entsprechend auch wenig Sympathie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber Herr Öztaş, ein 37jähriger Apotheker, ist ganz offenbar mit großer Liebe und Leidenschaft in seinem Leben auf einem Weg Gott zu finden. Darin ist er mir herzensverwandt, auch wenn er dabei, anders als ich, die Wege des Koran geht, nicht die der Bibel. Er findet ganz offenkundig im Koran einen Spiegel, der ihm eine von Gott erfüllte Welt zeigt. Im Ergebnis ist er damit dem Spiegel der Bibel sehr ähnlich, auch sie zeigt ja die Welt in der Gegenwart Gottes, unsichtbar aber erfahrbar. Dieser Blick verbindet uns bei allen sonstigen Gegensätzen, und er soll mir also im folgenden helfen, dem Koran eine gewisse Grundsympathie entgegenzubringen - und wenn schon nicht dem Koran, dann doch wenigstens seinem sympathischen Leser Nureddin Öztaş.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe den Blog mit "Wanderungen" überschrieben. Vielleicht ist Wanderungen ein richtiges Wort, weil es die Erwartung enthält, daß der Weg zu lohnenden Zielen führt, und auch, daß man nicht auf Anhieb gleich alles findet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen.&lt;br /&gt;Alles Lob gebührt Gott, dem Herrn der Welten,&lt;br /&gt;dem Allerbarmer, dem Barmherzigen,&lt;br /&gt;dem Herrscher am Tage des Gerichts.&lt;br /&gt;Dir dienen wir, und dich bitten wir um Hilfe.&lt;br /&gt;Führe uns den geraden Weg,&lt;br /&gt;den Weg derer, denen du Gnade erwiesen hast,&lt;br /&gt;nicht den Weg derer, die deinen Zorn erregt haben,&lt;br /&gt;und nicht den Weg der Irregehenden.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Gebet könnte auch ein Christ sprechen oder bestätigen, genau wie Nureddin Öztaş den &lt;a href="http://www.biblegateway.com/passage/?search=psalm%201&amp;amp;version=54"&gt;Psalm 1 &lt;/a&gt;bestätigen konnte, nachdem er bei seinem ersten Besuch in meinem Haus sein Gebet gen Mekka verrichtet hatte, und ich ihm aus einer gewissen Verlegenheit heraus danach einen frommen Text vorgelesen habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe die obige Sure 1 mit einer winzigen Veränderung aus dem Internet übernommen (&lt;a href="http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=58&amp;amp;kapitel=1&amp;amp;cHash=708305acd4sure1#gb_found),"&gt;Projekt Gutenberg),&lt;/a&gt; die Veränderung besteht darin, daß ich wie von der Bibel her gewohnt das Wort für Gott in meiner eigenen Sprache eingesetzt habe, nicht in der Sprache des Urtextes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Religion, die mich lehren wollte, an einen Gott mit dem hebräischen Namen &lt;em&gt;Elohim&lt;/em&gt; zu glauben, würde ich vermutlich als fremd empfinden. Ganz ähnlich haben es auch die ersten Missionare der jungen christlichen Gemeinden gesehen und den Griechen also von &lt;em&gt;Theos&lt;/em&gt; berichtet, obwohl sie als Juden sicherlich gewohnt waren, an &lt;em&gt;Elohim &lt;/em&gt;zu denken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wende dieses Prinzip auch beim Zitieren des Koran an und will deshalb das Wort &lt;em&gt;Allah &lt;/em&gt;dabei vermeiden. In diesem Wort ist - trotz seiner sprachlichen Verwandtschaft mit &lt;em&gt;Elohim&lt;/em&gt; - bereits alles Fremde zusammengefaßt, das uns den Zugang zum Islam verbaut. Also will ich es, so gut es geht auch im Folgenden weglassen. Ich lasse auch allen arabischen Zierat weg, Schriftzeichen, Kultgegenstände etc. Das ist alles oft mehr Folklore als Kunde von Menschen, die mir in ihrer Gottessuche verwandt sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schicke etwas von dem Wenigen voraus, was ich über den Koran weiß. Die insgesamt 114 Suren des Koran sind nach ihrer Länge sortiert, nicht ganz präzise, aber doch prinzipiell so, daß doe langen Suren vorne im Koran stehen. Die Sure 2 hat 286 Verse, die Sure 114 nur noch sechs. Die Sure 1 mit ihren sieben Versen nimmt als &lt;em&gt;Eröffnende&lt;/em&gt; eine Sonderstellung ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit meinen geringen Hebräisch-Kenntnissen kann ich einige verwandte arabische Worte darin ansatzweise verstehen. Im ersten Satz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Bismi Allahi al-rahmani al-rahemi&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;steckt zu Beginn &lt;em&gt;Sm / Sem / Schem&lt;/em&gt;, was “Name” bedeutet und erinnert an Sem, den ersten Sohn des Noah, dessen Name die arabischen und hebräischen &lt;em&gt;Sem&lt;/em&gt;iten heute noch tragen. Mit dem b vor Sem / Schem / Sim wird das “im” bezeichnet, "im Namen" - in gleicher Weise wie zu Beginn der Bibel, wo es&lt;em&gt; b’reschit&lt;/em&gt; „im Anfang“ heißt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch das &lt;em&gt;rachman&lt;/em&gt;, das in dem muslimischen Eigennamen &lt;em&gt;Abdulrachman &lt;/em&gt;so furchterregend anklingt, hat eine hebräische Schwester, &lt;em&gt;rechem&lt;/em&gt;. In beiden Sprachen bezeichnet das Wort die Barmherzigkeit, vom Hebräischen weiß ich, daß es auch &lt;em&gt;Mutterleib&lt;/em&gt; bedeuten kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß Gott im Koran zuallererst als Barmherziger angesprochen wird, hat meinen frommen Onkel Johannes Runkel bewegt. Es entsprach zunächst so wenig seinen gängigen Vorstellungen von den &lt;em&gt;essentials&lt;/em&gt; des Islam. Aber es entsprach dem weiten Herzen des Onkels, der mich am Ende seines Lebens immer wieder mit unerwarteten Erweisen von Toleranz überrascht hat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5152554280401412274-8728280073574057047?l=christiankoran.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christiankoran.blogspot.com/feeds/8728280073574057047/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5152554280401412274&amp;postID=8728280073574057047' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/8728280073574057047'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5152554280401412274/posts/default/8728280073574057047'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christiankoran.blogspot.com/2008/07/mit-den-augen-der-liebe.html' title='Mit den Augen der Liebe'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry></feed>
